Ein Projektingenieur prüft einen Trafo in einem Umspannwerk (Quelle: dpa / Jan Woitas)

35.000 Haushalte im Berliner Südwesten betroffen - Stromausfall: Kunden erhalten Entschädigung

In den Berliner Stadtteilen Lichtenrade, Buckow, Mariendorf und Marienfelde hat es am frühen Dienstagmorgen einen Stromausfall gegeben. Von 2:44 Uhr bis 07.30 Uhr konnten etwa 35.000 Haushalte und 1.500 Firmen nicht mehr versorgt werden, wie eine Sprecherin des Energiekonzerns Vattenfall dem rbb sagte. In einigen Straßenzügen funktionierten auch die Straßenbeleuchtung und die Ampeln nicht mehr.

Weil an der eigentlich vorgesehenen Ersatzleitung Instandhaltungsarbeiten liefen, konnte der Netzbetreiber den Strom zunächst nicht leiten, sagte ein Vertreter der Strommetzgesellschaft Berlin der Deutschen Presse-Agentur. Grund für den Stromausfall war ein Kabelschaden - die Leitung zwischen zwei Umspannwerken war beschädigt. "Damit fiel der ganze Knoten aus, der
das Gebiet im südlichen Berlin versorgt", sagte der Geschäftsführer der Stromnetz Berlin Gmbh, Thomas Schäfer. Was den Kabelschaden hervorgerufen hat, ist noch unklar.

Netzbetreiber verspricht 20 Euro Entschädigung

Die Stromnetz Berlin kündigte an, die betroffenen Haushalte zu entschädigen. Wie Geschäftsführer Schäfer dem rbb mitteilte, können sich die Kunden bei dem Unternehmen melden. Schließlich verspreche Stromnetz Berlin, den betroffenen Haushalten 20 Euro zu zahlen, sollte die Versorgung länger als drei Stunden unterbrochen sein. Das sei ja hier der Fall gewesen, sagte Schäfer.

Die Entschädigung kann online beantragt werden. Kunden müssen dafür ein Formular auf der Website des Unternehmens ausfüllen und dort ihre Zählernummer und Bankverbindung angeben [Link zum Formular].

Bei Stromausfall nicht den Notruf wählen

Die Polizei bat auf Twitter darum, bei Stromausfällen nicht den Notruf zu wählen. Die Leitungen könnten sonst überlastet sein und echte Notfälle nicht durchkommen. Wer in Berlin einen Stromausfall melden will, kann das bei seinem Stromversorger oder zentral beim Strom-Entstörungsservice von Vattenfall unter der Telefonnummer 0800/2112525 tun.

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9 Kommentare

  1. 9.

    Der lange Stromausfall war tatsächlich sehr ungewöhnlich und lag an einer Verkettung von Umständen. Die Versorgungssicherheit ist eine der besten in Europa und weltweit. Normalerweise kann ein Umspannwerk von zwei Seiten seine Strom bekommen. Doch zu dem Zeitpunkt des Stromausfalls gab es planmäßige Wartungsarbeiten in diesem Umspannwerk und der Strom konnte eben nicht über die zweite Seite kommen. Solche Arbeiten müssen regelmäßig durchgeführt werden um alle Umspannwerke gut in Schuss zu halten. Wäre der Defekt vorige Woche oder nach den Arbeiten aufgetreten, hätte das kaum einer gemerkt, da man innerhalb von zwei Minuten umgeschaltet hätte. Es hat also überhaupt nichts damit zu tun, ob das Netz nun von Vattenfall oder vom Bauherren des Flughafens betrieben wird :-)

  2. 8.

    Dann sollte man "beim posten", nämlich bei dem Posten" auch groß schreiben.
    Wenn man denn der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtg ist.

  3. 7.

    Das haben wir jedes Jahr mindestens einmal.

  4. 6.

    Jau, klar. Dann gibt's nie wieder Stromausfälle, die werden dann ganz einfach verboten.
    War es nicht der Senat der die BEWAG verkauft hat weil er Geld brauchte? Ist der Senat nicht auch immer Dauerklamm sodass es fraglich ist ob die Gewinne aus dem Stromnetz nicht im Haushalt versickern anstatt zur Erhaltung des Stromnetzes verwendet zu werden?
    Wäre das Stromnetz schon jetzt in Senatsbesitz würde genauso gemeckert werden, zumal das meiste hier eh ziemlich Sinn frei ist. Der Berliner meckert nun mal gerne und Recht machen kann es ihm eh keiner.

  5. 5.

    Warum war nur die Telefonwahl 110 möglich. Diese Option oder die 112 sollte doch für Notfälle(z.B. eingeschlossen im Fahrstuhl wegen Stromausfall)vorbehalten bleiben. Über die Auskunft kann man sich auch mit der Störungsstelle von Vattenfall verbinden lassen. Für mich stellt sich die Frage, was soll die Polizei bei Stromausfall bei ihnen zuhause machen, da sie ja nicht aus einer Notlage befreit werden mussten? Nicht duschen und Kaffee trinken können, sind eindeutig KEINE Notlagen. Ich gebe Ihnen Recht, im heutigen Zeitalter der Elektronik, sind wir massiv vom Strom abhängig. Sollte mir das nicht gefallen, gibt es immer noch Aussteigerparadiese, die ohne Elektrizität auskommen. Zugegeben, in Deutschland nicht so leicht zu finden. Ich finde, solange man keinen akuten Notfall durch den Stromausfall erlitten hat, sollte man solche seltenen Zwischenfälle entspannt zur Kenntnis nehmen.

  6. 4.

    Unsere (!) Regierung hat sich etwas einfallen lassen: Sie will das Netz Rekommunalisieren; sprich übernehmen. Steht so im Koalitionsvertrag.

  7. 3.

    Ich war selber betroffen und konnte keine Hotline von Vattenfall anwählen, da ich kein Zugriff zum Internet hatte, weder Wlan noch Mobil, so blieb einen um ca. 3.30 Uhr keine andere Möglichkeit die 110 zu wählen. Es hätte ja auch in der heutigen Zeit was "schlimmeres" passiert sein als nur ein Stromausfall . Dank Vattenfall konnte ich in der kalten Wohnung unterm Taschenlampenlicht Kalt-Duschen. Jetzt merkt man wie abhängig unsere Gesellschaft vom Strom ist (Ohne Strom kann man nicht einkaufen, tanken etc.). Viele Grüße

  8. 2.

    dieses Gemecker kann ich nicht nachvollziehen....
    Und vielleicht sollte man beim posten schon mal der deutschen Sprache mächtig sein ;-)

  9. 1.

    Typisch " VATTENFALL "
    spätestens wenn Straßenbeleuchtungen und Ampeln ausfallen, sollte sich ( Unsere? ) Regierung was einfallen lassen!
    Seit die Firma " Vattenfall " unser Strohmnetz in en Fingern hat, wird es immer schlechter, Strohmstöhrungen am laufenden Band, ob im Privatbereich, oder sonst wo, ich denke spätestens wenn es um die Sicherheit der Öffentlichkeit geht sollte schluss mit angeblichem Sparwahn sein!!!

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