Archivbild: Ein Plakat des Berliner Energietisch zum Netz-Volksentscheid hängt am 03.11.2016 in Berlin. (Quelle: imago/Stefan Zeitz)

Offener Brief an potentielle Koalition - Berliner Energietisch stellt Forderungen an Rot-Rot-Grün

Das Bündnis Berliner Energietisch hat einen offenenen Brief an SPD, Grüne und Linke geschrieben und seine Forderungen an die potentiell kommende Koalition erneuert. Die Unterzeichner verlangen in dem Brief, die Ergebnisse des Volksentscheids "Neue Energie für Berlin" umzusetzen.

Der Anlass für den Brief sind die Koalitionsverhandlungen für den neuen Senat - diese gehen am Montag in die entscheidende Phase. Nach den Beratungen der 13 Arbeitsgruppen trifft sich dann die Hauptverhandlungsgruppe wieder.

Volksentscheid für Rekommunalisierung

600.000 Berliner sprachen sich im Volksentscheid unter anderem dafür aus, das Stromnetz zu rekommunalisieren. Die Gewinne der Strom- und Gasnetze müssten "endlich Berlin zu Gute kommen. Halbherzige Deals mit Vattenfall und EON lehnen wir ab", heißt es in dem offenen Brief.

Damit bezogen sich die Energietisch-Aktivisten auf die Entscheidung des rot-schwarzen Senats, die knappe Mehrheit am Gasnetz der Hauptstadt und die Hälfte der Anteile am Stromnetz zu übernehmen - aber den Rest der Anteile den Konzernen Vattenfall (Strom) und Eon (Gas) zu überlassen.

Mitte Oktober hatte sich bereits die Bürgerinitiative "BürgerEnergie Berlin", die ebenfalls für eine Rekommunalisierung des Stromnetzes eintritt, an die möglichen neuen Regierungsvertreter gewandt. Für ihre Forderung übergaben sie den Verhandlungsführern von SPD, Grünen und den Linken in den Koalitionsverhandlungen rund 10.000 Unterschriften.

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(Quelle: dpa/Burgi)

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