Syrische Flüchtlingskinder am Fenster einer Flüchtlingsunterkunft (Quelle: dpa/Muhammed Muheisen)

Flüchtlingszahlen 2016 - Weniger Menschen suchen in Deutschland Zuflucht

Die Zahl der Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Bundesweit wurden 280.000 Asylsuchende registriert; 2015 waren es mehr als dreimal so viel. Auch Berlin und Brandenburg mussten weniger Flüchtlinge aufnehmen.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchten, deutlich zurückgegangen. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte, kamen 2016 rund 280.000 Flüchtlinge nach Deutschland. 2015 sind es dagegen noch rund 890.000 Asylsuchende gewesen, also etwa drei mal so viele. Die Angaben beruhen auf vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Auch in Berlin rückläufige Zahlen

Auch Berlin hat im vergangenen Jahr sehr viel weniger Flüchtlinge aufgenommen als im Jahr davor. Während 2015 noch etwa 55.000 Aslysuchende nach Berlin kamen, waren es 2016 nur noch knapp 17.000, also etwa ein Drittel des Vorjahres. Das teilte die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales am Mittwoch in Berlin mit. Im sogenannten Königsteiner Schlüssel ist festgelegt, wie viele Asylsuchende ein Bundesland aufnehmen muss. Entscheidend dafür sind die Steuereinnahmen eines Landes sowie die Bevölkerungszahlen.

In Berlin werden derzeit noch immer 17 Turnhallen als Notunterkünfte für Flüchtlinge genutzt. Der Senat kündigte in seinem 100-Tage-Programm an, bis Ende März alle Turnhallen freizuziehen. Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) hatte mithilfe einer Verordnung zur Gefahrenabwehr bereits vor dem Jahreswechsel erste Schritte dazu eingeleitet. In der Folge konnten rund 20 der ursprünglich als Notunterkünfte genutzten Turnhallen wieder für ihrem ursprünglichen Zweck genutzt werden.

Brandenburger Zahlen kommen erst am Donnerstag

Auch für Brandenburg kann von rückläufigen Flüchtlingszahlen ausgegangen werden, allerdings werden diese erst am Donnerstag, nach der Sitzung des Innenausschusses, veröffentlicht. Zuvor wolle Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) die Abgeordneten informieren, sagte Schröters Sprecher Ingo Decker rbb|24 am Mittwoch.

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(Quelle: dpa/Burgi)

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