Ein toter Elch wird am 12.09.2017 auf die Ladefläche eines Lkw der Autobahnmeisterei Fürstenwalde (Brandenburg) gehoben. (Quelle: dpa/Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg)
Video: Brandenburg aktuell | 12.09.2017 | Carsten Krippahl

Auf Autobahn A12 getötet - Überfahrener Elch kommt ins Naturkundemuseum Potsdam

Ein am Dienstag auf der A12 bei Fürstenwalde (Oder-Spree) gefundener toter Elchbulle macht posthum Karriere. Das überfahrene Tier ist ins Naturkundemuseum Potsdam gebracht worden und soll dort ausgestellt werden. Aber zuvor gilt es, die Todesursache zu klären.

Ein toter Elch, der am Dienstag auf der Autobahn A12 entdeckt wurde, ist ins Potsdamer Naturkundemuseum gebracht worden. Dort soll er präpariert und ausgestellt werden. Zunächst gibt es aber noch Irritationen über die Todesursache.

Das Jungtier sei nicht erschossen, sondern vermutlich angefahren worden, teilte die Autobahnpolizei am Dienstag mit. Kurz vor 7 Uhr hatten mehrere Fahrer das Tier gemeldet, das auf dem Standstreifen und auf der rechten Spur nahe der Anschlussstelle Fürstenwalde-West (Oder-Spree) lag. Zuerst hatte die "B.Z." darüber berichtet.

Bei näherer Betrachtung im Naturkundemuseum stellte sich jedoch heraus, dass der Körper des Tieres ein Loch aufweist, der auf einen Einschuss hindeuten könnte. Zudem fehlt ein Horn. Ob dieses abgebrochen ist oder abgesägt wurde, soll nun geklärt werden.

Möglicherweise wird es eine Sonderschau geben

Zunächst war angedacht gewesen, den Elch zu entsorgen. Der Tierpräparator des Museums, Christian Blumenstein, sagte: "Wir hatten Interesse angemeldet." Es sei der erste Elch aus Brandenburg, den das Museum erhalten habe.  

Der Kadaver wird nach Angaben der Museumsleitung vermessen und das Fell abgezogen.  Anschließende wird der Elch gewogen und untersucht. Das Fell wird später gegerbt und kommt mit dem Schädel in die wissenschaftliche Sammlung des Museums, wie es weiter heißt. Möglicherweise werde es dann im Museum eine Sonderschau geben, in der dieser gezeigt wird. Genaues sei aber noch unklar.

Der tote Elch ist ein alter Bekannter

Im laufenden Jahr sind bereits mehrfach Elche in Brandenburg gesichtet worden. Die Tiere gelten als Besucher beziehungsweise Grenzgänger aus anderen Gebieten, vor allem aus Polen. Hin und wieder kommt es zu Verkehrsunfällen. Bislang geht das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde nicht davon aus, dass es in Brandenburg wieder eine stabile Population von Elchen gibt.  

Laut Umweltministerium will ein Hobbyjäger das am Dienstag tot aufgefundene Tier von der A12 sogar wiedererkannt haben. Im August hatte der Mann nach eigenen Angaben im Raum Golzow (Märkisch-Oderland) in Ostbrandenburg zwei Jungbullen gesichtet. Anhand des Geweihwuchses habe er den toten Elch vom Dienstag nun wiedererkannt, sagte er auf Anfrage.

Elche können online gemeldet werden

Seit kurzem können in Brandenburg gesichtete Elche per Online-Formular [forst.brandenburg.de] den Behörden gemeldet werden. Der Vordruck, den es vorher nur in Papierform oder als pdf-Datei gab, steht auf der Seite des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde (LFE) zum Herunterladen bereit.

Die Daten über die Tiere sollen nach den Angaben des Umweltministeriums in den Elch-Managementplan einfließen, der 2018 überarbeitet werden soll.

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Kuh an Wand hat gesagt?

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