Mitarbeiter des HU-Projekts "Bild Wissen Gestaltung" bei der Arbeit (Quelle: rbb)

Interdisziplinäres Labor "Bild Wissen Gestaltung" an der HU Berlin - Das Labor der Zukunft

Das Labor ist für viele Wissenschaftler der Ort, an dem ein Großteil ihrer Arbeit stattfindet. Dort machen sie Experimente, nehmen Daten auf und schaffen damit die Basis für neue Erkenntnisse. Doch wie beeinflusst dieser Raum die Menschen, die in ihm arbeiten? An der Humboldt-Universität zu Berlin versuchen Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen gemeinsam ein Labor zu entwickeln, in dem Menschen möglichst effizient und gerne arbeiten.

Beitrag von Mirco Lomoth

Weitere Forschungsprojekte in Berlin und Brandenburg

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  • Technische Universität Berlin 

    Prof. Dr. Vera Meyer (Quelle: Pressestelle der Technischen Universität Berlin/Ulrich Dahl)

    - Die Schimmelpilz-Forscherin

    Pelzig, übelriechend und ungenießbar: Schimmel verbinden die meisten Menschen mit verdorbenen Lebensmitteln. Prof. Dr. Vera Meyer hingegen gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn sie über Schimmelpilze spricht. Die Professorin für Angewandte und Molekulare Mikrobiologie erforscht an der Technischen Universität Berlin die nützlichen Eigenschaften dieser sogenannten Hyphenpilze. Im Audio-Beitrag erzählt die Forscherin von der Schönheit des Schimmels und warum er sogar für die Energieversorgung der Zukunft von Bedeutung ist.

  • Universität Potsdam 

    Geowissenschaftler Gerold Zelinger von der Universität Potsdam mit 3D-Brille (Quelle: rbb)

    - Hochwasserschutz in 3D

    Während des Hochwassers 2002 überschwemmte die Weißeritz große Teile Dresdens. Die Ursachen und Gefahren solcher Naturkatastrophen besser zu veranschaulichen, ist eins der Ziele von Geowissenschaftlern am 3D-Labor der Universität Potsdam. So wird aus einem großen Datenberg am Ende ein Modell, das zum Greifen nah scheint.

  • Universität der Künste Berlin 

    Prof. Dr.-Ing. Christoph Gengnagel (Quelle: Christoph Gengnagel)

    - Kunst trifft Technik

    Wenn Künstler mit Naturwissenschaftlern und Ingenieuren zusammenarbeiten, kann etwas Neues entstehen - davon ist Prof. Dr. Christoph Gengnagel überzeugt. Der Vize-Präsident der Berliner Universität der Künste (UdK) ist Mitbegründer der so genannten Hybrid-Plattform, einem Projekt, das diese Art von Austausch erleichtern soll. Im Audio-Beitrag erklärt Gengnagel, wie Tänzer Maschinenbauern helfen könnten und warum Kunst nicht dazu da ist, Dinge hübsch aussehen zu lassen.

  • Europa-Universität Viadrina 

    PD Dr. Dagmara Jajeśniak-Quast, Leiterin des ZIP bei der Tagung "Neue Wege in der Polenforschung" (Quelle: Heide Fest)

    - Nicht über Polen, sondern mit Polen forschen

    Gerade für Brandenburg ist die Zusammenarbeit mit Polen von besonderer Bedeutung. Doch das Wissen um den Nachbarn ist hierzulande eher lückenhaft, von Sprachkenntnissen ganz zu schweigen. Deshalb wurde an der Frankfurter Europa-Universität Viadrina im Sommer 2011 ein Zentrum für interdisziplinäre Polenstudien ins Leben gerufen. Ein Zentrum für alle Polenforscher, die sich mit juristischen, ökonomischen, politischen und historischen Fragen des Nachbarlands beschäftigen wollen. In Deutschland ist das Zentrum bislang einzigartig.

  • Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg 

    Tempelanlagen in libanesischen Baalbek (Quelle: Klaus Rheidt/BTU Cottbus-Senftenberg)

    - Großbauten in der Antike

    Von Baalbek bis BER – die wechselvolle Geschichte von Großbaustellen: Es scheint, als läge ein Fluch auf deutschen Großprojekten: Stuttgart 21, die Elbphilharmonie in Hamburg, der Berliner Flughafen BER. Alles wird deutlich teurer und später fertig als geplant. Das ist aber kein "Verdienst" der Neuzeit. Schon im Mittelalter und im römischen Reich wurde jahrhundertelang gebaut, mitten im Bau umgeplant und wurden Baupläne immer wieder verworfen. Architekten, Bauingenieure und Stadtplaner der BTU Cottbus-Senftenberg erforschen gemeinsam die "Historische Baukultur".

  • Freie Universität Berlin 

    Zwei Orang-Utans im Zoo-Gehege (Quelle: rbb)

    - Einzigartig menschlich?

    Was macht den Menschen zum Menschen? Ein interdisziplinäres Forscherteam an der Freien Universität Berlin geht dieser Frage nach. Die Verhaltensforscherin Prof. Dr. Katja Liebal und ihre Doktorandin Katrin Kopp untersuchen im Fachbereich Evolutionäre Psychologie, wie sich die Kommunikationsmittel von Menschen und ihren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, unterscheiden. Anders als bei bisherigen Forschungsansätzen, untersuchen Liebal und ihr Team neben Gesten und Körperposen auch den Gesichtsausdruck und die Laute von Affen.