Etwa 400 Menschen erinnern am 09.04.2016 mit einem Gedenkmarsch an den 2012 getöteten Burak Bektas. Bis heute gibt es keinen Hinweis auf den Täter. (Quelle: imago/Christian Mang)

Hans-Frankenthal-Preis wird am 13. Oktober übergeben - Berliner Burak-Bektaş-Initiative wird ausgezeichnet

Die Berliner Initiative "Für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş" erhält den Hans-Frankenthal-Preis 2016. Die 2012 gegründete Initiative für die Aufklärung des Bektaş-Mordes begleite kritisch die Ermittlungen und setze sich für einen Gedenkort ein, begründete die Stiftung Auschwitz-Komitee am Dienstag die Wahl.

Der 21 Jahre alte Bektaş war 2012 ums Leben gekommen, als ein Unbekannter in Neukölln auf offener Straße das Feuer auf fünf Jugendliche eröffnete. Der Schütze entkam unerkannt. Bis heute gibt es keine Hinweise auf den Täter.

Die mit insgesamt 3.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 13. Oktober in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg verliehen. Neben der Berliner Initiative wird auch die Initiative "Gedenken in Harburg" geehrt, die sich um die Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte kümmert. Die Stiftung Auschwitz-Komitee zeichnet seit 2010 jedes Jahr Gruppen, Institutionen oder Einzelpersonen aus, die in hervorragender Weise Aufklärungs- und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten.

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