Ein Straßenmusiker steht an der Berliner East Side Gallery (Quelle:dpa/Jens Kalaene)
Bild: dpa-Zentralbild

Straßenmusiker in Berlin - Funk und Rock von der Straßeninsel

Sie sind aus Berlins Stadtbild kaum wegzudenken: Straßenmusiker. Manche nerven, andere sind so gut, dass man gerne länger stehenbleibt um ihnen zuzuhören. Wer sind diese Leute, die in U-Bahnhöfen, auf Verkehrsinseln oder in der Fußgängerzone spielen? Von Ute Barthel

Der Straßen-Rapper Infidelix (Quelle: rbb/Abendschau)
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Infidelix: Für diesen Rapper ist die Straße ein Erfolgskonzept

Der texanische Street-Rapper Infidelix hat eines Tages sein Leben geändert. In Europa suchte er den Erfolg als Straßenmusiker – und fand ihn auch. Mittlerweile tourt er mit Konzerten durch Deutschland, hat ein Label, verkauft seine CD – und spielt trotzdem auf der Straße. Warum? Infidelix sieht darin eine Chance für wichtige Begegnungen, die seinen Weg als Musiker beeinflussen könnten. Für ihn ist HipHop genau die richtige Musik für die Straße, ab und an singen sogar andere Rapper mit.  

Ruperts Kitchen Orchestra (Quelle: rbb/Abendschau)
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Ruperts Kitchen Orchestra: Hauptsache Live!

Die Berliner Band Ruperts Kitchen Orchestra spielt seit neun Jahren überall: auf Straßeninseln, Geburtstagen, Firmenevents und auf der Berlinale. Hauptsache live! Die Musiker mögen es, Fußgänger zu überraschen – und versenden CDs auf Spendenbasis. Sie haben nur einen Tag der Woche frei. Ansonsten proben sie, entwickeln neue Stücke und spielen. Meist gibt es viel Applaus, aber wenig Geld.

Genehmigung für Musiker: Frühaufstehen für die Spielerlaubnis

Musiker, die in U- und S-Bahnhöfen spielen wollen, müssen am Leopoldplatz ihre Genehmigungen dafür kaufen. Da es beliebte und weniger beliebte Bahnhöfe gibt, muss man früh aufstehen, um gute Linien abzugreifen. Doch die Musiker haben sich ein überraschendes Verfahren ausgedacht, wie die Linien verteilt werden, damit auch Längerschläfer zum Zuge kommen.

Dikumbi - Jazz im U-Bahnhof

Studentin Isabelle spielt eine Mischung aus Jazz und brasilianischer Musik. Sie stammt aus Leipzig und lebt seit zehn Jahren in Berlin. Isabelle Riviera ist Frühaufsteherin und Sängerin: Für eine Karriere als Straßenmusikerin in Berlin sind das keine schlechten Voraussetzungen. Passend dazu hat sie auch ihren Künstlernamen gewählt. Dikumbi ist angolanisch und bedeutet aufgehende Sonne.  

Theleneous Armadillo: Vom Trockenbauer zum Straßenperformer

Dieser Mann ist kein Straßenmusiker, sondern eher ein Straßenperformer. Vielleicht hängt das auch mit seinem früheren Beruf als Trockenbauer zusammen, denn er bastelt sich seine Musikinstrumente selbst. Aus Abflussrohren werden Didgeridoos. Dabei kommt der Musiker gar nicht aus Australien, sondern aus den USA.

Beitrag von Ute Barthel, Abendschau

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