Der Filmregisseur Christian Petzold (Quelle: Imago)
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Filmwirtschaft - Christian Petzold bekommt Murnau-Filmpreis

Mit "Die innere Sicherheit", "Yella" und "Gespenster", also der Gespenster-Triologie, gehört der Berliner Filmemacher Christian Petzold bereits jetzt zum Film-Kanon der Nachwendezeit. Nun erfährt der Regisseur eine der größten Ehrungen der deutschen Filmwelt.

Der Bielefelder "Friedrich Wilhelm Murnau"-Filmpreis geht in diesem Jahr an den Berliner Filmregisseur Christian Petzold. Der Preisträger werde die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 2. Juli in Bielefeld entgegennehmen, teilten die Veranstalter am Montag mit.

Jury lobt Petzolds "intellektuelle Tiefenbohrung"

Der 1960 geborene Petzold sei "einer der eigenwilligsten Autorenfilmer" und genieße weit über Deutschland hinaus hohes Renommee. Statt "glattpolierter Oberflächlichkeit" gehe es ihm immer um die "intellektuelle Tiefenbohrung".

Petzold drehte zwischen 2002 und 2007 die sogenannte "Gespenster-Trilogie" mit den Filmen "Die innere Sicherheit", "Gespenster" und "Yella". In dem 2014 entstandenen Streifen "Phoenix" mit Nina Hoss in der Hauptrolle als Wiedergängerin zeige sich Petzold als Bewunderer und Kenner der US-amerikanischen wie der europäischen Filmgeschichte. Insgesamt umfasst sein Werk 14 Filme, darunter sieben für das Fernsehen.

Der "Friedrich Wilhelm Murnau"-Filmpreis wird alle zwei Jahre verliehen. Letzte Preisträgerin war die belgische Filmemacherin Chantal Akerman. Zuvor ging die Auszeichnung unter anderem an die Regisseure Aki Kaurismäki, Werner Herzog, Herbert Achternbusch und Wim Wenders. Geschaffen wurde der Preis im Jahr 1988 zum 100. Geburtstag des in Bielefeld geborenen Filmregisseurs Friedrich Wilhelm Murnau.

Sendung: Kulturradio, 29.05.2017, 20 Uhr

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