Heinrich Strößenreuther von der Initiative Volksentscheid Fahrrad (Quelle: imago/Christian Ditsch)

Initiator des Volksentscheids Fahrrad - Rad-Aktivist Strößenreuther hört auf

Der Initiator und Pressesprecher der Initiative Volksentscheid Fahrrad, Heinrich Strößenreuther, hat am Mittwoch seinen Rückzug bekannt gegeben. Auf seiner Facebook-Seite schreibt Strößenreuther, dass er nach insgesamt vier Jahren ehrenamtlicher Arbeit aus "beruflichen Gründen" seine Arbeit im Volksentscheid Fahrrad und als Vorstand des Vereins "Changing Cities" beende.

Seine Ziele, so der Fahrrad-Aktivist weiter, seien nach der Vorstellung des Radverkehrs- und Mobilitätsgesetzes Anfang August erreicht, weil sich Berlin gesetzlich verpflichtet habe, "massiv in die Rad-Infrastruktur zu investieren". Genau hierfür habe er vor zwei Jahren den Volksentscheid Fahrrad angestoßen.

Öffentlicher Nahverkehr und Fahrräder sollen Vorrang haben

Als erstes Bundesland hatte Berlin im August Autos, Fahrradfahrer, Fußgänger und den öffentlichen Nahverkehr auf eine gemeinsame gesetzliche Grundlage gestellt. Vor allem die Radfahrer sollen hiervon profitieren. Denn in Zukunft sollen öffentlicher Nahverkehr und Radverkehr Vorrang haben.

So sei ein flächendeckendes Radverkehrsnetz mit zum Teil geschützten Radstreifen an Hauptverkehrsstraßen geplant. Mit Radschnellverbindungen, auf denen über größere Entfernungen mit höherem Tempo gefahren werden kann, solle Pendlern das Umsteigen auf das Rad erleichtert werden. Zusätzlich sollen Fahrradstraßen geschaffen und besonders gefährliche Knotenpunkte umgestaltet werden.

Das Ziel: weniger verletzte und getötete Radfahrer

Außerdem sollen bis zum Jahr 2025 weitere 100.000 Fahrradabstellanlagen in der Stadt errichtet werden. Für eine erste Umsetzung der Maßnahmen veranschlagt die Senatsverwaltung in dieser Legislaturperiode rund 200 Millionen Euro. Auch sollen dafür zusätzliche 50 bis 60 Stellen in der Verwaltung geschaffen werden.

Verkehrssenatorin Regine Günther (für Grüne/parteilos) zufolge sollen mit all diesen Maßnahmen die Zahl der schwer verletzten und getöteten Radfahrer deutlich reduziert werden.

Kommentar

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9 Kommentare

  1. 9.

    Ich hoffe, dass nach diesem Rücktritt endlich etwas mehr Ruhe und Sachlichkeit in die Diskussion seitens der Radfahrer kommt. Weil: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

  2. 7.

    Wenn Sie tatsächlich auch das tun würden wie angegeben dann wären Sie sogar ein Vorzeige-Aktivist.

  3. 6.

    Mir nicht! Wen meinen Sie eigentlich mir"uns"?Im übrigen ist grün eine schöne Farbe und sehr ansprechend.

  4. 5.

    Lieber RBB,
    ich fasse Ihre Antwort als reinen Sarkasmus auf. Hier will wieder einmal eine durchgeknallte Grüne Minderheit, der Mehrheit vorschreiben wie sie zu leben hat. Sie sollten weiterhin über Fahrradverkehr berichten. Aber bitte die Wahrheit! Es gibt bereits sehr viele Radfahrwege. Warum werden diese nicht genutzt? Warum muß ich mich auch als Fußgänger von Radfahrern bedrohen lassen? Das Fahrrad ist ein Verkehrsmittel. Gesetze gelten für alle Verkehrsteilnehmer. Warum berichten Sie nicht ausführlich über die Verkehrsverstöße der Radfahrer? Ich dachte, vor dem Gesetz sind alle gleich? Warum hinterfragen sich nicht, dass Millionen von Arbeitsplätzen verloren gehen, direkt oder indirekt, ohne das Auto? Somit Milliarden von Steuereinnahmen! Hören Sie bitte endlich auf, mit einseitiger Berichtserstattung, wie im RBB üblich.

  5. 4.

    Und jetzt? Nicht mehr über Fahrradverkehr berichten? Welche Meinung Sie dazu haben, bleibt Ihnen doch freigestellt - Fakt ist, dass das neue Berliner Mobilitätsgesetz Folgen für alle Verkehrsteilnehmer hat. Und Heinrich Strößenreuther war eben maßgeblich daran beteiligt, das ist alles.

  6. 3.

    Gott sei Dank, hört diese Autohasser und nicht Berliner auf.

    Lieber RBB, wann hört Ihr endlich mit diesem Aktivisten-Quatsch auf?
    Dieser Aktivisten-Wahn hängt uns zum Halse raus.

  7. 2.

    Das viel weniger Radfahrer/innen verletzt und getötet werden sollen sollte das Ziel eines jeden Verkehrspolitikers sein. Auch der Wahnsinn immer, größerer, schwererer und höher motorisierter Autos sowie die Lügen und Betrügereien bei den Schadstoffen von Autos mit Verbrennungsmotoren haben leider eine Stimmung gegen den individuellen Autoverkehr forciert.
    Das Fahrrad ist und bleibt für viele Menschen aber ein wetter- bzw. saisonabhängiges Fortbewegungsmittel.
    Niemand hat mir vorzuschreiben dass ich mich ggf. regen-, sturm-, kältefest anzuziehen bzw. vor allem umzuziehen habe. Bei Regen, Sturm und Kälte nutze ich ausschließlich Bus, Bahn und Auto.
    Das jetzige Wetter ist ja wohl der Normalfall wie aktuell zu lesen und zu hören ist.
    Der öffentliche Nahverkehr ist daher zu fördern und Radfahrer dürfen daran erinnert werden dass mit ihrem Fahrzeug die Nutzung von Fusswegen verboten ist.

  8. 1.

    .....schon wieder ein Aktivist, ich kann da Wort bald nicht mehr hören...Wenn ich mit meinem Auto aus irgendwelchen Protestgelüsten heraus immer nur noch 30 km/h schnell fahre, bin ich dann auch endlich ein AKTIVIST?

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