Symbolbild: Eine Regenbogenflagge flattert im Wind (Quelle: Jens Büttner / dpa)

Motto: "Hass bringt nichts" - Potsdam feiert Christopher-Street-Day

Am Wochenende findet in Potsdam der dreizehnte Christopher Street Day statt. Das zweitägige Fest unter dem Motto "Hass bringt nichts" findet vor dem schwul-lesbischen Lokal "La Leander" statt. Die Stadt Potsdam fördert die Veranstaltung erstmalig, nachdem das brandenburgische Sozialministerium im vergangenen Jahr eine Förderung versagte.

Regenbogenflagge auf dem Rathaus gehisst

Bereits am Donnerstag hisste Potsdams Beigeordneter Mike Schubert (SPD) zusammen mit drei Landtagsabgeordneten von Linke, Grünen und CDU vor dem Potsdamer Rathaus die Regenbogenflagge. Anschließend eröffnete Schubert in einem Flur des Rathauses die Ausstellung SEXWAYS. Besucher können in der Ausstellung ihr Wissen zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten testen

"In unserer offenen und toleranten Landeshauptstadt haben Diskriminierung und Ausgrenzung keinen Platz. Wir freuen uns daher darüber, wenn homosexuelle Mitbürgerinnen und Mitbürger beim Christopher Street Day für ihre Rechte feiern und demonstrieren. Und wir unterstützen sie gerne dabei", sagte Schubert laut einer Pressemitteilung der Stadt.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 20.04.2017, 19.30 Uhr  

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15 Kommentare

  1. 15.

    " Es ist nicht schön, wenn man Mitte 40 ist, fast 20 Jahre auf der Suche nach einer Frau war, und immer noch solo ist. Ich will ja nicht im Rentenalter sein, wenn ich zur Abifeier meines Kindes gehe. "
    für mich lese ich da viel Traurigkeit heraus, und wenn es morgen " klappt" , werde Sie doch im Rentenalter zum Abitur des kindes sein . Die Würfel des Lebensglücks fallen eben unterschiedlich, erzwingen lässt sich nichts, Glück schon gar nicht.
    Aber, wenn nicht heute, vielleicht morgen , manchmal ist das Glück näher als man denkt.

  2. 14.

    " Ich verlange einfach nur etwas mehr gesellschaftliches Bewusstsein für dieses Thema. daß ich bei den Damen keinen Fuß in die Tür bekomme "
    was soll Ihnen denn " das gesellsch. Bewußtsein " dabei helfen ? für mich klingt Ihr Kommentar eher betrüblich u. traurig , aber so ist eben das Leben. Sie wollen doch sicher nicht aus Mitleid geheiratet werden , und Ihr bisher nicht existentes Kind soll unbedingt Abitur machen ? Gück u. Zuneigung lassen sich nicht erzwingen- auch nicht mit " gesellschaftlichem Bewusstsein " . Trotzdem: viel Glück ( ohne verlangen u. fordern )

  3. 13.

    ich denke, dass Ihre Kommentar satirisch gemeint ist , andernfalls wären Ihre Forderungen nur albern .-

    Im übrigen : den politischen Claqeuren des CSD mit der " offenen und toleranten Landeshauptstadt " kann ich auch nicht ganz folgen ; analog könnte es ja dann auch eine Parade der Heterosexuellen geben etc.... was soll denn das alles ? Warum der Drang, seine sexuelle Orientierung in öffentl. Paraden zur Schau stellen ? de Jure können die alle praktizieren was sie wollen , da kräht kein Hahn nach . Es scheint ein politisches Wetteifern zu herrschen um Toleranz u . Freizügigkeit auf allen gesellschaftl. Ebenen , besonders auch der Glaubensrichtung , bei gleichzeitiger Betonung, dass diese Dinge privat seien.
    Nur, wozu dann die öffentliche Zurschaustellung ?

  4. 12.

    Warum gründen Sie als männlicher Langzeitsingle, der gegen die ihn widerfahrende Dauer-Ablehnung durch die weibliche Bevölkerung demonstrieren möchte, nicht einen Verein? Wenn dieser Verein dann gemeinnützig ist, bekommen Sie vielleicht auch staatliche Hilfe. Nicht immer nur jammern fordern... Klotzen!

  5. 11.

    Mir wäre es eben lieber, wenn die ganz normale Vater-Mutter-Kind-Familie gefördert werden würde. Und dass jeder, der sowas haben möchte, auch die Möglichkeit dazu bekommt. Es ist nicht schön, wenn man Mitte 40 ist, fast 20 Jahre auf der Suche nach einer Frau war, und immer noch solo ist. Ich will ja nicht im Rentenalter sein, wenn ich zur Abifeier meines Kindes gehe. Und mein Kind wird ganz gewiss Abi machen...

  6. 10.

    "Aber jetzt mal ehrlich: Die Leute, die dort demonstrieren, die haben doch schon alles erreicht. Ihr normabweichendes Sexualverhalten wird von einem Teil der Normalbevölkerung akzeptiert, sie dürfen heiraten, dürfen sogar Kinder adoptieren, ihre Praktiken sind nicht mehr strafbar und so weiter. Was wollen die denn nun noch?"

    Was die "Ehe" angeht, hat ja schon rbb24 darauf geantwortet, was anderes anbetrifft, bitte ich Sie einfach, (meinen) Beitrag Nr. 2 zu lesen. Von den Gedankengängen sind wir nicht allzuweit entfernt, dennoch liegt immer noch so einiges im Argen.

    Das Wort "normabweichend" halte ich übrigens für bedenklich. Es scheidet die ach so Normalen von den ach so Unnormalen.

    Die Natur hat immer das Häufige und das weniger Häufige hervorgebracht, gleich wo und in welcher Ausprägung, ohne dass das eine nun richtig und das andere falsch wäre.

  7. 9.

    Zu Ihrem "Problem" zeichnet der rbb eine Lösung auf. ... Welche ?
    Siehe Artikel "Sexpositive" Partys in Berlin" vom 13.04.2017.

  8. 8.

    Das stimmt so nicht. In Deutschland gibt es keine Ehe für homosexuelle Paare, sondern bisher nur eingetragene Lebenspartnerschaften.

  9. 7.

    Aber jetzt mal ehrlich: Die Leute, die dort demonstrieren, die haben doch schon alles erreicht. Ihr normabweichendes Sexualverhalten wird von einem Teil der Normalbevölkerung akzeptiert, sie dürfen heiraten, dürfen sogar Kinder adoptieren, ihre Praktiken sind nicht mehr strafbar und so weiter. Was wollen die denn nun noch?

    Vermutlich ist jeder einzelne dort Teilnehmende, was sein Privat- und Liebesleben angeht, in einer weitaus besseren Situation als die Unmengen von männlichen Langzeitsingles in Deutschland, die eine Frau suchen, bei den Damen aber keinen Fuß in die Tür bekommen. Ich verlange einfach nur etwas mehr gesellschaftliches Bewusstsein für dieses Thema.

  10. 6.

    @Sebastian T..

    Mein herzlichstes beileid wenn keine frau bei ihnen bleibt oder sie niemanden finden, ich drück ihnen die daumen das sie jemanden finden. Und zum Thema langzeit single, ich glaube nicht das sie zusammengeschlagen oder beleidigt werden da sie kein Partner finde oder haben also ist dieser Punkt blödsin.

  11. 5.

    Ich spreche ja nicht von Aktivitäten, die auf Sie bezogen sind, sondern von gesellslchaftlichen Aktivitäten. Der Hintergrund der Christopher Street Days ist ja nicht der, dass ein Homosexueller besser an Partner rankommt, sondern um auf das "Thema" aufmerksam zu machen.

    Auf diese Ebene haben Sie es schließlich gebracht, als Sie den Tag aus dieser Richtung kritisierten. Gegen das Vorfestgelegte und Stereotype in den Blicken und in der Werbung, für das Walten aller Sinne wäre ja bspw. ein Motto.

  12. 4.

    Selbst in die Hand nehmen? Nach deutlich mehr als 500 Dates in fast 20 Jahren habe ich genug getan, finde ich. Jetzt wäre es schön, wenn andere sich mal was einfallen lassen. Eine Bundessinglebörse zum Beispiel. Die kommerziellen Singlebörsen funktionieren einfach nicht mehr, da geht es nur noch ums Abkassieren.

  13. 3.

    "Ich warte immer noch ..."

    Pardon, vielleicht nehmen Sie Ihr Anliegen selbst in die Hand. Die Initiatoren des Christopher Street Days und aller davon "inspirierten" Veranstaltungen haben schließlich auch nicht gewartet.

    Den Aktivitäten in jeglicher Hinsicht steht gesellschaftlich nichts im Wege, außer ggf. dem, dass in einer immer mehr auf´s Spektakel ausgerichteten Gesellschaft das eigene, intersubjektive Anliegen durch Spektakel ggf. verbogen werden muss.

  14. 2.

    Irritiert bin ich nur vom Motto:
    Glücklicherweise sind wir in Deutschland ja weitestgehend fern vom alltäglichen Hass gegen Homosexuelle, wo eine Zeitlang die Bürgermeister von den beiden größten deutschen Städten völlig selbstverständlich homosexuell waren, ohne dass groß Aufhebens darum gemacht wurde. Ausnahmen gibt es immer, doch selbst in der recht verstockten AfD hat es ein Mensch homosexueller Neigung immerhin bis zum Kandidaten eines stellv. Bezirksbürgermeisters gebracht, will sagen in Berlin-Neukölln.

    Wüsten sind freilich immer noch Bauarbeiterbuden und der Profifussball der Männer. Wo im Ersten bekennende Homosexuelle verlacht werden, werden sie im Zweitgenannten geschnitten. Ohne ein "blondiertes Etwas" an der Seite des Erfolgsverwöhnten läuft da gar nichts und auch das Outen eines eh. Fußballprofis hat da praktisch nichts verändert.

    Das sollte offensiv thematisiert werden, statt allgemein von Hass zu reden.

  15. 1.

    Aus meiner Sicht nimmt sich mit solchen Veranstaltungen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe mehr Öffentlichkeit heraus, als ihr gemäß ihres geringen Anteils an der Gesamtbevölkerung zusteht.

    Ich warte immer noch auf eine vergleichbare Veranstaltung, auf der die vielen männlichen Langzeitsingles gegen die ihnen widerfahrene Dauer-Ablehnung durch die weibliche Bevölkerung demonstrieren. Und ich fordere von der Politik geeignete Maßnahmen, die männlichen Langzeitsingles dabei helfen, eine Frau zu finden. Zwar habe ich keine Ahnung, wie solche Hilfen aussehen könnten, aber da muss man eben kreativ sein. Andere Personengruppen mit komplexem Unterstützungsbedarf bekommen ja auch Hilfe.

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