Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besucht das ehemalige Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen. Daneben stehen Mike Fröhnel, Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe. (Quelle: Wolfgang Kumm/dpa)

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen - Bundeskanzlerin Merkel besucht ehemaliges Stasi-Gefängnis

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat wenige Tage vor dem Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 1961 an das Unrecht in der DDR erinnert. Um Freiheit und Demokratie heute schätzen zu können, dürfe das Unrecht, das viele Menschen in der DDR erfahren hätten, nicht vergessen werden, sagte Merkel am Freitag bei einem Besuch der Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen.  

Gemeinsam mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), Gedenkstättenleiter Hubertus Knabe und ehemaligen politischen Häftlingen legte die Bundeskanzlerin einen Kranz in der Gedenkstätte nieder und besuchte die aktuelle Ausstellung.

Im vergangenen Jahr hatten fast eine halbe Million Menschen die Gedenkstätte besucht. Der Besucherandrang war so groß, dass teilweise Führungen abgesagt werden mussten. Darüber äußerte sich Merkel betroffen und versprach weitere Unterstützung des Bundes.

Die Gedenkstätte wird derzeit mit Bundesmitteln saniert.

Sendung: Abenschau, 11.08.2017, 19:30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Habe ich da etwas nicht richtig verstanden? Ihre Kollegen vom mdr berichten - wie Sie - vom Merkel-Besuch aber auch von dem Protest vor der Gedenkstätte. Ehemalige DDR-Flüchtlinge protestierten dort gegen die bürokratische Rückstufung zu Bürgern der DDR und der damit verbundenen Schlechterstellung in der Rentenberechnung, was diese zu Recht als "Rentenbetrug" bezeichnen. Die Bundeskanzlerin hat die Protestanten (ertmals!) persönlich angehört und eine Prüfung zugesagt. Und der örtlich zuständige Sender? Der verschweigt das. Tatjana Sterneberg

  2. 1.

    aufgewachsen ist sie in einem linken protestantenhaushalt, in dem der sozialismus als lebenswerteres zukunftsmodell gesehen wurde. als ehemalige ddr-bürger wissen wir, dass eine pfarrerstochter im fdj-hemd selten war. problematisch war schon die entscheidung zwischen jugendweihe bzw. konfirmation. sie musste 1000 % vom sozialismus überzeugt gewesen sein, um das abitur ablegen zu dürfen und diesen studienplatz zu erhalten. das war damals einmalig. dieser besuch heute gilt den alten und neuen nachdenkern,

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