Lehrerin und Schüler in einem Klassenraum (Zeichnung, Quelle: Imago / Ikon Images))

Länderübergreifende Bildungsakademie - Engpass bei der Direktorenschulung

Ebenso dünn gesät wie der Lehrernachwuchs sind die Anwärter für die Posten der Schulleiter. Eigentlich versuchen Berlin und Brandenburg mit einem gemeinsamen Bildungsinstitut für Nachwuchs zu sorgen. Aber trotzdem gibt es hier Engpässe.

Die Ausbildung des dringend benötigten Schulleiternachwuchses für Berlin und Brandenburg stockt. Die Nachfrage nach entsprechenden Fortbildungen für Lehrer sei größer als die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze, sagte der Direktor des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg, Götz Bieber am Mittwoch. Die Wartezeit betrage derzeit oft mehr als ein Jahr. Er hoffe aber, das Problem bald lösen zu können.

Jede zwölfte Schule in Brandenburg kommissarisch geführt

"Beide Länder suchen massiv Lehrer - aber auch massiv Schulleiter", so Bieber. 25 Jahre nach der Wende gingen viele "altgediente Kräfte" in den Ruhestand. Nach Angaben des
Bildungsministeriums wird in Brandenburg derzeit jede zwölfte der rund 750 Schulen im Land nur kommissarisch geführt. Auch in Berlin sind Führungskräfte dringend gesucht.

"Angesichts des großen Interesses an unseren Angeboten bin ich aber optimistisch, dass sich das bald lösen wird", meint Bieber.

Ein Institut für Lehrpläne und Weiterbildungen

8,6 Millionen Euro stellen Berlin und Brandenburg jeweils zur Hälfte für das gemeinsame Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg bereit, das 2007 mit einem Staatsvertrag gegründet wurde.

Das Institut kümmert sich derzeit verstärkt um die Fortbildung von Lehrern zu Schulleitern oder Führungskräften in der Schulaufsicht. Die Mitarbeiter erstellen zudem die Rahmenlehrpläne für beide Bundesländer, erarbeiten die Prüfungsaufgaben und stellen Unterrichtsmaterialien bereit. Ein wachsender Bereich sei das Lernen mit digitalen Medien, so Instituts-Direktor Bieber.

 

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(Quelle: dpa/Burgi)

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