3D-Weltpremiere von "Terminator 2" - "Hasta la Vista, Baby!"

Vor über 25 Jahren brach Arnold Schwarzeneggers Kultfilm "T 2" alle Rekorde an den Kinokassen. Am Freitag feiert die digitalisierte Fassung Weltpremiere im Berliner Zoopalast. Schon jetzt wird der Film als beste 3D-Konvertierung gehandelt. Von Ula Brunner

Eigentlich sollte die 3D-Umwandlung von "Terminator 2" bereits im Dezember 2016, also zum 25. Jubiläum des Schwarzenegger-Kultfilms seine Weltpremiere feiern – und zwar in China. Doch auf dem heiß umkämpften chinesischen Kinomarkt belegten Blockbuster wie "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" (von David Yates) die Großkinos und IMAX-Leinwände auf Monate.

Arnie muss warten, und das ist ein Glück für alle Fans hierzulande: Dieter Kosslick hat sich die digital restaurierte konvertierte Fassung für die Reihe Berlinale-Special gesichert und damit China die Uraufführung vor der Nase weggeschnappt. Nach der Festspiel-Premiere am Freitag und Samstag im Zoopalast soll "Terminator 2 – Tag der Abrechnung 3D" im August regulär in den deutschen Kinos starten.

Zurück ins 20. Jahrhundert

Für alle, die sich nur noch vage an die Handlung erinnern, oder den Film nur vom Hörensagen kennen: "T2", 1991 als Sequel des Überraschungshits "Terminator" (1984) auf den Markt gebracht, war der bis dahin teuerste Blockbuster und DER Actionfilm der neunziger Jahre - ein unglaublicher Kassenerfolg. Kein Film hat wie er die Marke Arnold Schwarzenegger geprägt.

"Terminator 2", Regie von James Cameron, spielt im Jahr 2029: Nach einem apokalyptischen Nuklearkrieg kämpfen die Menschen gegen die übermächtigen intelligenten Maschinen. Um den 1985 geborenen Rebellen-Anführer John Connor (Edward Furlong) bereits als Kind zu beseitigen, schicken die Cyborgs den Androiden "Terminator T-1000" (Robert Patrick) zurück ins 20. Jahrhundert.

Doch ein anderer Roboter, der "T-800" (Arnold Schwarzenegger), steht bereits zum Schutz des Jungen bereit. Gemeinsam mit Johns Mutter Sarah (Linda Hamilton) versucht der Android sein Bestes, um den Jungen am Leben zu halten. Ein gnadenloser Kampf gegen Gut und Böse und eine temporeiche Jagd um das Überleben der ganzen Menschheit beginnen.

Ein technologischer Eroberer

Zurzeit werden zahllose Blockbuster in 3D umgewandelt, nicht zuletzt versinkt jetzt auch Regisseur James Camerons anderer Kultfilm "Titanic" (1997) plastisch wie nie im Meer. Schon jetzt wird gemunkelt, dass es sich bei "Terminator 2" um die bislang beste Konvertierung handelt. Und wen würde es wundern, hat Cameron doch die aufwändige stereoskopische Umwandlung der Einzelbilder und Restaurierung persönlich betreut. Zwar ist Cameron nicht der innovativste Geschichtenerzähler. Aber er ist ein ungeheuer experimentierfreudiger technologischer Innovator und ein Perfektionist noch dazu.

Durch ihn hat die 3D-Technik nach einer sporadischen Blütephase in den Sechziger- und Siebzigerjahren in ungeahnter Qualität den Weg zurück auf die Leinwand gefunden. Mit seinem Weltraumepos "Avatar" (2009) setzte Cameron den Meilenstein für das heutige 3D-Kino, indem er mit eigens entwickelten hochauflösenden digitalen Kameras auf höchstem technischen Niveau einen Live Action-Film mit CGI-Bildern kombinierte.

Cameron, Meister der Tricktechnik

Wir dürfen also durchaus gespannt sein, was uns beim dreidimensionalen "T2" erwartet. Denn bereits zu seiner Zeit war die analoge Fassung mit ihren Computer-generierten Morphing-Effekten tricktechnisch absolute Avantgarde. Das könnte die 3D-Version zumindest stellenweise noch toppen. Den psychedelisch-traumhaften Einstellungen, wenn der Cyborg zum Menschen mutiert und umgekehrt, kann die Stereoskopie eine aufregende Plastizität verleihen.

Doch in den allzu actionreichen Szenen wird Cameron wahrscheinlich auf einen dreidimensionalen Eindruck verzichten. Denn ein wirkungsvolles 3D-Kino braucht für seine Raumtiefe und die scheinbar aus der Leinwand hervorschnellenden Effekte ein ruhigeres Erzähltempo. Sind – wie bei Action-Szenen – die Einstellungen kurz und schnell geschnitten, hat unser Gehirn zu wenig Zeit, um ein dreidimensionales Bild aufzubauen.

Spaß machen kann es aber sowieso, den Film in seiner nagelneuen Restaurierung zu sehen. "Terminator 2" lebt nicht nur von grandiosen Effekten, sondern hat alle Zutaten, die ein gutgemachter Actionfilm außerdem braucht: Humor, eine clevere Story und pointierte Dialoge.

Wer es schafft, sich am Freitag oder Samstag ein Ticket für eine Vorstellung im Zoopalast zu ergattern, darf sich auch auf ein Wiedersehen mit der legendären Szene freuen, als Arnold den bösen Cyborg mit einem coolen "Hasta la vista, baby!" ("Bis zum nächsten Mal, Baby") erledigt. Wer dann noch Fragen hat, kann sie dem Meister selbst stellen: James Cameron steht nach der Vorstellung dem Berliner Publikum auf Facebook im Livestream Rede und Antwort.

Beitrag von Ula Brunner

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 2.

    alles nur gefaket denkt an euch selber

  2. 1.

    alles wird zu geld gemacht auch kult denkt alle an euch selbst die da oben machen nix anderes

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