Festivalbesucher auf dem Lollapalooza 2017 (Quelle: imago/Rudi Keuntje)

Festival 2018 - Lollapalooza-Verträge mit Olympiapark schon unterschrieben

Die Rennbahn Hoppegarten will weiter um das Lollapalooza-Festival kämpfen - trotz der Probleme bei der Abreise am vergangenen Samstag. Das sieht der Festival-Veranstalter offenbar anders und hat für 2018 bereits Verträge mit dem Olympiapark unterschrieben.  

Trotz großer Probleme für die Besucher bei der Abreise vom Lollapalooza-Festival am vergangenen Wochenende will die Rennbahn Hoppegarten das Festival auch 2018 ausrichten. Rennbahn-Geschäftsführer Peter Hoeck sagte: "Wir schlagen die Tür nicht zu". Er sei "optimistisch", dass sich der Veranstalter des Lollapalooza noch umentscheide, nachdem dieser am Montag angekündigt hatte, das Festival 2018 auf dem Olympiagelände im Westteil Berlins auszurichten. Allerdings sind laut dem Veranstalter FRHUG die Verträge für den Olympiapark bereits unterschreiben.

Rennbahn-Co-Geschäftsführer Gerhard Schöningh sagte noch am Mittwoch dem rbb: "Wir glauben, dass Hoppegarten die 85.000 Besucher sehr gut bewältigt hat". Er wies damit die Kritik der Lollapalooza-Veranstalter zurück. "Wir glauben, nach einer sorgfältigen Auswertung, dass die ganze An- und Abreise der Festivalgäste im nächsten Jahr perfekt organisiert werden kann", so Schoeningh im Gespräch mit der rbb-Welle Antenne Brandenburg.

Shuttle-Bus-Konzept "nicht komplett umgesetzt"

Kritik an der Infrastruktur in Hoppegarten wollte Schoeningh so nicht stehen lassen. "Es ist bei jedem Groß-Event klar, dass Sie ein sehr gutes Shuttle-Bus-Konzept brauchen", sagte Schöningh. Dies war laut Rennbahn auch Teil des Verkehrskonzepts des Veranstalters, auch weil durch eine Brückensanierung die Kapazität des S-Bahnhofs Hoppegarten reduziert war. Das Verkehrskonzept sei allerdings am Samstag "nicht komplett umgesetzt" worden, so Schöningh.

Bei der Abreise der 85.000 Festivalbesucher am Samstag war es zu erheblichen Verspätungen im S-Bahn- und Shuttlebus-Verkehr gekommen. Tausende Menschen warteten am Bahnhof Hoppegarten, etwa 40 Wartende erlitten Kreislaufzusammenbrüche und mussten rettungsdienstlich behandelt werden.

Zur Begründung für den erneuten Standortwechsel hatte der Festival-Betreiber auch "behördliche Auflagen" genannt. Noch kurz vor Festival-Beginn hatte es u.a. juristischen Streit um die Lärmbelastung gegeben. Erteilte Auflagen, wonach am Samstag um 23 Uhr und am Sonntag um 22 Uhr die Musik enden sollte, wurden allerdings nicht eingehalten.

Hier schlug sich die Rennbahn jetzt auf die Seite des Veranstalters: Es sei ein "klarer Standortnachteil (...) im Wettbewerb um Leuchtturmveranstaltungen", wenn das Land in Sachen Lärmrichtlinien nicht rechtlich nachbessere.

Der Lollapalooza-Veranstalter hatte Fehler in der Verkehrsplanung eingeräumt. Bereits am Montag waren diese von der S-Bahn und der Berliner Senatsverkehrsverwaltung kritisiert worden. Zudem hätten viele Besucher am ersten Festivalabend die falschen Ausgänge vom Gelände genutzt, so dass es zu Gedränge und Verzögerungen kam.

Die Abreise am Sonntag verlief geordneter, der Veranstalter hatte auf dem Festival verstärkt über die Ausgänge aufgeklärt und rund 100 Busse mehr zur Abreise der Besucher eingesetzt als am Vorabend.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.09.2017, 18:30 Uhr

Kommentar

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7 Kommentare

  1. 7.

    Noch ein so ein verknusteter von drüben. Oder wollen Sie etwa leugnen das es immernoch Orte gibt wo man sich am liebsten sofort wieder ins Auto setzen o.aufs Rad will u.denkt bloß weg v.hier.Der Ton macht immer noch die Musik.Daran müßt Ihr Ostdeutschen noch arbeiten.

  2. 6.

    bitte bei der Wahrheit bleiben, es sind noch gar keine Verträge unterschrieben und das wird auch schwierig, nächstes Jahr ist Leichtathletik EM in Berlin und da haben auch andere mitzureden!!!

  3. 5.

    Lotte, Sie sollten auch bleiben, wo Sie sind. Das ist bestimmt kein Verlust für die Brandenburger.

  4. 4.

    Um Vogelgezwitscher zu hören setze i.mich zuhause auf den Balkon im schönen Charlottenburg.Da brauch ich mir dann nicht all diese verknusterten Gesichter anschauen wie geschehen wenn ich durch Brandenburg unterwegs bin.

  5. 3.

    Na dann: viel Spaß in Berlin mit dem Ganzen. Und wenn Ihr mal wieder die Vögel zwitschern hören wollt kommt Ihr nach Brandenburg. Immer gerne.

  6. 2.

    Ein Wochenende mit etwas lauter Musik und dazu friedlich feiernden Menschen und Anwohner die gesundheitliche Schäden befürchten weil sie an Schlafmangel für zwei Tage leiden. Eine Pferdehof-Betreiberin die Angst hat, dass ihre Pferde psychische Schäden erleiden können und eine Verwaltung die mit Reglementierungen nur so um sich werfen usw. Das nenne ich brandenburgische Provinzposse! Daher keine Großveranstaltungen mehr in brandenburg.
    Ab uffs Maifeld, da looft's!!!

  7. 1.

    jetzt im Nachhinein will hoppegarten wieder das Festival ausrichten haben gemerkt das man damit Geld verdienen kann aber vorher fast alles verbieten wollen ne Freunde so nicht

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