Füchse-Trainer Velimir Petkovic (Quelle: imago/nordphoto)

Nach Remis am Mittwoch - Füchse-Gegner Melsungen legt Einspruch ein

In der Handball-Bundesliga haben die Berliner Füchse die Chance versäumt, mit dem Tabellendritten Kiel nach Punkten gleichzuziehen. Das Auswärtsspiel bei der MT Melsungen endete am Mittwochabend mit einem 28:28-Unentschieden. Das Remis hat ein Nachspiel.

Die Füchse Berlin haben in der Handball-Bundesliga am Mittwochabend einen Auswärtssieg verpasst. Das Team von Trainer Velimir Petkovic kam bei der MT Melsungen nicht über ein 28:28 hinaus. Vor 4.300 Zuschauern war Hans Lindberg mit acht Treffern bester Werfer bei den Hauptstädtern.

Die Berliner versäumten damit die Möglichkeit, mit dem Tabellendritten THW Kiel nach Punkten gleichzuziehen. Der Rekordmeister konnte beim 23:23 gegen GWD Minden die zweite Heimpleite der Saison nur knapp abwenden.

Im zweiten Abschnitt den Faden verloren

Die Füchse machten sogleich klar, dass sie ihre Chance auf Platz drei nutzen wollen. Mit einer schnelle 3:0-Führung lief es bis zum  9:5 durch Lindberg nach Wunsch (14.). Melsungen zeigte Schwächen in der Abwehr und insgesamt zu wenig Intensität gegen defensiv kompakt stehende Gäste. Bedingt durch Zeitstrafen der Füchse kamen die Gastgeber dann auf 11:12 heran und glichen gar zum 13:13 aus (26.). Kurz vor der Pause nutzten die Füchse Unachtsamkeiten der Nordhessen aus und gingen mit einer 16:13-Führung in die Kabine.

Im zweiten Abschnitt nahmen Emotionen und Aggressivität zu. Melsungen setzte eigene Akzente und erschwerte den Füchsen das Angriffsspiel. Die Berliner blieben zwar in Führung, doch die Gastgeber ließen sich nicht abschütteln. Selbst ein Vier-Tore-Vorsprung zum 25:21 brachte bei den Berlinern nicht die nötige Sicherheit (47.). Der Ex-Berliner Johannes Sellin traf zum 26:26 für Melsungen (53.).

Melsungen legt Einspruch ein

Melsungen hat unterdessen Einspruch gegen die letzte Szene des Spiels angemeldet. Das sagte Geschäftsführer Axel Geerken im Anschluss an die hitzige Partie am späten Mittwochabend. "Wir werden anschließend entscheiden, ob wir ihn weiterverfolgen oder nicht", sagte Geerken. Berlins Nationalspieler Fabian Wiede soll kurz vor Schluss den Melsunger Jeffrey Boomhouwer bei der Ausführung eines Einwurfs behindert haben.

Johannes Sellin erzielte im Anschluss dennoch den vermeintlichen Siegtreffer für Melsungen - allerdings kurz nach der Schlusssirene. Das Tor zählte nicht mehr. "Ich habe den Ball ganz normal hinter mich auf den Boden gelegt. Ich weiß nicht, was das Problem ist", sagte Wiede zu der Szene bei Sport1. Im Anschluss an das Spiel war es zu tumultartigen Szenen gekommen, weil vor allem Füchse-Keeper Silvio Heinevetter bei den Unparteiischen protestierte.

Sendung: Antenne Brandenburg | 20.04.2017 | 07:40 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereKommentar-Regeln und Hilfe zu Kommentaren zum Kommentieren von Beiträgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Sebastian Polter breitet die Arme zum Jubel auf und schließt erleichtert die Augen

Zweite Liga: Union besiegt Kaiserslautern - Mit Wucht zur Wende

Union Berlin kann doch noch gewinnen - und wie! Die Köpenicker besiegten am Montag den 1. FC Kaiserslautern hochverdient mit 5:0 und begeisterten ihre Fans vor allem in der ersten Halbzeit mit Offensivfußball. Ein Traumtor von Stürmer Sebastian Polter leitete früh den Sieg ein.