Der Sänger Jim Reeves bei einem Auftritt auf der Fashion Week im Jahr 2015 (Quelle: imago / Ralf Müller)

Jim Reeves starb in Berliner Hostel - Prozess um Mord an Sqeezer-Sänger gestartet

Sie waren als Bauarbeiter auf der Durchreise in Berlin, als sie auf den Musiker Jim Reeves trafen. In einem Hostel am Stuttgarter Platz sollen sie ihn grausam gequält und dann umgebracht haben. Jetzt stehen die beiden 23 und 30 Jahre alten Männer vor Gericht.

Nach dem gewaltsamen Tod des Musikers Jim Reeves in einem Hostel in Berlin vor eineinhalb Jahren hat am Mittwoch der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Täter begonnen. Die Anklage gegen den 23-Jährigen und den 30-Jährigen lautet auf Mord.

Sie sollen den 47 Jahre alten Sänger und Musikproduzenten, der wie sie Gast in dem Hostel war, am 1. Februar 2016 in einem Sechs-Bett-Zimmer grausam und aus niedrigen Beweggründen gequält und umgebracht haben. Die Ermittler gehen von  schwulenfeindlichen Motiven aus.

Die Verdächtigen waren den Angaben zufolge als Bauarbeiter auf der Durchreise in Berlin. Sie sollen kurz vor der Tat mit Reeves, der in den 90er Jahren mit seiner Band Sqeezer erfolgreich war, in einer Bar gewesen sein. Der 23-Jährige wurde 18 Tage nach dem Verbrechen in seinem Heimatland Polen verhaftet. Sein 30-jähriger Landsmann wurde ein Jahr später von Zielfahndern in Spanien gefasst.

Sendung: Radio Berlin, 13.09.2017, 10 Uhr

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