S-Bahnhof Neukölln (Quelle: rbb / Thomas Blecha)

Offenbar religionsfeindlicher Angriff - 23-Jähriger in Berlin wegen christlichem Kreuz verprügelt

Ein offenbar religionsfeindlich motivierter Angriff hat sich am Montagabend in Berlin-Neukölln ereignet. Wie die Polizei am Dienstag meldete, wurde dabei ein 23-Jähriger in der Nähe vom S- und U-Bahnhof Neukölln verletzt. Nach Medienangaben stammt er aus Afghanistan.

Kette offenbar vom Hals gerissen

Nach bisherigen Erkenntnissen hätten zwei Männer ihn auf seine um den Hals getragene Kette mit einem Kreuz angesprochen und gefragt, warum er Christ geworden sei, so die Polizei. Einer soll dem Angesprochenen die Kette vom Hals gerissen und auf den Boden geworfen haben. Anschließend habe er dem 23-Jährigen mehrmals mit einer Faust ins Gesicht geschlagen. Der zweite Mann soll den Attackierten festgehalten haben, während ihm der erste Angreifer zwei Schnittverletzungen am Oberkörper zugefügt habe. Anschließend seien die Angreifer geflüchtet und hätten den Mann verletzt zurück gelassen.

Staatsschutz ermittelt

Nach Angaben der Polizei informierte das Opfer mit seinem Handy Bekannte, die dann Polizei und Rettungskräfte alarmierten. Sanitäter brachten den 23-Jährigen zur ambulanten Behandlung in eine Klinik.

Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin führt die Ermittlungen.

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15 Kommentare

  1. 15.

    @H.E.: Verstehe ich Sie richtig, ein Rückblick auf die jüngere und ältere Religionsgeschichte ist nicht angebracht, wenn man Religionen versuchsweise fair bewerten möchte? Ich soll also pi mal Daumen ausblenden, wieviel Leid und Tot durch christliche Religionen entstanden ist und entsteht. Irland sagt ihnen was? Afrika, Myanmar auch? Die Rolle der katholischen Kirche im Dritten Reich?

    Verstehen sich mich nicht falsch. Menschen die morden wollen, werden sicherlich immer eine Alibi-Legitimation finden, wenn sie nur wollen. Dafür eignen sich schlicht alle Religionen & Ideologien, die sich nicht humanistischen Werten unterordnen.

    Im Übrigen die "200 Mio verfolgte Christen" Headline der BILD wurde ja bereits oft diskutiert. Die Quelle des Weltverfolgungsindex und die Kirche dahinter ist ihnen bekannt? Und was ist mit den vielen Millionen muslimischen Flüchtlingen, die vor dem IS fliehen - verfolgte Muslime..

  2. 14.

    @ foolsgarden
    Ich möchte Ihnen nur sagen, weil Sie alle Religionen über einen Kamm scheren: 200 Millionen Christen werden weltweit fast ausschließlich in muslimischen Staaten verfolgt und wenn in manchen Staaten jemand zum Christentum konvertiert wird er sogar zum Tode verurteilt.
    Von keiner anderen Religion hört man dies, nur vom Islam und kommen Sie mir nicht, was vor 500 Jahren passierte. Wir sind im 21. Jahrhundert.

  3. 13.

    Stimmt: Wäre es hier um eine andere Religion gegangen, hätten bestimmte Menschen bestimmt nicht schon wieder ihr Lichterketten-Set hervorgekramt.

  4. 12.

    Wow, gleich fünf undifferenzierte Kommentare auf einmal, hat sich hier die Ortsgruppe "Einfach mal unsachlich hetzen" spontan verabredet?

    Im Ernst, wieviele Angriffe auf zumindest optisch als "ausländisch" eingeordnete Berliner und auch Flüchtlinge gab es hier 2017? Und wieviele Angriffe auf "Christen" stehen dem gegenüber?

    Im Rahmen von Frauenrechten & Co. bin ich definitiv nicht unkritisch ggü. Religionsdünkel, aber das ist kein Schlupfwinkel für Verallgemeinerungen und macht mich allen Religionen ggü misstrauisch. Auch heutzutage wird auf der Welt Unrecht und Totschlag im Namen von Christen, Juden und Buddisten verübt. Das ist sicherlich momentan kein so stark wahrnehmbarer Angriff, wie bei den ideologischen Fanatikern des IS, aber eben auch ein Teil der Wahrheit. Genauso wie sich auch viel Gutes durch den "Wegbereiter" Religion (das gilt für alle Religionen) entwickeln kann und konnte.

    Also, was sollen diese unverhältnismäßigen Kommentare und Übertreibungen hier? Braucht es wirklich noch einen Hinweis auf die zuletzt zunehmenden Angriffe auf Juden in Berlin?

  5. 10.

    Ich denke man muß das differenzierter sehen. Die Migrationskritiker würden sich wohl mehr für die Belange der Migranten einsetzen, wenn es Christen oder andere Gläubige wären. Das Problem: es sind Moslems mit hinreichend bekanntem Demokratie-etc-Defizit und völlig konträrem Menschenbild, naja, und so weiter. Weiß man ja.

  6. 9.

    Gibt es eine Regel, nach der die Ethnie eines Tatbeteiligten angegeben wird? Mal beim Täter, mal beim Geschädigten wird die Ethnie angegeben nach meinem Eindruck angegeben oder nicht.

  7. 8.

    Es ist nicht zu entschuldigen, wenn jemand wegen seiner Religion tätlich angegriffen wird. Berlin braucht dazu keine Belehrungen aus Angermund, Dortmund, Cottbus, oder dem virtuellen AfD-Sumpf. Leute die einen Kriminellen zum Vorwand nehmen um ihrer Abneigung gegen eine ganze Religion Luft zu machen, sind den Tätern verdammt ähnlich, sie sind Brüder im Ungeist.

  8. 7.

    "Nach Medienangaben stammt er aus Afghanistan." Über die Hintergründe der Täter ist aber anscheinend noch nichts bekannt.

    Wow! Ich erlebe hier zum ersten Mal, dass sich Migrationskritiker für die Belange eines Migranten einsetzen und gegen das Ihm widerfahrene Unrecht aufbegehren! Ich bin begeistert von so viel Nächstenliebe! Der junge Afghane hat solch eine Behandlung nicht verdient! Lasst uns gemeinsam, Hände-haltend, ein Loblieb auf Artikel 4 des Grundgesetzes anstimmen und ihm eine baldige Genesung wünschen.

  9. 6.

    Sie an, AFD Trolle lesen die Lügenpresse. Ich bin erstaunt, es soll doch alles falsch sein was hier steht. Oder gilt das nur für Beiträge die euch nicht passen.

  10. 5.

    Ich empfehle allen noch in Berlin verbliebenen Christen, in der Öffentlichkeit keine christlichen Symbole mehr offen zur Schau zu tragen. Akute Lebensgefahr!

  11. 4.

    War es Martin Schulz,der gesagt hat: Alles Goldstücke

  12. 3.

    Sicherlich ein sehr bedauerlicher Einzelfall, sind doch alles schwer traumatisierte Menschen die nur Liebe und Frieden bei uns suchen ... vielen Dank IM Erika!

  13. 2.

    So sieht also die Bereicherung aus, die uns die Politik versprochen hat. Na, darauf kann ich verzichten! Und wenn diese Verwirrten ungestört so weitermachen können, weil die Politik nichts unternimmt, dann sehe ich schwarz für Deutschlands Freiheit. Aber klar, wir müssen tolerant sein, weil die ja alle traumatisiert sind!

  14. 1.

    ....was soll diese Meldung.....wir müssen doch viel ernsthafter über Gauland und Weidel diskutieren und wie böse die beiden sind....Scheint doch so, als ob die beiden recht haben!

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