Bagger auf der Start- und Landebahn in Berlin Schönefeld (Quelle Archivbild: imago/Jürgen Heinrich)

Flughafengesellschaft will BER sukzessive erweitern - "Ein Flughafen ist nie fertig"

Glaubt man dem neuen Airport-Chef Engelbert Lütke Daldrup, sind steigende Passagierzahlen für den Superflughafen BER gar kein Problem. Er will einfach sukzessive neue Terminals anbauen.

Der Hauptstadtflughafen BER wird nach Ansicht der Berliner Flughafengesellschaft auch langfristig für steigende Passagierzahlen gewappnet sein. "Wir werden sukzessive Terminalstrukturen ergänzen, damit wir den Flughafen auf eine wachsende Nachfrage in Berlin ausrichten können", sagte Airport-Chef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag bei einer Baustellenbegehung mit Berliner Abgeordneten. "Ein Flughafen ist nie fertig."

45 Millionen Passagiere im Jahr sollen 2021 drin sein

Mit dem bis 2021 geplanten Zusatzterminal T1-E und der Kapazität des alten Terminals in Schönefeld könne der Hauptstadt-Flughafen 45 Millionen Passagiere im Jahr bewältigen.

Bis zum Jahr 2040 sollen weitere Bauten die Kapazität des Airports auf 55 Millionen Passagiere im Jahr erhöhen. Das Terminal selbst ist für 27 Millionen Fluggäste im Jahr ausgelegt. Bereits 2016 steuerten fast 33 Millionen Fluggäste die Flughäfen Tegel und Schönefeld an.

Einen neuen Termin für die mehrmals verschobene Eröffnung des Hauptstadtflughafens will Lütke Daldrup weiterhin erst im Sommer nennen.

Berechnungen für Sprinkler: unauffindbar

Einen neuen Termin für die mehrmals verschobene Eröffnung des BER soll es voraussichtlich erst im Sommer geben. "Wir sind jetzt in der Phase, wo wir die Schlussarbeiten haben", sagte Lütke Daldrup. Vier Jahre hätten Planung und Umbau gedauert, um das Gebäude nach dem Fiasko vor der Eröffnung genehmigungsfähig zu machen: "Wir haben am Ende Räume gefunden, da haben Sie zehn Pläne, alle verschieden. Und wir haben einen elften Zustand, der verbaut worden ist."

Nach wie vor bereitet den Ingenieuren jedoch einiges am Terminal Kopfzerbrechen: Nach den sanierten Kabeltrassen und erneuerten Rauchkanälen sind die Sprinkleranlagen an der Reihe. Mit der Nachrüstung von 30.000 neuen Sprinklern zu 50.000 vorhandenen stimmten Wasserdruck und Rohrführung nicht mehr. Die Berechnungen der ursprünglich zuständigen Firma: unauffindbar.

Arbeiten an der Wasseranlage ziehen sich nun voraussichtlich in den Herbst. Auch die zentral gesteuerten Brandschutztüren - "wahnsinnige technische Installationen, die wir hier haben", wie der Flughafen-Chef betonte - sollen bis zum Spätsommer in Betrieb sein.

Sendung: Abendschau, 19.05.2017, 19:30 Uhr

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    lustig vorgetragene nachrichten zum ber im rbb.wann endlich kommt die frage zur verantwortung.gibt es in brb keinen staatsanwalt der sich traut?

  2. 4.

    Vielleicht sollte man den Flughafen erstmal eröffnen, bevor man von der Erweiterung träumt. Jeder eingesetzte Flughafenchef macht irgendwelche Pläne, es sollte seine Aufgabe sein den Flughafen in Betrieb zu bringen. Die Zukunftspläne wird ein anderer machen. Bei dem Posten findet doch in aller Regelmäsigkeit ein fliegender Wechsel statt.
    Übrigens "Megaflughäfen" gibt es leider nur woanders auf der Welt zum Beispiel in Hongkong oder Abu Dhabi aber nicht in Berlin.
    Dem Flughafen TXL gebührt allerdings Respekt.

  3. 3.

    Oh , ich sehe 2 Bagger . Na dann !!!!

  4. 2.

    Ich verstehe den ironischen Unterton des Berichtes nicht. Es stand schon 2004! fest, dass der BER für bis zu 45 Millionen Passagiere mittels Satelliten ausgebaut werden kann. Da der Luftverkehr in Berlin boomt, hat dieses natürlich auch zu erfolgen.

  5. 1.

    Der BER ist für knapp 50 Millionen Passagiere planfestgestellt. Daher ist eine Erweiterung nur folgerichtig. Der Luftverkehrsstandort Berlin boomt seit Jahren, also muss auch erweitert werden. Das macht jedes Unternehmen so. Eine Offenhaltung von TXL ist dagegen Unsinn. Die Milliarden, die man dort für den Schallschutz, die Generalsanierung bräuchte, sollten lieber in den BER investiert werden. Zumal sich beide Flughäfen kannibalisieren würden und ein Umsteigeverkehr kaum möglich wäre.

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(Quelle: dpa/Burgi)

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