Mord an Burak Bektas in der Rudower Straße (dpa, 2012)

Weiterhin keine Hinweise auf den Täter - Gedenken an erschossenen Burak Bektas

In der Nacht zum 5. April 2012 eröffnet in Berlin-Neukölln ein Unbekannter das Feuer auf eine Gruppe junger Männer. Einer von ihnen stirbt: Burak Bektas. Der junge Mann wäre am Samstag 25 Jahre alt geworden. Familie und Freunde haben für diesen Tag zu einer Gedenkveranstaltung am Tatort aufgerufen - und werfen gleichzeitig den Behörden mangelnde Aufklärung vor.  

Auch knapp drei Jahre nach der Tat ist immer noch nicht klar, wer Burak Bektas erschossen hat. Am Samstag wird in Berlin mit einer Gedenkveranstaltung an das Opfer gedacht, um 15 Uhr sollen am Tatort in der Nähe des Vivantes-Klinikums Neukölln Blumen niedergelegt werden. Der junge Mann wäre am 14. Januar 25 Jahre alt geworden. Der Veranstalter, die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B., rechnet mit bis zu 50 Teilnehmern.

Burak Bektas starb in der Nacht zum 5. April 2012. Ein Unbekannter hatte damals ohne jede Vorwarnung das Feuer auf eine Gruppe von fünf jungen Männern, die sich auf der Straße unterhielten, eröffnet. Der Täter ging ruhig davon. Burak B. starb kurz darauf an den Schussverletzungen, zwei andere Männer wurden lebensgefährlich verletzt.

Es gebe noch keine Hinweise auf den Täter, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Die Initiative von Verwandten, Freunden und Bekannten des Opfers vermutet Neonazis oder Ausländerfeinde als Täter. Sie werfen Behörden und Politik vor, seit fast drei Jahren ein Schweigen über den Tod des Opfers zu legen, wie es in dem Aufruf zum Gedenken heißt. Darin wird die rückhaltlose Aufklärung des Mordes gefordert.

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