U-Bahnhof Alt-Mariendorf Linie U6 in Berlin (Quelle: imago/Olaf Selchow)
Audio: Inforadio | 10.08.2017 | Markus Streim

Neues Stellwerk für U6 und U7 - Ersatzbusse fahren seit Freitag auf der Linie der U6

Pendler müssen seit Freitag bei der U6 mit Einschränkungen klarkommen: Grund ist der Bau eines Stellwerks, das auch die U7 umfassen wird. Bis September sind einzelne Strecken zwischen Platz der Luftbrücke und Alt-Mariendorf bzw. Yorckstraße und Hermannplatz unterbrochen.  

Auf den Berliner U-Bahn-Linien U6 und U7 müssen sich Fahrgäste in den kommenden Wochen auf Einschränkungen einstellen. Wegen Bauarbeiten ist die U-Bahn-Linie 6 seit Freitag zwischen den Stationen Tempelhof und Alt-Mariendorf unterbrochen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist eine Woche lang – bis zum 20. August – eingerichtet.

Neues Stellwerk soll für mehr Sicherheit sorgen

Weitere Bauabschnitte folgen bis Ende August: So sei die U6 in der nachfolgenden Woche, vom 21. bis zum 24. August, zwischen den U-Bahnhöfen Hallesches Tor und Alt-Tempelhof unterbrochen, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Donnerstag mit. Vom 25. bis 31. August werden zwischen den U-Bahnhöfen Französische Straße und Platz der Luftbrücke Busse statt Bahnen fahren.

Grund für die Unterbrechung sind Arbeiten an einer modernen Zugsicherungsanlage für die U6 und U7 rund um den U-Bahnhof Mehringdamm. Die BVG investiert in ein neues elektronisches Stellwerk, das ab dem 11. August eingebaut wird und den mehr als 50 Jahre alten mechanischen Vorgänger ersetzen soll. Es soll dafür sorgen, dass der Betrieb rund um die Uhr zuverlässig und sicher rollt.

Neues Stellwerk kann selbstständig eingreifen und U-Bahn stoppen

Auf zwölf Kilometern Streckenlänge werden laut BVG 214 Signale, knapp 200 Achszähler und 40 Geräte zur Geschwindigkeitsüberwachung eingebaut. Außerdem sollen rund 50 Weichen erneuert werden. Die Informationen der Signale und Achszähler laufen dann im neuen elektronischen Stellwerk zusammen. So wisse die Betriebsleitstelle immer genau, wo sich welcher Zug befindet, teilte die BVG mit. Bei Problemen könne das elektronische Stellwerk selbstständig eingreifen und die Bahnen zum Stehen bringen.

"Der Einbau eines neuen Stellwerks ist eine sehr komplexe Angelegenheit mit vielen Arbeitsschritten", sagte BVG-Bauchef Uwe Kutscher dem rbb. Gleichzeitig werde die Gelegenheit genutzt, mehrere Gleiswechselanlagen einzubauen. So sollen alle Gleise beidseitig befahrbar sein. Die U-Bahnen könnten dann bei zukünftigen Bauarbeiten flexibler pendeln, so dass ein Ersatzverkehr mit Bussen seltener nötig sein werde, so Kutscher.

Auch die U7 bekommt Ersatzverkehr mit Bussen

Vom 25. August bis zum 3. September ist außerdem die U7 zwischen den Stationen Hermannplatz und Yorckstraße unterbrochen und wird ebenfalls mit Bussen ersetzt. Der U-Bahnhof Möckernbrücke wird aufgrund der Straßenführung nicht angefahren. Zwischen Yorckstraße und Berliner Straße pendele die U-Bahn im 15-Minuten-Takt, teilte die BVG mit.

Pünktlich zum Ende der Sommerferien sollen alle Bahnen wieder planmäßig fahren.

Mit Informationen von Matthias Bartsch

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