Streik an der Charité (Quelle: rbb/Annette Miersch)
Audio: rbb | 13.09.2017 | Ute Schuhmacher

Operationen fallen vermutlich aus - Charité richtet sich auf Streik am Montag ein

Alle Beschäftigten an allen Charité-Standorten sind am Montag zum Streik aufgerufen. Die Charité rechnet damit, dass Operationen ausfallen müssen. Hintergrund ist der Tarifstreit um das Pflegepersonal.

Mitarbeiter und Patienten der Berliner Charité müssen sich auf einen umfangreichen Streik  einstellen. Im Tarifstreit um das Pflegepersonal hat die Gewerkschaft Verdi für Montag alle Beschäftigten an allen Charité-Standorten mit Frühschichtbeginn zur ganztägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Zur Art und Dauer des Streiks seien noch keine Details bekannt, sagte der ärztliche
Direktor Ulrich Frei am Mittwoch. Er geht davon aus, dass geplante Operationen ausfallen müssen und alle Standorte des Klinikums betroffen sein werden.

Zuletzt waren Charité-Pfleger am 8. August in den Warnstreik getreten, 40 Operationen fielen damals aus.

Hintergrund der Proteste der 2016 abgeschlossene Tarifvertrag, der einen Personalzuwachs und Mindestbesetzungen auf Stationen vorsah. Verdi hat den Vertrag wegen Mängeln bei der Umsetzung auslaufen lassen und drängt auf eine Weiterentwicklung. Die Charité schließt das Festschreiben einklagbarer Soll-Schichtbesetzungen allerdings aus, wie Frei sagte.

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