Ein Bär und ein Wolf tanzen miteinander
Video: rbb|24 | 14.02.2017 | Thomas Blecha

Berlinale goes Neukölln - Wölfe, die mit Bären tanzen

Der Berlinale-Bär will nicht nur am gestriegelten Potsdamer Platz abhängen, sondern sich auch mal die Pfoten dreckig machen. Am Dienstag zieht er deshalb nach Neukölln. Dort zeigt die Reihe "Berlinale goes Kiez" zwei Filme im neuen Kiez-Kino "w o l f".

Die Weserstraße 59 hat schon viel erlebt. Das Haus im Berliner Kiez Neukölln beherbergte einst ein Bordell. Davor buk ein Bäcker namens Wolfram hier Brötchen. "Als wir den Namen gehört haben, wussten wir, wir sind am richtigen Ort", sagt Kino-Mitbegründer Marcin Malaszczak. Denn dass ihr Kino "w o l f" heißen sollte, stand schon fest, als sie erstmals von Bäcker Wolfram hörten. Am Dienstag bekommt das neue Kiez-Kino Besuch von der Reihe "Berlinale goes Kiez".

Das Filmfestival will mit dieser Reihe ein bisschen Berlinale-Glamour in der Stadt verteilen. Deshalb wird auch vor dem "w o l f" am Dienstag ein roter Teppich ausgerollt. Zwei Filme sind dann abends im Neuköllner Kino zu sehen. Um 18:30 Uhr läuft "Tiger Girl", um 21:30 Uhr wird "My Happy Family" gezeigt. Nach den Filmen kann das Publikum mit den Film-Teams über ihre Arbeit diskutieren.

Die Möglichkeit nach dem Kino über den Film reden zu können, gehört zum Grundkonzept des Kiez-Kinos. Neben den Kinosälen gibt es ein Café und eine Bar. "Die Idee war, hier auch einen sozialen Raum zu schaffen", sagt Malaszczak.

Offizielle Eröffnung im März

Von der ursprünglichen Idee zum fertigen "w o l f" - Kino dauerte es allerdings seine Zeit. Eigentlich sollte schon im vergangenen Frühjahr eröffnet werden. Doch dann gab es Probleme mit dem Brandschutz, dem Bauamt, auch der Architekt wechselte während der Bauarbeiten. "Wir wollten keine Kompromisse machen, und das hat dann einfach länger gedauert", sagt Malaszczak. Fast anderthalb Jahre brauchte der Umbau zum Kiez-Kino letztendlich.

In Zukunft sollen hier die verschiedensten Filme zu sehen sein. Die Betreiber schrecken auch vor kommerziell erfolgreichen Produktionen nicht zurück. Unterstützt werden sollen aber auch unbekannte Filmemacher, deren Filme in anderen deutschen Kinos nicht zu sehen sind, weil sie keinen Verleih gefunden haben.  

Ins Kino gehen kann man im "w o l f" offiziell ab dem ersten März. Dann sollen täglich mindestens acht Filme gezeigt werden.

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Also "buk" ist ja wohl eine sehr veraltete Form, das Präteritum von "backen" zu bilden. Seit einigen Jahrzehnten hat sich "backte" durchgesetzt, der Duden nahm dies auch so auf. Nur so am Rande :-)

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