Verwelkte Sonnenblume (Quelle: imago/Paul von Stroheim)
Audio: Inforadio | 11.08.2017 | Interview mit der Meteogroup

Meteorologe verbreitet wenig Hoffnung - "Das Wetter möchte beginnen, sich zu bessern"

Meteorologen hatten Ende Juli die Hoffnung geweckt, dass nach einem regnerischen Frühsommer vielleicht ein schöner Spätsommer kommen könnte. Das ist noch nicht passiert. Ist der Sommer denn nun endgültig gelaufen? Könnte sein.

Die schlechte Nachricht zuerst: Der wirklich heiße Sommer ist vorerst vorbei - wenn er denn dieses Jahr überhaupt stattgefunden hat. Denn es war laut dem Meteorgoup-Meteorologen Ronny Büttner der nasseste Sommer seit Wetteraufzeichnung. Weil es schlimmer für Sonnenfreunde kaum kommen kann, versucht Büttner ein wenig optimistisch zu klingen: "Es sieht danach aus, dass das Wetter beginnen möchte, sich zu bessern", sagte er dem rbb-Inforadio am Freitag.

Das klingt nicht nach Hochsommer, und der wird voraussichtlich auch nicht mehr kommen. "Ich sehe kein stabiles Sommerhoch auf uns zukommen", so Büttner.

Hitzesommer wie 2006 seien die Ausnahme

Wahrscheinlicher werde ein wolkenloser Himmel mit warmen Temperaturen erst wieder Ende August, Anfang September, als Altweibersommer. Aber ob die 30 Grad nochmal kommen? Die ernüchternde Antwort: "Sieht nicht danach aus."

Verregnete Sommer wie 2017 gab es laut dem Meteorologen immer wieder mal. 2007, 2011 und 2014 sollen Sommer gewesen sein, "die keiner mag." Das sei aber nicht nur ein Phänomen des Klimawandels, auch in den Jahren 1902, 1907, 1927 und 1966 soll es schon sehr nass gewesen sein.

Einen Hitze-, Sonne- und Trockenheit-Sommer gab es dagegen erst 2006 - eher eine Ausnahme. "Diese schön empfundenen Sommer bleiben eher im Kopf abgespeichert, die werden wir nicht mehr los", so der Meteorologe.

Fünf Tage Tiefdruck, zwei Tage Hochdruck

In den nächsten Tagen werde sich ein typisches Wettermuster dieses Sommers fortsetzen: fünf Tage Tiefdruck, zwei Tage Hochdruck. Das bedeutet, dass Sonntag und Montag voraussichtlich wieder schön werden mit "vielleicht", so Büttner, bis zu 26 Grad.

Davor wird es nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes eher grau bleiben mit bis zu 19 Grad. Nur im Südosten Brandenburgs soll die Sonne etwas durchkommen.

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    So schlimm ist es auch wieder nicht, zumindest im Vergleich zu den Extremtemperaturen in Südeuropa, wo langsam das Wasser knapp wird und kein Grün mehr in der Landschaft zu finden ist. Dann doch lieber Regen, auch wenn der Sommer in Berlin wesentlich mehr Spaß bei Sonne macht!

  2. 2.

    Meiner Meinung nach ist das Komma in der Überschrift fehl am Platze, da es sich um einen einfachen Infinitiv mit zu handelt.

  3. 1.

    Die Überschrift vom letzten Absatz widerspricht dem Text. Fünf Tage Hoch- oder Tiefdruck?

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