Fensterscheibe mit Schrift "Only Cash" (Quelle: imago/Steinach)

Jens Spahn (CDU) genervt von englischsprachigen Kellnern - "Auf so eine Schnapsidee käme in Paris sicher niemand"

Der CDU-Politiker Jens Spahn ist genervt davon, dass er in der immer internationaler werdenden Hauptstadt Berlin mit der deutschen Sprache bisweilen nicht mehr weiter kommt. "Mir geht es zunehmend auf den Zwirn, dass in manchen Berliner Restaurants die Bedienung nur Englisch spricht", sagte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Archivbild: Jens Spahn (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
CDU-Politiker Jens Spahn

"Auf so eine Schnapsidee käme in Paris sicher niemand." Generell, also auch über die Gruppe von Kellnern hinaus, findet der 37-Jährige, dass in Deutschland das Zusammenleben nur gelingen könne, wenn alle auch Deutsch sprechen. "Das sollten und dürfen wir von jedem Zuwanderer erwarten."

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19 Kommentare

  1. 19.

    Wieso bleiben? Auch zB Dänisch und Sorbisch sind schon lange offizielle Amtsprachen (in einigen deutschen Bundesländern). Auch gelten Amtssprachen nur für - der Name sagt es schon - amtliche Gelegenheiten. Einwohner hingegen können sprechen, wie sie wollen. Es steht also jedem zu, in seinem Lokal meinetwegen nur Englisch zu sprechen. Genauso steht es Ihnen auch zu, dort nicht hinzugehen, wenn Ihnen das nicht gefällt. Wieso ein Politikum draus machen? Ich gehe doch auch nicht in ein veganes Café und beschwere mich, dass ich dort kein Fleisch bekomme.

  2. 18.

    Wie oft kommt das denn vor, dass das Personal in einem Lokal absolut kein Deutsch versteht, aber dafür fließend Englisch? Ganz im Ernst, ich habe das in 30 Jahren noch nicht erlebt, deswegen wundere ich mich, das das hier als so ein riesiges Problem dargestellt wird.

  3. 17.

    Als meine spanischen Freunde nach Berlin gezogen sind um hier Arbeit zu finden, wurden Deutschkurse vom Jobcenter übernommen. Die erste Zeit habe ich mich mit einfachen Worten ausgedrückt und langsam gesprochen. Es war anstrengend sich so zu unterhalten. Aber es hat Spass gemacht und wir haben viel gelacht, Missverständnisse, ähnliche Sprichwörter, spanische Wörter, für die es im Deutschen zwei verschiedene Wörter gibt, z.B. Treppe und Leiter. Wenn ich selbst reise, bemühe ich mich zumindest in der Landessprache grüssen, alltägliches bestellen und einkaufen zu können. Leider habe ich den Eindruck, dass dieser vielleicht für beide Seiten etwas mühsame Austausch immer seltener wird.

  4. 16.

    Schon richtig, offensichtlich nicht der deutschen Sprache mächtige Touristen auf Englisch zu bedienen. Nicht richtig dagegen ist, wenn ich in Deutschland nicht mehr in meiner Muttersprache Deutsch bestellen kann, weil mich das Personal nicht versteht.

  5. 15.

    Ich gehe in meinem Kiez nicht mehr in Lokale, wo Personal und Betreiber ausschliesslich Englisch sprechen können. Ich erwarte, dass jemand, der in Deutschland ein Lokal aufmacht oder dort arbeiten möchte, die deutsche Sprache erlernt. Natürlich ist es in touristisch geprägten Vierteln, wie meinem, von Vorteil in der Gastronomie auch Fremdsprachen zu beherrschen und eine englische Speisekarte zu haben. Sie werden auch in New York weder in Little Italy noch Chinatown Kellner antreffen, die nur Italienisch bzw. Chinesisch sprechen.

  6. 14.

    Solange es keine staatlichen kostenlosen Englisch-Sprachkurse für Deutsche gibt, sollte Deutsch die einzige Amtssprache und Umgangssprache in Deutschland bleiben.

  7. 13.

    Wie oft kommt denn der beschriebene Fall vor? Ich gehe nicht selten auswärts essen und würde es (meinen Erfahrungen nach, ich lebe seit 30 Jahren in verschiedenen Bezirken Berlins) als absolute Ausnahme einordnen, dass ein Kellner NUR Englisch versteht. Da stellt sich auch die Frage, was das denn für Leute sind? Im Regelfall wohl Austauschstudenten, die nebenbei jobben. Was spricht dagegen, dass die in Bereichen eingesetzt werden, in denen Englischsprecher nötig sind? Dazu zähle ich nämlich mal touristisch beliebte Gegenden (Kreuzkölln gehört definitiv dazu). In touristisch wenig genutzten Gegenden wie Mariendorf, Hakenfelde oder Malchow werden Sie hingegen sicher überall auf Deutsch bedient werden. Meines Erachtens geht dieses ganze Thema am eigentlichen Problem von Immigranten, die über Jahre und Jahrzehnte kein Deutsch lernen, vorbei. Das sind in der Regel keine Leute, die dann auf Englisch kellnern.

  8. 12.

    Wegen Leuten wie dem , wird Berlin immer eine Weltstadt zweiter Klasse bleiben.....Kleingeist wird hier GROß geschrieben...

  9. 11.

    Typisch konservativ! Berlin lebt vom Tourismus u.da gehört es sich einfach die Zweite Sprache nämlich english zu erlernen,wiederzugeben.Deutschland tut sich( leider ) immer noch schwer damit.Schön finde i.wenn d.Jugend es i.Berlin vormacht und mit ihren Gästen english spricht.Auch gehört es sich unseren Gästen wenigstens eine Speise/Getränkekarte i.english vorzuweisen.Kommt immer gut an.

  10. 10.

    Hallo Henry,

    da Herr Spahn von der NOZ interviewt wurde, haben wir das komplette Interview auch auf die Seite der Zeitung verlinkt.

    Viele Grüße aus der Redaktion!

  11. 9.

    geht nicht darum,das die kellner englisch sprechen,sondern ausschliesslich englisch sprechen und in kreuzkölln zb. sogar karten in englisch sind.ich bin hier in berlin,deutschland,nicht im Urlaub.

  12. 8.

    Selbstverständlich kann ich in Paris Ville auf Englisch bestellen und werde auch bedient :) Auf Deutsch vielleicht nicht ;) Willkommen in der Europäischen Union! In der Europäischen Union werden aktuell 24 Sprachen als Amts- und Arbeitssprachen anerkannt. https://de.wikipedia.org/wiki/Amtssprachen_der_Europ%C3%A4ischen_Union
    Vielleicht gibt es nicht genug - gut bezahlte - deutschsprachige Kellner, die auch gut Englisch sprechen ;) Beschäftigungspolitik?! Bildungspolitik?! ;)
    Von einem Absolventen des „Young Leader Program“ des American Council on Germany klingt das wie Populismus. Mich nerven die merkwürdigen Geschäftsmodelle von Politikern mehr. "Seine Abgeordnetentätigkeit und seine Arbeit als Gesundheitspolitiker in Verbindung mit seinen bezahlten Nebentätigkeiten für die Pharmaindustrie wurden in diesem Rahmen als „interessantes Geschäftsmodell“ bezeichnet und es wurde ihm ein finanzieller Interessenkonflikt vorgeworfen." https://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Spahn

  13. 7.

    Den entscheidenden - politischen - Passus im Text von Herrn Spahn hat Ihre Redaktion (bewusst?!) weggelassen, den über die "kulturelle Sicherheit". Sehr traurig.

  14. 6.

    Kritisiert er dann auch die ungeduldigen deutschen KellnerInnen, die einem gleich die englische Karte im Restaurant geben, weil sie merken, dass man einen ausländischen Akzent hat? Ich hätte am Anfang gerne mal Deutsch reden können, wenn man mir die Gelegenheit gelassen hätte, es zu tun. In Berlin ist es auch nicht einfach, Deutsch zu lernen und zu reden, weil die Deutschen selbst sich freuen, ihren Englisch üben zu können. Weil Berlin einfach eine sehr internationale Stadt ist. Und am Endeffekt führt es nur dazu, dass man in Berlin ohne Deutschkenntnisse auch klarkommen kann. Bietet die CDU auch kostenlose Deutschunterrichtsstunden für die, die das Geld nicht haben?Oder will sie alle europäische und angelsächsische Zuwanderer nach Hause schicken? Spahn adressiert offensichtlich die falschen Probleme und schafft nur Ärger gegen Touristen und Zuwanderer. Ist das Dummheit oder politisches Kalkül, um die alte CDU-Basis unter den vielleicht leicht geärgerten Urberlinern wieder zu gewinnen?

  15. 5.

    Endlich mal jemand, der auf diesen Blödsinn hinweist. Auch in der Regierung und in den Parteien sollte endlich wieder die deutsche Sprache als ein Teil der Leitkultur durchgesetzt und gepflegt werden. Danke, Jens Spahn für die immer gern gehörte Kritik.

  16. 4.

    Es gibt eben Arbeitsplätze, die so schlecht bezahlt werden, dass nicht jeder ihn machen will. Die Bundesregierung unter Führung der Spahn-CDU könnte das ändern.

  17. 3.

    Das macht logisch doch gar keinen Sinn. Über Englisch(!) sprechende Kellner klagen, aber etwas von Zuwanderung reden, die nur gelingen kann, wenn alle Einwanderer Deutsch sprechen?! Als wenn die in Restaurants oder Cafés gingen, in denen man auf Englisch bedient wird... Das ist doch wohl eher eine Touristensache. Und wer in einer Touristengegend ins Café geht, sollte sich nicht wundern, dass ausländische Gäste dort auf Englisch (oder manchmal auch Französisch oder Italienisch) bedient werden. Das ist doch in allen Ländern normal, wenn ich in Kopenhagen im Hafenviertel ins Restaurant gehe, werde ich auch nicht auf Dänisch angesprochen, sondern auf Englisch, sobald erkannt wird, dass ich Reisende bin! Was wäre denn die Lösung? Krampfhaft als Kellner den japanischen oder portugiesischen Gast auf Deutsch zuschwallen, obwohl er kein Wort versteht? Schlimm genug, dass wenige Busfahrer hier gut Englisch sprechen und es daher zB in den Flughafenlinien immer wieder Kommunikationsprobleme gibt.

  18. 2.

    Der Mann hat vollkommen Recht, mich nervt das schon lange. Ich persönlich boykottiere solche Geschäfte und Restaurants.

  19. 1.

    Volle Zustimmung.

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