Lausitzringvor DTM (Quelle: rbb/Andreas Friebel)
Audio: Antenne Brandenburg | 19.05.2017 | Holger Kessler

Motorsport - Tourenwagen-Masters ist zurück auf dem Lausitzring

Es ist das Motorsport-Highlight für den Lausitzring: Am Wochenende kehrt das "Deutsche Tourenwagen Masters" (DTM) auf die Rennstrecke zwischen Berlin und Dresden zurück. Rund 70.000 Motorsportfans werden ab Freitag erwartet. Von Andreas Friebel

Vorfreude macht sich breit bei Josef Meier. Der Geschäftsführer des Lausitzrings freut sich auf die kommenden Tage. "Der Vorverkauf lief sehr gut. Wir bewegen uns auf Vorjahresniveau. Und auch wenn es am Samstag vielleicht ein bisschen regnet, wird das ein großes Motorsportspektakel", sagt Meier.

Auer kommt als Spitzenreiter in die Lausitz

Zum zweiten Rennwochenende der Saison kommt Lucas Auer als Gesamtführender in die Lausitz. Der 22-jährige Österreicher hat gute Erinnerungen an die Strecke. Hier gelang ihm vor einem Jahr der erste Sieg beim DTM. "Der Lausitzring ist nicht unbedingt meine Lieblingsstrecke. Aber dort den ersten DTM-Sieg zu feiern, war schon etwas Großartiges. Wir haben vor dieser Saison aber einige Regeländerungen eingeführt. Deshalb muss es nicht unbedingt heißen, dass es wieder so gut läuft", so Auer.

Das ist neu beim Tourenwagen-Masters

Die Teilnehmerzahl wurde von 24 auf 18 reduziert, die drei Hersteller Audi, BMW und Mercedes mussten jeweils zwei Fahrer streichen. Die DTM-Wagen 2017 haben mehr Leistung und sind dementsprechend schneller als im Vorjahr. Dafür stellt der neue Reifen die Hersteller vor eine Herausforderung, weil er deutlich schneller abbaut. Außerdem wurde der Funkverkehr zwischen Auto und Box eingeschränkt, die Fahrer erhalten also weniger Informationen und müssen deutlich mehr eigene Entscheidungen treffen.

Weitere Änderungen: Jedes Rennen ist nun auf 55 Minuten und eine zusätzliche Runde angesetzt. Der Pflichtboxenstopp kann jederzeit eingelegt werden, und die ersten drei in der Qualifikation erhalten Meisterschaftspunkte.

Nicht alle neuen Regeln finden aber Zuspruch. Das gilt zum Beispiel für die Entscheidung, schon im Qualifying Punkte zu vergeben. ARD-Motorsport-Experte Nobert Haug findet: "Wenn du die Poleposition hast, dann hast du dir so viel verdient, dass du keinen zusätzlichen Lohn brauchst. Man kann aber auch die Meinung vertreten, wir vergeben Punkte im Qualifying, um da mehr den Focus drauf zu legen."

BMW klagt über den "Fluch des Lausitzringes"

Seit dem Jahr 2000 ist das Deutsche Tourenwagen-Masters auf dem Lausitzring jährlich zu Gast. 20 Rennen hat es in dieser Zeit gegeben, in denen die Mercedes-Fahrer mit zwölf Siegen glänzten. Der Lausitzring galt jahrelang als "Mercedes-Land". Doch Audi hat inzwischen etwas aufgeholt. 2015 gewann Jamie Green zum Beispiel beide Rennen. Sechs Siege stehen für die Ingolstädter in den Statistiken. Beim dritten Hersteller in der Rennserie, BMW, spricht man hingegen schon vom Fluch des Lausitzringes. Den letzten Erfolg holte Bruno Spengler 2012.

Lausitzring vor DTM 2017 (Quelle: rbb/Andreas Friebel)
Blick ins Fahrerlager auf dem Lausitzring

Tickets sind bereits ab 30 Euro zu haben

Zurück zur Gegenwart und zum Gesamtführenden Lucas Auer. Nach dem Saisonstart in Hockenheim hat er 40 Punkte in der Fahrerwertung gesammelt. "Natürlich werden die anderen jetzt versuchen zu kontern. Aber ich bin optimistisch, denn Mercedes ist auf dem Lausitzring immer stark gewesen", sagt Auer.

Doch nicht nur die DTM-Fahrer geben ab Freitag Vollgas. Die Besucher können sich auf ein großes Motorsportfestival freuen. Unter anderem sind auch die Sportwagen der "ADAC GT Masters" und der "Porsche Carrera Cup" dabei.

Beide DTM-Rennen werden von der ARD übertragen. Am Samstag ab 14.30 Uhr, am Sonntag ab 15 Uhr. Tickets für das Motorsport-Festival auf dem Lausitzring sind bereits ab 30 Euro zu haben.

Beitrag von Andreas Friebel

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