Die Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg in Berlin. (Bild dpa)

Bezirk zahlt weiter für Wachmänner - Besetzte Hauptmann-Schule kostet jährlich eine Million Euro

Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bezahlt weiterhin mehr als eine Million Euro pro Jahr für die Wachmänner vor der von Flüchtlingen besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der CDU hervor.

Im ersten Halbjahr 2017 seien für das ungenutzte alte Schulgebäude Kosten von gut 535.000 Euro angefallen. Davon wurden 505.000 Euro für die Wachleute ausgegeben, die verhindern sollen, dass nach einer Teilräumung vor drei Jahren wieder neue Unterstützer für die verbliebenen Besetzer einziehen. In den vergangenen Jahren lagen die Kosten in einer ähnlichen Größenordnung.

23 sporadische Bewohner

Nach Angaben des von den Grünen regierten Bezirks wohnen in dem Gebäude nur noch 23 Menschen, die sich dort "sporadisch oder regelmäßig" aufhalten würden. Allein für den Wachschutz gab der Bezirk in den vergangenen drei Jahren etwa drei Millionen Euro aus.

Im Juli hatte das Landgericht entschieden, dass die Besetzer kein Wohnrecht haben und ausziehen müssen. 2012 hatten sich in dem damals leerstehenden Schulgebäude Hunderte Obdachlose  und Flüchtlinge einquartiert.

Sendung: Abendschau, 13.09.2017, 19:30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereKommentar-Regeln und Hilfe zu Kommentaren zum Kommentieren von Beiträgen.

4 Kommentare

  1. 4.

    Das kann doch nur ein Witz sein. Da wär es ja sogar weitaus billiger jedem sporadischen Bewohner eine eigene Bude zu finanzieren. Ganz ehrlich,was soll das?

  2. 3.

    Berlin ist doch so reich ?? was könnte man mit dem Geld Schulen & Kitas in Ordnung bringen und auch Personal einstellen, aber dafür ist kein Geld da.

  3. 2.

    Das sind immer noch Steuergelder, die woanders fehlen.
    Wozu hat sich der Bezirk eigentlich den Räumungstitel bei Gericht (sicherlich auch nicht Kostenfrei) geholt wenn nichts passiert.
    Frau Hermann: "aufwachen und handeln".

  4. 1.

    Das ist doch der Wahnsinn! Was könnte man mit diesem Geld alles machen! Für mich liegt das an der Unfähigkeit dieser Bez. Bürgermeisterin Herrmann. Was da passiert, ist illegal aber das scheint ja in Berlin inzwischen Gang und Gebe zu sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Julia Hübner, Stella Bauhaus, Shai Hoffmann und Jakob Mader vor dem Bus der Begegnungen

"Bus der Begegnungen" - Politisches Dating im Doppeldecker

Menschen zusammenbringen, miteinander ins Gespräch kommen, für eine offene Gesellschaft werben – all das wollten die Initiatoren des "Bus der Begegnungen", während sie im roten Doppeldecker durchs Land tourten. Der Gründer erzählt, ob dieser Plan aufgegangen ist.