Ein Flugzeug von Air Berlin steht in der Wartungshalle des Flughafens in Düsseldorf (Quelle: Roland Weihrauch/dpa)
Video: Abendschau | 12.09.2017 | Kerstin Breinig

Fast jeder siebte Pilot hat sich krank gemeldet - Air Berlin droht jetzt offen mit Einstellung des Betriebs

Bei Air Berlin überschlugen sich am Dienstag die Ereignisse: Die Konzernspitze drohte offen mit der Einstellung des Betriebs. Zuvor hatten sich 200 Piloten der Fluglinie krank gemeldet. Allein am Flughafen Tegel fielen rund 100 Flüge aus. Und Mittwoch könnte es weitere Ausfälle geben.

Das Wichtigste im Überblick:
- Fast jeder 7. Pilot hat sich am Morgen krank gemeldet
- Großes Chaos in Tegel: Viele Flüge gestrichen
- Konzernspitze droht mit Einstellung des Betriebs
- Langstreckenpiloten befürchten vorzeitige Entlassung

Der Flugbetrieb bei Air Berlin steht möglicherweise auf der Kippe. Nach zahlreichen Flugausfällen durch Krankmeldungen von Piloten am Dienstag drohte die Konzernspitze damit, den Betrieb und die Sanierungsbemühungen einzustellen, sollte sich die Situation nicht kurzfristig ändern.

Man habe, so Air Berlin in einer Pressemitteilung, "überhaupt kein Verständnis für die zahlreichen kurzfristigen Krankmeldungen während des Crewbriefings unmittelbar vor dem Flug oder auf dem Weg zum Flugzeug". Der Tag koste "mehrere Millionen Euro" und finale Gespräche mit möglichen Investoren würden durch die Aktion gefährdet.

Heute ist ein Tag, der die Existenz der Air Berlin bedroht

Oliver Iffert - Operations Officer bei Air Berlin

Fast jeder siebte Pilot hat sich krank gemeldet

Laut einer Mitteilung von Air Berlin auf Nachfrage von rbb|24 vom Dienstagnachmittag seien bundesweit 110 Flüge ausgefallen. Eine Auswertung des Online-Flugplans am FlughafenTegel ergab 48 gestrichene Abflüge und 44 gestrichene Ankünfte allein in Berlin.

"Der Grund sind circa 200 Krankmeldungen von Piloten", hatte Unternehmenssprecher Ralf Kunkel zuvor mitgeteilt. Air Berlin hat rund 1.500 Piloten. Eine so hohe Zahl von Krankmeldungen sei absolut unüblich, hieß es. Nach aktualisierten Angaben des Unternehmens sind rund 12.000 Fluggäste von den Ausfällen betroffen.

In einer internen Mitteilung der Air Berlin, die der dpa vorliegt, wählte Oliver Iffert, der den Flugbetrieb von Air Berlin steuert, deutliche Worte: "Heute ist ein Tag, der die Existenz der Air Berlin bedroht." Für die Verhandlungen mit Interessenten über eine Übernahme von Teilen des Unternehmens seien die Ausfälle "pures Gift", ebenso für das Ziel, dabei so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.

Die Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" betonte, es handele sich um eine spontane Aktion der Piloten, die ganz ausdrücklich nicht auf eine Initiative von "Cockpit" zurückgehe. Ein Sprecher forderte die Piloten dazu auf, den Flugbetrieb sicher zu stellen.

Airline befürchtet auch am Mittwoch Ausfälle

Die Airline geht unterdessen davon aus, dass es auch am Mittwoch zu Flugausfällen kommen wird. "Für morgen liegen uns gegenwärtig 149 Krankmeldungen von Kapitänen und First Officers vor", schrieben Winkelmann sowie seine Vorstandskollegen Oliver Iffert und Martina Niemann am Dienstag. Das Schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

"Das bedeutet, dass uns am Mittwoch ein ähnliches operatives Desaster wie heute droht. Dies wird uns noch näher an den Abgrund bringen", schrieben Winkelmann, Iffert und Niemann weiter. "Wir laufen massiv Gefahr, den Investorenprozess, den wir mit dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung begonnen haben, nicht mehr zu einem möglichst positiven Ende zu führen." Um Investoren nicht zu verschrecken und möglichst viele Arbeitsplätze zu retten, sei es "entscheidend, den Flugbetrieb kurzfristig zu stabilisieren".

Ein Sprecher der Fluglinie bestätigte, dass es erneut Flugstreichungen geben werde. Genauere Angaben könnten aber erst am Mittwochmorgen bekanntgegeben werden.

Aufgrund gestrichener Flüge von AirBerlin stauen sich wartenden Menschen am 12.09.2107 im Flughafen Tegel(Quelle: rbb/Sabine Dahl)
Zahlreiche gestrichene Air-Berlin-Flüge sorgen für Gedränge im Flughafen Tegel

Chaotische Situation am Flughafen Tegel

Am Flughafen Tegel war die Situation am Dienstag "äußerst chaotisch", berichtete rbb-Reporterin Sabine Dahl. "Auf der Abflug-Anzeige ist jeder zweite bis dritte Flug gestrichen", so Dahl. Desorientierte Menschen zögen ihre Koffer durch Terminal C des Flughafens. "Es ist niemand hier, der helfen kann oder informiert", sagt die Reporterin. Die normalen Abfertigungsschalter seien zwar besetzt, aber da komme nur hin, wer ein gültiges Flugticket vorweise.

Am Service-Schalter, an dem drei Air Berlin-Mitarbeiterin säßen, hatte sich eine "gigantische Schlange" von etwa 200 Menschen gebildet, die ihre Flüge umbuchen müssten.

Pilotengewerkschaft fürchtet um Zukunft der Piloten

Die offenbar konzertierte Krankmeldung der Piloten hängt damit zusammen, dass viele von ihnen fürchten, ihre Jobs zu verlieren. Ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), Ilja Schulz, äußerte konkret die Befürchtung, dass der Insolvenzverwalter insbesondere die gut bezahlten Langstreckenpiloten loswerden wolle, bevor es zu einer Übergabe von Betriebsteilen komme.

Ein Indiz dafür sei, dass die Preise für Air Berlin-Langstrecken-Flüge enorm angehoben werden sollen. "Die Langstrecke soll so unattraktiv gemacht werden, dass sie noch vor der Übernahme eingestampft werden kann," befürchtet Schulz. Dann könnten die gut bezahlten Piloten entlassen werden, damit der neue Arbeitgeber billigere Arbeitskräfte einstellen kann. "Die Braut wird quasi für die Hochzeit hübsch gemacht. Das ist ein Skandal, den wir uns so nicht bieten lassen", sagte Schulz. 

Eine kollektive Krankmeldung ist nach Einschätzung des Berliner Arbeitsrechtlers Robert von Steinau-Steinrück rechtlich unzulässig. Der Arbeitgeber habe aber wenig Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren.

"Wir bedauern die Unannehmlichkeiten"

Gestrichen warem neben innerdeutschen Verbindungen von Berlin aus auch internationale Flüge zu Destinationen wie Göteborg, Kopenhagen oder Miami.

"Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Gäste", sagte eine Sprecherin am Dienstagmorgen. Das Unternehmen bat Passagiere, vor der Anfahrt zum Flughafen den Status ihres Fluges auf der Website der Airline zu prüfen oder sich über eine Hotline (01806 334 334) zu informieren. Reisende, die von Streichungen betroffen seien, solle die "bestmögliche Reisealternative" angeboten werden.

Anfang der Woche hatte Air Berlin angekündigt, ab dem 25. September sein Karibik-Flugprogramm ab Düsseldorf zu beenden und die Streichung von USA-Flügen vorzuziehen. Grund dafür war, dass ein Leasingunternehmen mehrere A330 Maschinen zurückhaben wollte.

In den vergangenen Wochen war vielfach über Flugausfälle bei Air Berlin berichtet worden. Auch Anfang September konnten Kunden ihren ursprünglich gebuchten Flug nicht antreten.

Bieterfrist endet am 15. September

Air Berlin hat Mitte August Insolvenz angemeldet. Die Bieterfrist für die Airline endet am Freitag. Am vergangenen Sonntag hatte der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl offiziell ein Gebot eingereicht. Er bietet bis zu einer halben Milliarde für die Komplettübernahme der insolventen Fluggesellschaft.

Kommentar

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24 Kommentare

  1. 24.

    Jahrelang wurde das Unternehmen von einem viel zu großen Wasserkopf durch Fehler und Misswirtschaft dahin gebracht, wo es heute steht. Die Mitarbeiter haben in diesem Sommer weit mehr geleistet, als sie hätten leisten müssen (Gepäcksortierung in der Freizeit, entstandene Kosten aus eigener Tasche bezahlt...). Und nun wird sich aufgeregt, wenn ein Teil der Belegschaft gegen den offensichtlichen Abbau ihrer Stellen Maßnahmen ergreift? Herr Dobrindt hat während seiner Amtszeit als Verkehrsminister nur als Mäzen der Konzerne geglänzt und kritisiert nun die Piloten für ihr Vorgehen. Diese Insolvenz war von Anfang an hausgemacht und geplant. Das Unternehmen sollte nie "optimiert" oder "umstrukturiert" werden. Es wurde für den Übernahmeprozess vorbereitet. Die Krankmeldungen sind doch jetzt nicht das Zünglein an der Waage, die das Unternehmen in seiner Existenz bedrohen. Da sollte man lieber Jahre zurück schauen und den schwarzen Peter nicht den Piloten zuschieben.

  2. 23.

    Die Airline war bereits viele Jahre zuvor in der Schieflage und wurde nur durch den Einstieg von Etihad am Leben gehalten - wie ein zum Sterben verurteilter Patient, der am lebensverlängernden Tropf hängt.
    Etihad zieht sich zurück, die Insolvenz wird in Eigenregie beantragt und der Staat triit mit unseren Steuergeldern dafür ein, dass die Billigfliegermenschen auch fliegen können, da mit dem Steuergeld der Betrieb am Leben erhalten wird - da sind keine Gehälter enthalten!
    Wer die AB-Geschichte mit wachem Sinn verfolgt hat, dem war diese Entwicklung klar - und nun ist es so.
    Mir tun die Leute leid, die nicht fliegen können - mir tun auch die Beschäftigten der AB leid - inkl. der jetzt kranken Pioten - denen ihre Existenz auf tönernen Füßen stehen.
    Mir geht das Gedisse der Piloten auf den Nerv - dann fliegt doch mit Linie und macht keinen Billigurlaub mehr - dann können alle davon leben - diese Billigreiserei macht alles kaputt.
    PENG - Knall gehört?

  3. 22.

    Lieber Kapitän "Neo" von AB: wieder streiken 150 Piloten "wild". Arbeitsrechtler und Gewerkschaften sprechen sich eindeutig gegen diesen rechtswidrigen Streik aus. Denken Sie auch nur einmal an Passagiere, welche in Ihren verdienten Urlaub reisen wollen? Wenn es hart auf hart kommt, bekommen diese nicht mal Ihr Geld zurück!
    Denken Sie auch daran, dass auch irgendwann die Namen der "Blaumacher" herauskommen. Glauben Sie allenernstes, diese erhalten bei einer neuen Fluggesellschaften einen Job? Never ever!

  4. 21.

    @mike: Mir tut es leid zu hören, dass Ihr sicher mühsam erarbeiter Urlaub bei dieser Situation in Mitleidenschaft gezogen wird. Trotzdem, ich habe auch Verständnis für Arbeitnehmer, die nach monatelanger Misere nicht mehr das Vertrauen in Ihren Arbeitgeber haben und nicht auch noch eifrig weiterarbeiten, obwohl ein Jobverlust sehr wahrscheinlich ist. Was würden Sie tun, heroisch weiterarbeiten und dafür sorgen das der ein oder andere high-level Manager vielleicht sogar noch einen fetten Bonus bei einem Verkauf bekommt? Aus meiner Sicht sind nicht endlich konsequenten Angestellten diejenigen, die dieses Unternehmen in die Insolvenz getrieben haben.

  5. 20.

    @moabit: Ok, klar Piloten sind sicherlich nicht Arbeitnehmer aus dem Niedriglohnsektor und sicherlich hat z.B. eine junge Stewardess in Ausbildung viel deutlicher und direkter finanziell unter etwaiger Eskalation in dieser Situation zu leiden... Aber wieso wird hier Arbeitnehmer1 gegen Arbeitnehmer2 in Stellung gebracht und diese Polarisierung auf dem Rücken von abhängig Beschäftigten befeuert? Wer ist denn verantwortlich für die Insolvenz bei airberlin? Sind das tatsächlich die Mitarbeiter, die nun versuchen (durch Arbeitsverweigerung) sich irgendwie zu wehren, um an den schlechten Aussichten nicht auch noch eifrig mitzuarbeiten? Ich frage mich ernsthaft wie meine persönliche Arbeitsmotivation in dieser Situation aussähe, wo doch jedem Beschäftigten bei airberlin klar sein muss, dass er evtl. schon sehr bald (egal, wie er sich aktuell verhält), keinen Job mehr hat. Das Märchen von Loyalität & Züruckstecken in der Krise wird letztlich durch den Arbeitgeber sicher belohnt - glaubt daran noch jmd?

  6. 19.

    Die Airline war bereits viele Jahre zuvor in der Schieflage und wurde nur durch den Einstieg von Etihad am Leben gehalten - wie ein zum Sterben verurteilter Patient, der am lebensverlängernden Tropf hängt.
    Etihad zieht sich zurück, die Insolvenz wird in Eigenregie beantragt und der Staat triit mit unseren Steuergeldern dafür ein, dass die Billigfliegermenschen auch fliegen können, da mit dem Steuergeld der Betrieb am Leben erhalten wird - da sind keine Gehälter enthalten!
    Wer die AB-Geschichte mit wachem Sinn verfolgt hat, dem war diese Entwicklung klar - und nun ist es so.
    Mir tun die Leute leid, die nicht fliegen können - mir tun auch die Beschäftigten der AB leid - inkl. der jetzt kranken Pioten - denen ihre Existenz auf tönernen Füßen stehen.
    Mir geht das Gedisse der Piloten auf den Nerv - dann fliegt doch mit Linie und macht keinen Billigurlaub mehr - dann können alle davon leben - diese Billigreiserei macht alles kaputt.
    PENG - haben Sie den Knall gehört?

  7. 18.

    Mir scheint, hier haben weit mehr als angenommen den Knall nicht gehört. Es geht nicht um die Billigheimer-Reisenden, die für lau reisen wollen und dadurch die Löhne drücken. Es geht nicht um Winkelmann und Co., die sich fette Gehälter einstecken. Unter anderen Umständen wäre die Wut darauf verständlich. Es geht um eine Airline, die ums Überleben kämpf, es geht um ca. 8500 Mitarbeiter, deren Existenz von einer - im Vergleich dazu - handvoll Piloten aufs Spiel gesetzt wird: wer bucht denn jetzt noch Flüge mit airberlin? Wer tritt denn jetzt noch ruhigen Gewissens seine Fahrt zum Flughafen an um mit airberlin zu fliegen ? Wer ist denn jetzt noch an einer maroden Airline interessiert, der die eigenen Mitarbeiter, die zudem zu den am besten verdienenden gehören, in den Rücken fällt. Solche Kollegen-Sch... will doch keiner übernehmen.
    Am besten ist die Aussage von Cockpit: die Pilotengewerkschaft fürchtet um die Zukunft der Piloten. Wunderbar: wenn airberlin gegroundet wird, ist die Zukunft der Piloten klar: Arbeitsamt. Aber schimpfen wir nicht zu sehr auf die armen (wirklich im wirtschaftlichen Sinne) Piloten, sie sind krank... nur was steht auf Ihrer AU? Ich spreche es nicht aus, sonst sehe ich noch Geister... und werde auch krank.

  8. 17.

    Hört doch alle auf zu meckern!
    Ihr wolltet doch alle so billig fliegen und nun haltet bitte die Füße still.
    Dieses Gejammere von Euch (pfennigfuchsenden) Passagieren kann ich nicht mehr lesen.
    Die Mitarbeiter der Fluggesellschaft bekommen hingegen mein Beileid.
    Dass sie bis jetzt überhaupt noch zum Dienst angetreten sind sollte man schätzen!
    Bitte hört auf Arbeitnehmer nur als "Nutzvieh" zu sehen. Da ist ja furchtbar.
    Ein Teil unserer Gesellschaft scheint augenscheinlich gänzlich den Respekt vor einigen Berufen verloren zu haben.
    Da wird mit Vorurteilen die von Borniertheit nur so triefen gegen z.b. Piloten, Lokführern, Lehrern und Pflegern gewettert, wie es schlimmer nicht mehr geht!
    Ich könnte jetzt noch mit Flix-Bus weiter machen, aber dann würd´ ich mich wohl wiederholen.
    Doch das wäre wahrscheinlich nicht schlimm, denn nur so kapiert es auch der Voreingenommenste Bürger.
    Aber ich wills mir sparen ... will ja nicht meine Lebenszeit noch weiter damit vergeuden.

    Tschüss!

  9. 16.

    Denkt auch einer mal an die betroffenen Piloten, ob durchhaltend oder arbeitsdunfähig?
    Die Reisenden haben Recht und Gesetz hinter sich - Ausfälle sind nie schön und auch verdammt ärgerlich.
    Wer offenen Auges durch die Welt geht, der wusste sicher lange vor der aktuellen Situation, dass AB nur noch durch Etihad am Leben gehalten wurde. Die hingen am Tropf.
    Aber es gibt ja auch die Mär der Lemminge - die massenhaft in den Abgrund gehen, weil´s einer bestimmt - so sehe ich jetzt die AIrline als solches, aber auch die davon betroffenen Passagiere. Immer weitermachen - koste es was es wolle.
    Alle Betroffenen auf beiden Seiten tun mir leid, aber dafür gibt´s ja die Staatsbürgschaft, die mit unseren Steuern bezahlt, den Passagieren die Garantie auf den Flug gewährt - also: so what...... es geht doch weiter......

  10. 15.

    Eine Krankmeldung ist eine Feststellung vom Arzt.Hier möchte ich mal die Bonzen dieser Airline hören wie sie das vor einem Arbeitsgericht als wilden Streik abtun wollen. Diese Airline ist u.bleibt ein unsoziales Unternehmen und erhält nun den berechtigten" Schlag ins Gesicht".

  11. 14.

    Ja die armen Piloten. Aber wer denkt bitte an die Reisenden, die wie ich lange für ein Urlaub sparen mussten. Und jetzt um ihren Urlaub bangen müssen.

  12. 13.

    Versetzen Sie sich mal in die Situation der MENSCHEN, die dahinter stecken.
    200 Piloten als Blaumacher zu bezeichnen, finde ich, ohne die realen Gründe dafür zu kennen, ziemlich arrogant - lesen Sie sich doch bitte mal die einschlägigen Bestimmungen für fliegendes Personal durch, bevor Sie Ihre Fahne so weit in den Wind halten.
    Als die Berliner Öffis krachen gingen aufgrund gehäufter Krankmeldungen wurde niemand in dieser Art beschimpft und verspottet.
    Aber das ist scheinbar die Reaktion von Leuten, die nur Geiz ohne Rücksicht kennen - die Billigheimerticketkunden - die bringen zwar massenhaft Kohle, aber auch Minuseinnahmen und das lässt die Airline den Bach heruntergehen, abgesehen vom Management.
    Rechnen Sie bitte mal vor, wie mit Ticket im Billigsegment dauerhaft ein profitabler Betrieb aufrecht erhalten werden kann, wenn Angestellte entsprechend zu entlohnen sind.
    Und eins noch: die Airberliner Angestellten sind KEINE Großverdiener, wie es gerne kolportiert wird.

  13. 12.

    Natürlich ist das kein Streik. Wenn 200 Piloten auf einmal krank werden, ist das ein wilder Streik. Alles andere ist hier hanebüchend!
    Übrigens können Kunden dies kritisieren, immerhin sorgen diese für Umsatz, aus denen auch die Gehälter der Blaumacher bezahlt werden. PUNKT

  14. 10.

    Jeder, der meint, die Piloten jetzt zu misskredetieren, kann wohl kaum ermessen wie es ist, nicht zu wissen, wann die Existenz krachen geht - von wegen Bestverdiener - die Vorredner sollen doch bitte mal diese Behauptung mit Wissen unterlegen.
    Jeder Pilot ist übrigens gem. der geltenden EASA Medicalrichtlinien dazu verpfichtet, sich umgehend krank zu melden, wenn die Flugtauglichkeit aufgrund Erkrankung nicht gegeben ist. DAS hat oberste Priorität - hier sofort von einem "Streik" durch Krankheit zu reden ist hanebüchen.
    Ich empfinde eher Respekt für die Piloten, die sich an die Regelung halten und / oder weiterfliegen oder eben aus den vorgenannten Gründen den Arzt aufsuchen.
    Jeder Billigpassagier hat jetzt das Nachsehen - das tut mir zwar leid, aber diese Masse derer hat dazu beigetragen, eine Airline in die roten Zahlen zu jagen.
    Jeder Markt reguliert sich selbst, jetzt ist es soweit. Mir tut nur das Personal leid und das, deren Flieger als Subunternehmer für AirBerlin fliegt

  15. 9.

    Klassisches Eigentor in zweierlei Hinsicht für die Damen und Herren Piloten:
    1. noch weniger Buchungen von Kunden!
    2. so ein wilder Streik ist die schlechteste Bewerbung für einen potentiellen neuen Arbeitgeber!
    Mir fehlt jedenfalls jegliches Verständnis für eine unüberlegte und dümmliche Arbeitsniederlegung.

  16. 8.

    Das Service-Center ist nicht erreichbar und somit können keine "bestmöglichen Reisemöglichkeiten" erfragt werden. Jeder Anruf beim Service-Center ist übrigens kostenpflichtig!

  17. 7.

    Hauptsache Herr Winkelmann hat sein Gehalt durch eine Bankgarantie abgesichert.....Wo war da die große Aufregung!?
    Ein langjähriger Lufthansa-Manager geht Anfang des Jahres zum Konkurenten um genau das vorzubereiten, was jetzt stattfinden soll - aber unsere Medienlandschaft, Politik etc...finden das alles RICHtIG!? Kopfschütteln....

    Laut Herrn Spohr geht es der Lufthansa seit Jahren sooooo schlecht, dass er u.a. die Gehälter der Piloten kürzen muss usw.....Herr Spohr hat sich im Jahre 2015 ein fette Gehaltserhöhung genehmigt und die Zahlen der letzten Jahre spiegeln auch nicht das wider, aber was solls.....Ist ja ein gutes deutsches Unternehmen, welches, wenn es sich nach dieser ganzen Farce die Filetstücke von Airberlin gesichert hat und die Ticketpreise erhöhen wird.....Aber hauptsache alle schimpfen jetzt auf die bösen Piloten....

    Man Leute wacht endlich auf!!

  18. 6.

    Damit Billigreisende auch weiterhin Schlange stehen u.darauf hoffen dürfen für 1-2 Wochen z.b.Mallorca unsicher machen können?Jeder vernünftige Mensch reist doch nicht mehr mit dieser Airline.Diesen Piloten ist zu Danken u.nicht zu verunglimpfen.Klar haben jetzt die Flugbucher hier das Nachsehen.

  19. 5.

    Kostenlos arbeiten ? Wohl kaum. Ihr Kommentar ist nicht durchdacht und primitiv. Die zahlenden Fluggäste sind die Leidtragenden.

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