Ein Passagierflugzeug der österreichischen Fluggesellschaft Niki (Quelle: dpa/Wolfgang Mendorf)

100 Millionen für 51 Prozent - Niki Lauda will mit Condor für Air Berlin bieten

Der frühere Formel-Eins-Rennfahrer Niki Lauda will zusammen mit der Fluggesellschaft Condor 100 Millionen Euro bieten, um Teile von Air Berlin zu übernehmen. Er will wohl 51 Prozent des künftigen Konsortiums halten - und nur touristische Ziele anfliegen.   

Der Unternehmer Niki Lauda will zusammen mit Thomas Cook und dessen Tochter Condor etwa 100 Millionen Euro für Teile von Air Berlin bieten. Das kündigte Lauda im Österreichischen Rundfunk (ORF) an. Genaueres hänge von den Details ab, sagte er weiter.

Wie Lauda darüber hinaus bereits am Mittwoch der österreichischen Zeitung "Kurier" sagte, will er an dem Konsortium 51 Prozent der Anteile halten. Ein Sprecher des Reisekonzerns Thomas Cook wiederholte, man sei zusammen mit Condor bereit, eine aktive Rolle bei der Restrukturierung von Air Berlin und der Tochter Niki zu spielen. Es würden alle Optionen geprüft.

Nur noch nach Mallorca und Co.

Air Berlin ist seit Mitte August pleite und kann nur dank eines Staatskredits über 150 Millionen Euro weiterfliegen. Interessenten können bis Freitag dieser Woche ein Kaufangebot für den Konzern oder Teile davon einreichen.

Laut dem Blatt wollen Lauda und seine Partner neben der von dem Ex-Rennfahrer selbst gegründeten Air-Berlin-Tochter Niki zusätzlich 17 Maschinen von Air Berlin übernehmen und mit der Flotte ausschließlich touristische Ziele anfliegen.

Auch chinesischer Unternehmer interessiert

Am Freitag ist der letzte Tag der Bieterfrist für Air Berlin. Zu den Interessenten gehören etwa die Lufthansa und der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl, der nach eigenen Angaben bis zu einer halben Milliarde Euro bieten will. Als möglicher Käufer gilt ebenso die Billigairline Easyjet, Insidern zufolge aaber auch das chinesische Unternehmen Link Global, das den Flughafen Schwerin/Parchim betreibt.

Sendung: Inforadio, 14.09.2017, 7.15 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Nur noch touristische Ziele anzufliegen wäre sinnvoll. So war es ja in den Anfängen einstmals von Airberlin, bevor man regelrecht größenwahnsinnig wurde und alles aufkaufte, wie z.B. die LTU. Na warten wir mal ab wer nach dem Bieterende zum Zuge kommt.

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