Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz (Quelle: Matthias Heyde )

Interview mit dem Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin - 10 Fragen an Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz

Er wünscht sich mehr Ruhe und Kontemplation für die Wissenschaft und eine radikale Neuordnung der Hochschulfinanzierung: Jan-Hendrik Olbertz ist seit 2010 Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Interview spricht der Professor für Erziehungswissenschaft über den "Mythos Humboldt-Universität" und wirft einen kritischen Blick auf den "überhitzten" Wettbewerb um Fördermittel.

 

1. Mit welchen großen Zukunftsfragen beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher an der HU Berlin?

Ich würde vier große Themenflagschiffe identifizieren. Erstens die Materialwissenschaften. Am fächerübergreifenden Forschungsinstitut IRIS Adlershof entstehen "hybride" Materialien, die Eigenschaften organischer und anorganischer Stoffe kombinieren, etwa um Techniken der Datenverarbeitung immer kleiner und schneller werden zu lassen. Zweitens würde ich die Bildforschung nennen. An unserem interdisziplinären Exzellenzcluster "Bild Wissen Gestaltung" fragen zum Beispiel Kunsthistoriker, was Ärzte sehen, wenn sie ein Röntgen- oder MRT-Bild anschauen, ob beispielsweise kulturelle Sehgewohnheiten dabei eine Rolle spielen. Ein ganz wichtiger Schwerpunkt sind auch die Lebenswissenschaften. Am IRI (Integrative Research Institute) Lebenswissenschaften verbinden wir deren Leitdisziplin Biologie jetzt mit den Agrarwissenschaften und der Psychologie. Viertens der Schwerpunkt Mensch-Umwelt-Systeme: Am neuen IRI THESys untersuchen Geographen, Klimaforscher, Politikwissenschaftler, Soziologen und Metropolenforscher gemeinsam Mensch-Umwelt-Beziehungen unter wichtigen globalen Fragestellungen. Mit diesen IRI, also den integrativen Forschungsinstituten, haben wir themenbezogene Plattformen geschaffen und blicken über den Tellerrand der einzelnen Fächer hinaus. Die Musik spielt an den Schnittstellen.

2. Was sind für Ihre Universität die größten Herausforderungen für 2014?

Die größte Herausforderung ist, dass wir in uns selbst dynamisch und reformfähig bleiben. Es gibt beträchtliche Beharrungskräfte in der Universität, und eine gewisse Angst, dass es uns immer schlechter ginge. Diese Angst ist zwar durchaus gerechtfertigt, aber sie darf unser Geschäft nicht bestimmen. Wir sind im Moment dabei, eine Fakultätsreform umzusetzen, die natürlich den Status Quo erschüttert: Von den klassischen Institutsstrukturen hin zu größeren Zusammenschlüssen, also leistungsfähige Fakultäten und Plattformen wie IRI und Cluster, auf denen mehr selbstverständliche Begegnungen der Fächer untereinander möglich werden. Auch die Verwaltung soll effizienter und serviceorientierter gestaltet werden. Doch wir haben einen extrem knapp kalkulierten Haushalt und zwei weitere Probleme: Durch den Hochschulpakt sind uns sehr hohe Studienanfängerzahlen auferlegt, wir platzen aus allen Nähten. Da wird uns gegenwärtig mehr abverlangt, als wir ernsthaft und gut leisten können. Außerdem steht allein die Humboldt-Universität vor einem Investitionsstau von rund 300 Millionen Euro, ähnlich wie die anderen Berliner Universitäten. Wir lassen leider unsere oft denkmalgeschützte Bausubstanz verwahrlosen, viele Gebäude stehen aufgrund von Bausicherheitsmängeln leer, und andere müssen teuer angemietet werden. Diese Mangelwirtschaft verursacht Kosten, und wir beschleunigen damit letzten Endes die Talfahrt in unserem Haushalt.

3. Was macht die Qualität der Wissenschaftslandschaft Berlin-Brandenburg aus und wo sehen Sie Probleme?

Es gibt hier eine von ihren Potenzialen her unglaublich vitale und exzellente Forschungslandschaft, die im Grunde alles für eine erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit bietet. Sie ist aber nicht dauerhaft stabil gesichert, und leider sind die Universitäten und die Hochschulen das schwächste Glied darin. Die außeruniversitären Forschungsinstitute haben durch das Wissenschaftsfreiheitsgesetz nicht nur viel größere Handlungsspielräume, sondern sind auch finanziell besser gestellt, so dass sich die Wissenschaftslandschaft auseinander entwickelt. Diese Zentrifugalkräfte halte ich nicht für gut. Wir müssten annähernd gleiche Rahmenbedingungen haben, doch Universitäten und Einrichtungen in Landesträgerschaft sind bundesweit inzwischen so viel schlechter gestellt als ihre außeruniversitären Partnerinstitute, dass eine Kooperation auf Augenhöhe kaum noch machbar ist. Auf mittlere Sicht ist das ein sehr ernstes Problem, dessen Folgen schon allenthalben sichtbar werden, da auch wir uns um die besten Köpfe bemühen – sie aber aus Eigenmitteln nicht mehr nicht adäquat ausstatten können.

Bund-Länder-Kooperationsverbot

In Artikel 91b des deutschen Grundgesetzes steht, dass der Bund den Bundesländern – abgesehen von einigen Ausnahmen - nicht dauerhaft Geld für Bildung geben darf. Diese Regelung wird auch als Bund-Länder-Kooperationsverbot bezeichnet. Viele Hochschulen sehen sich daher gegenüber außeruniversitären Forschungseinrichtungen benachteiligt, für die das Verbot nicht gilt. Auch im sonstigen Bildungsbereich – etwa beim Ausbau von Kitas und Ganztagsschulen – sind die Befugnisse des Bundes durch das Kooperationsverbot stark eingeschränkt.

4. Wie wünschen Sie sich eine Neuordnung der Hochschulfinanzierung?

Radikal. Bildung und Wissenschaft sind nationale Aufgaben, man kann Sie nicht im regionalen Zuschnitt leisten. In diesem Punkt ist unser Föderalismus eine archaische Konstruktion, und das wird so nicht gut gehen. Die Landesuniversitäten sind nicht aufrecht zu erhalten, wenn sie weiter im Wesentlichen am jeweiligen Landeshaushalt hängen. Erstens driftet das System innerhalb Deutschlands auseinander, weil die Spielräume zum Beispiel zwischen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern extrem unterschiedlich sind, und zweitens kann man über politische Prioritätensetzungen in den Ländern auch nichts mehr ausrichten. Die Schuldenbremse und das Neuverschuldungsverbot für die Länder ab 2020 bedeuten, dass die Landesuniversitäten in die Enge getrieben werden, sich entweder deutlich verkleinern müssen oder in ihrem Profil zu reinen Ausbildungsstätten werden. Deswegen bin ich der Meinung, dass der gesamte Sektor in einer Kraftanstrengung von Bund und Ländern gemeinsam finanziert werden muss, was nur geht, indem das Bund-Länder-Finanzsystem von Grund auf korrigiert wird und sich auch zugunsten von Bundesuniversitäten öffnet. Und wenn man nur mit einigen solchen anfängt; die Schweiz macht es uns vor, denn da existieren sie nebeneinander. In Österreich gibt es nur Bundesuniversitäten. Das aufgesplitterte System in Deutschland ist auf Dauer nicht wettbewerbsfähig.

5. Die Förderung vieler wissenschaftlicher Projekte ist zeitlich befristet und an interdisziplinäre Kooperationen gebunden. Wie sinnvoll erachten Sie dies?

Im Kern ist das erstmal sinnvoll, sonst müsste man ja annehmen, dass eine Fragestellung sozusagen unverändert eine Generation bis in den Ruhestand hinein bewegen würde. Jedes wissenschaftliche Vorhaben ist mit "befristeter" Neugier verbunden, und demzufolge muss das System flexibel bleiben. Deswegen bin ich auch dagegen, alle neuen Stellen zu verstetigen. Wissenschaftliche Strukturen müssen sich regelmäßig legitimieren, damit wir feststellen können, ob wir unsere Ressourcen noch adäquat einsetzen.

6. Befristete Verträge, unsichere Perspektiven im Wissenschaftsbetrieb: Warum sollten junge Akademikerinnen und Akademiker lieber in die Wissenschaft als in die Industrie gehen?

Ich finde es auch unmöglich, wenn junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich von Einjahresvertrag zu Einjahresvertrag hangeln müssen. Deswegen haben wir an der HU beschlossen, dass wir mindestens drei Jahre als fixen Vertrag vereinbaren, sobald wir einigermaßen sicher sein können, dass das Geld zur Verfügung steht. Notfalls springen wir mit einer Gewährleistung aus eigenen Mitteln ein. Wer aber allein wegen der Sicherheit des Arbeitsplatzes oder wegen des Gehalts in die Wissenschaft geht, der muss ohnehin einem Irrtum aufgesessen sein. Neugier und Leidenschaft sollten hier entscheiden, und mit etwas Glück ergibt sich daraus auch persönliche Sicherheit, nur eben nicht gleich am Anfang. Wer auf Geld aus ist, wird bei hoher Qualifikation eher in die Wirtschaft gehen. Da können wir nicht mithalten. Aber wir haben Freiräume anzubieten, in denen man sich entfalten kann, wie man sie meiner Meinung nach nur an der Universität findet. Es gibt genug junge Leute, die finden genau das reizvoll und nehmen in Kauf, dass ihre Situation für eine Weile fragil ist und Gleichaltrige in der Industrie womöglich das Fünffache verdienen. Ob sie dort glücklicher sind, weiß ich nicht. Wahrscheinlich trifft das gar nicht zu.

7. Stichwort Plagiate: Funktioniert die Selbstkontrolle in der Wissenschaft oder muss sich etwas ändern?

Durch die spektakulären Fälle ist in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, es ginge in dieser Frage an der Universität drüber und drunter. Das ist nicht der Fall, wir reden ja leider nicht über den hohen Prozentsatz von Forscherinnen und Forschern, die völlig beanstandungsfrei und nach allen Regeln der Kunst arbeiten. Aber man kann sich darauf eben nicht verlassen. Deshalb haben wir diese Vorfälle zum Anlass genommen, unser Regelwerk einer kritischen Revision zu unterziehen, zumal es bestimmte Konfliktlagen nicht ausreichend abbildet. Wenn eine sehr junge Promovendin oder ein Promovend gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verstößt, dann muss ich auch mit dem Doktorvater oder der Doktormutter reden, und herausfinden wie es möglich ist, dass so eine wichtige Haltung vernachlässigt worden ist – und was die begünstigenden Bedingungen dafür waren. Wir wollen vermeiden, dass ein Einzelner geschmäht wird, während wir als Bildungsstätte doch eine Mitverantwortung haben. Das wird in unseren neuen Leitlinien behandelt, die in Kürze verabschiedet werden.

8. Welches Konzept zur beruflichen Gleichstellung von Mann und Frau verfolgen Sie an der Universität?

Bei den Studierenden liegen wir aktuell bei knapp über 50 Prozent Frauen, aber an der Spitze der Pyramide stehen nur ungefähr 21 Prozent Professorinnen. Daran sieht man, dass die biografischen Muster von Frauen nach wie vor anders verlaufen und in der Wissenschaft immer noch keine hinreichenden Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gegeben sind. Wir planen zum Beispiel gerade den Bau eines eigenen Universitätskindergartens, und es gibt eine Vielzahl von Förder- und Mentoring-Programmen sowie unsere Auditierung als familienfreundliche Hochschule. Doch wir sind noch lange nicht dort, wo wir eigentlich hin müssen: eine ungefähr ausgeglichene Situation an der Spitze der Pyramide akademischer Karrieren. Unter den Promovierenden sind heute ebenfalls bereits zur Hälfte Frauen, aber die Zahl ist in sich sehr heterogen. Für Fächer wie Informatik und manche Naturwissenschaften ist es im Gegensatz zu den Sozialwissenschaften nach wie vor schwierig, geeignete Kandidatinnen für freie Professuren zu bekommen. Daran sieht man auch, wie stabil überlieferte Rollenmuster sind, bis hinein in die Austarierung individueller Interessen. Ich bin mir oft gar nicht sicher, wie viel Intervention solche Traditionen eigentlich vertragen.

9. Wer im Ringen um Drittmittel die Nase vorne haben will, muss die Öffentlichkeit auf seine Seite ziehen. Welche Kommunikationsstrategie braucht es dafür?

Im Moment haben wir für jeden ausgegebenen Euro aus der Grundfinanzierung mehr als 50 Cent aus Drittmitteln zur Verfügung. Das nimmt Jahr für Jahr zu. Doch bei der Einwerbung von Drittmitteln spielt weniger die Kommunikationsstrategie die Schlüsselrolle als vielmehr die kompetitive Qualität der Forschungsprojekte, die durch strenge Evaluationen wissenschaftlich geprüft wird. Als Universität sind wir jedoch verpflichtet, gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Unsere Financiers, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, haben ein Anrecht darauf, zu wissen, was hinter unseren Mauern passiert. Wir müssen uns verständlich machen, unseren Wert für die Gesellschaft illustrieren und gelegentlich Einblicke in die Forschung und den Wissenschaftsalltag gewähren, zum Beispiel bei der Langen Nacht der Wissenschaften. Für die Zukunft wollen wir die Marke Humboldt-Universität noch stärker herausbilden. Wir haben einen riesigen Wettbewerbsvorteil, unser Name ist ein Mythos, aber auch den kann man verspielen, wenn man sich seiner nicht als würdig erweist.

10. Welche Frage würden Sie selbst gerne mal beantworten?

Vielleicht: Was wünschen Sie sich für die erfolgreiche Förderung der Wissenschaft an der Humboldt-Universität? Die Antwort wäre: etwas mehr Ruhe und Kontemplation. Wir sind zum Teil in überhitzten Wettbewerbsformaten und in einem hohen Tempo unterwegs, was auch mit der Verwaltung des Mangels zusammenhängt. Ohne die Einwerbung von Drittmitteln könnten wir schon heute unsere Regelaufgaben in Forschung und Lehre nicht mehr wahrnehmen. Ich würde mir seitens der Gesellschaft und der Politik daher ein stärkeres Grundvertrauen in den guten Sinn einer Universität wünschen, dass man uns ein auskömmliches Grundbudget gibt und sagt: Wir bezahlen euch fürs Nachdenken und nicht für nur für Wettbewerbe oder künstlich herbei gezauberte Plattformen, nur weil gerade disziplinübergreifende Plattformen als besonders förderungswürdig gelten. Ich bin manchmal in Sorge, dass die Wissenschaft sich sehr verändert, wenn ihre Fragestellungen nicht mehr allein aus originärer Neugier und Erkenntnisinteresse abgeleitet werden, sondern aus der Herstellung von Konformität mit einem gerade angesagten Förderformat. Ich würde mir wünschen, dass wir uns den "Luxus" leisten, Wissenschaft auch um ihrer selbst willen zu fördern, ohne Vorgaben und unmittelbare Nützlichkeitserwägungen, sondern um unsere Kultur und unseren Gedankenreichtum zu befördern. Das System braucht nach der Exzellenzinitiative auch wieder eine Beruhigung, damit es sich besinnt und sammelt, und sei es zu einem neuen Anlauf zu Spitzenergebnissen. Ohne dieses Grundvertrauen werden wir nur in Atem gehalten und verbleiben in einer vordergründigen Betriebsamkeit, die zu viele kreative Kräfte auffrisst.

Beitrag von Mirco Lomoth, Stand: 16.12.2013

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