Die Skulptur "Monument" des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni steht auf dem Neumarkt in Dresden (Quelle: Sebastian Kahnert / dpa)
Bild: dpa-Zentralbild

Anlässlich des "Herbstsalons" des Maxim-Gorki-Theaters - Skulptur "Monument" gastiert vor dem Brandenburger Tor

Die Skulptur "Monument" des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbounis wird anlässlich des 3. Herbstsalons des Maxim Gorkis Theater vom 11. bis 26. November vor dem Brandenburger Tor stehen. Die Installation besteht aus drei hochkant stehenden, ausrangierten Bussen. Sie symbolisieren die Barrikaden aus Bussen, die Zivilisten 2015 während der Kampfhandlungen in Aleppo aufgerichtet hatten, um die Stadtbewohner vor Scharfschützen abzuschirmen.

Skulptur löste in Dresden Proteste aus

Schirmherr der temporären Skulptur ist Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Das Monument solle mahnen, dass die erkämpften Freiheitsrechte nicht selbstverständlich seien, sagte Lederer. "Es soll uns in Gespräche und Austausch bringen darüber, wie Zerstörung, Leid und Krieg überwunden werden können und Versöhnung möglich ist."

Die Skultpur stand von Anfang Februar bis April 2017 vor der Dresdner Frauenkirche. Dort gab es massive Proteste gegen das Bus-Monument. Insbesondere Anhänger der Pegida-Bewegung sahen das Gedenken gestört, mit dem am 13. Februar an die Zerstörung der sächsischen Metropole erinnert werden sollte. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) wurde massiv angegriffen, bis hin zu Morddrohungen.

Nach dem planmäßigen Abbau Anfang April wurde das Kunstwerk von der Bundeswehr nach Berlin transportiert und zunächst hier eingelagert.

Motto: "Desintegriert Euch!"

Das Maxim Gorki Theater stellt im Rahmen des Herbstsalons noch weitere zeitgenössisches Kunstwerke von rund 100 nationalen und internationalen Künstlerin aus, unter anderem im Palais am Festungsgraben und im Kronprinzenpalais. Das Motto lautet "Desintegriert Euch!", Ausstellungsorte sind neben dem Maxim Gorki Theater auch das Palais am Festungsgraben und das Kronprinzenpalais.

Das Monument geht auf Reisen

Sendung: Abendschau, 11.09.2017, 19:30 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Die Busse in Aleppo wurden eben nicht von Zivilisten aufgestellt, sondern von Ahrar ash-Sham. Diese Gruppe wurde übrigens vom Verfassungsschutz als Terror-Organisation eingestuft und gehört laut Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zum islamistisch-salafistischen Spektrum des Aufstandes!

  2. 3.

    ...wer trägt die Kosten? Saniert lieber ein paar Schultoiletten für das Geld!
    Darüber freuen sich bestimmt viel mehr MenschInnen :-)

  3. 2.

    Meine Meinung dazu: Kunst "braucht" kein Mensch.
    Genau deshalb ist sie sinnvoll und nicht bloß vordergründig nutzbringend.

  4. 1.

    Wer braucht denn so etwas. Ich finde den Zusammenhang unmöglich.

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