Eine junge Frauen kämpft am 13.09.2017 in Berlin bei Starkwind mit einem Regenschirm. (Quelle: dpa/ Britta Pedersen)

Mieses Wetter in Serie - Und am Nachmittag kamen die Sturmböen

Wer dachte, schlechter kann das Wetter nicht werden, wird nun eines Besseren belehrt. Zwar droht kein Unwetter mit Dauerregen, aber am Nachmittag fegten heftige Sturmböen über die Region hinweg. In Berlin rief die Feuerwehr den Ausnahmezustand aus.

Dass das Wetter mies ist, ist längst keine Neuigkeit mehr. Dass auf einen verhagelten Sommer ein goldener Herbst folgt, schien zumindest eine Option - doch auch davon kann man sich getrost verabschieden. Sturmtief Sebastian hat am Mittwoch mit Regen und Sturmböen eine Phase äußerst durchwachsenen Wetters bei Temperaturen von deutlich unter 20 Grad eingeläutet.

Sturm bei angenehmen 19 Grad

"Heute liegt der Fokus deutlich auf dem Wind", sagte MeteoGroup-Meteorologe Frederik Raff am Mittwochmorgen rbb|24. Im Laufe des Tages lege dieser derart zu, dass es insbesondere am Nachmittag und in Schauernähe auch zu Sturmböen kommen könne, sagte der Wetterexperte. Und er sollte Recht behalten.

Wegen heftiger Regenschauer und Sturmböen hat die Feuerwehr in Berlin am Nachmittag den Ausnahmezustand ausgerufen. Um die vielen wetterbedingten Einsätze zu bewältigen, würden diese nach Wichtigkeit abgearbeitet, erklärte ein Sprecher. Dabei gelte die Devise "Menschenleben vor Sachschäden". Die Berliner wurden aufgerufen, geringfügige Wasserschäden selbst zu beseitigen und kleinere lose Teile, etwa auf dem Balkon, selbst zu sichern.

Normales Wetter für mittlere Breitengrade

Zwar war es am Mittwoch noch recht warm, doch auch das wird sich ändern. "Der Spätsommer ist für Berlin und Brandenburg nicht in Sicht", sagte Raff. Für Donnerstag und Freitag sei mit einem Sonne-Wolken-Mix und gelegentlichem Regen zu rechnen. Die Temperaturen erreichen höchtens noch 17 Grad. Am kommenden Wochenende soll die Regenwahrscheinlichkeit zwar sinken, und die Sonne soll sich wieder öfter zeigen - doch auch das ist nur ein kurzes Intermezzo.

Schon ab Montag soll es bei nur noch 16 Grad und Regen in großen Schritten Richtung Winterdepression gehen. "Die Tendenz für den Wochenbeginn ist eher schlecht", resümiert der Meteorologe. "Aber noch müssen wir abwarten".

Die Temperaturen jedoch seien auch bei 15 Grad nur leicht unter dem für die Jahreszeit üblichen Niveau. "Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir hier eben in den mittleren Breiten leben", so Raff weiter. Was sich in diesem Sommer bislang abspiele, sei das Wetter, das man unter dem Einfluss von Atlantik und Mittelmeer erwarten könne. "Wir sind verwöhnt von den vielen dauerhaften Schönwetterphasen in den letzten Jahren – dabei waren die eher ungewöhnlich".

Auch wenn es sich anders anfühlt: Der Herbst beginnt kalendarisch erst am 22. September.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.09.2017, 10:30 Uhr

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