Michael Müller, damaliger Senator für Stadtentwicklung, fühlt am 25.07.2013 die Hitze eines gerade asphaltierten Teilstückes der Autobahn A100 in Berlin (Quelle: Matthias Balk/dpa)

Partei-Positionen zur A100 - "Mit dem Weiterbau der A100 werden mehr Menschen entlastet"

2011 scheiterte eine Koalition aus SPD und Grünen vor allem am Streit über den Weiterbau der A100. Nun einigte sich Rot-Rot-Grün, das Bauprojekt erst einmal nicht weiter voranzutreiben. Eine überraschende Wende, die vor der Wahl im September durchaus nicht abzusehen war.

Beim Thema A100 kamen SPD, Linke und Grüne in den Koalitionsverhandlungen im Herbst 2016 erstaunlich zügig überein: Der Weiterbau der Autobahn in einem 17. Abschnitt bis zur Frankfurter Allee soll in den nächsten fünf Jahren nicht weiter verfolgt werden.

Dieser Beschluss kam überraschend, denn vor allem die SPD galt bis dahin als Verfechter des Autobahn-Weiterbaus: Nach der Wahl 2011 ließ der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) dafür sogar die Verhandlungen mit den Grünen platzen, die eine Verlängerung der A100 als "rückwärtsgewandte Betonpolitik" strikt ablehnten. Die SPD entschied sich damals für die CDU als neuen Koalitionspartner. 2013 begannen die Bauarbeiten zwischen dem Dreieck Neukölln und dem Treptower Park.

Nun heißt es: In Treptow soll erst einmal Schluss sein. Unter Rot-Rot-Grün werde der 16. Bauabschnitt zwar noch fertiggestellt. In Treptow gebe es dann aber einen "qualifizierten Abschluss", erklärte die grüne Fraktionsvorsitzende Antje Kapek Anfang November.

Doch auch wenn SPD, Linke und Grüne die Planungen erst einmal auf Eis legen würden: Ob der 17. Bauabschnitt nicht doch später kommt, bleibt ungewiss. Er könnte ohnehin frühestens 2020 starten - bis dahin wird noch an der Strecke bis Treptow gearbeitet.

Unwahrscheinlich auch, dass die SPD das Thema A100 so ganz zu den Akten gelegt hat. Eine Umfrage von rbb|24 unter den im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien offenbarte im Juli einen deutlichen Willen der Sozialdemokraten, die Autobahn zu verlängern, und hohes Konfliktpotenzial unter den Parteien:

. Am 16. Bauabschnitt scheiterte sogar eine mögliche Regierungskoalition: Nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2011 gingen die Wunschpartner SPD und Grüne in Koalitionsgespräche. Doch weil die Grünen einen Weiterbau der A100 als "rückwärtsgewandte Betonpolitik" strikt ablehnten, ließ der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die Verhandlungen platzen und entschied sich für die CDU als neuen Koalitionspartner. 2013 begannen die Bauarbeiten zwischen dem Dreieck Neukölln und dem Treptower Park.
. Am 16. Bauabschnitt scheiterte sogar eine mögliche Regierungskoalition: Nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2011 gingen die Wunschpartner SPD und Grüne in Koalitionsgespräche. Doch weil die Grünen einen Weiterbau der A100 als "rückwärtsgewandte Betonpolitik" strikt ablehnten, ließ der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die Verhandlungen platzen und entschied sich für die CDU als neuen Koalitionspartner. 2013 begannen die Bauarbeiten zwischen dem Dreieck Neukölln und dem Treptower Park.
. Am 16. Bauabschnitt scheiterte sogar eine mögliche Regierungskoalition: Nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2011 gingen die Wunschpartner SPD und Grüne in Koalitionsgespräche. Doch weil die Grünen einen Weiterbau der A100 als "rückwärtsgewandte Betonpolitik" strikt ablehnten, ließ der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die Verhandlungen platzen und entschied sich für die CDU als neuen Koalitionspartner. 2013 begannen die Bauarbeiten zwischen dem Dreieck Neukölln und dem Treptower Park.

Positionen der Parteien zum 17. Bauabschnitt vor der Wahl

  • SPD

  • CDU

  • Grüne

  • Linke

  • Piraten

  • AfD

  • FDP

Beitrag von Sarah Mühlberger

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