Grizzly Bear Konzert (Quelle: mago/GlobalImagens)
Audio: Inforadio | 13.10.2017 | Magdalena Bienert | Bild: mago/GlobalImagens

Konzertkritik | Grizzly Bear im Huxleys - Ein hölzern tanzender Sänger und seine drei Nerds

Fünf Jahre war es ruhig um das New Yorker Quartett Grizzly Bear. Jetzt sind sie mit neuem Album auf Tour und haben dabei im Berliner Huxleys Halt gemacht. Bei Magdalena Bienert ist der Funke nicht so recht übergesprungen.

Fünf Jahre Pause sind eine lange Zeit im Popgeschäft. Grizzly Bear spielen zwar im ausverkauften Huxleys, waren aber ursprünglich für die doppelt so große Columbiahalle gebucht worden. Geschenkt.

Band und Publikum grooven sich eher langsam ein. Die Bühne ist genauso raffiniert dekoriert wie manche Klangflächen der New Yorker. Es hängen zwei sehr knittrige Dreiecke aus Gaze rechts und links, die die Bühne einrahmen und je nach Lichteinfall, wie gefrorener Nebel wirken oder sie verwandeln die Bühne in eine mystische Grotte und lassen die vier Musiker wie vor schroffen Felswänden spielen.  

Man muss sich konzentrieren

Wenn die Connection zwischen Band und Publikum nicht abreißt, verlieren sich die Fans in den ausgetüftelten Songs, Businesshemden wiegen sanft in den Melodien und Parkas pflücken Töne aus der Luft.

Es ist eine Konzentrationssache, von beiden Seiten. Wer sich nicht reinfühlen will in die schwurbelige Musik, sieht statt graublauer Felsformationen nur olle Spinnweben am Bühnenrand, einen hölzern tanzenden Sänger, nebst drei Nerds an ihren Instrumenten.

Band muss sich noch einspielen

Grizzly Bear werden sich im Laufe ihrer ausgiebigen Tournee zum neuen und fünften Album "Painted Ruins" hoffentlich noch besser einspielen, sich untereinander und mit dem Publikum dauerhafter verbinden. Falls nicht, wird es ziemlich schnell langweilig.

Beitrag von Magdalena Bienert

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Ich war mit einer Freundin da. Unser Urteil war etwas milder: solider Gig. Ja, man muss sich auf die Musik von Grizzly Bear einlassen. Zum hüpfen ist da nix dabei. Und anbiederndes Gelaber von Bands in den Pausen braucht kein Mensch!

  2. 1.

    Das ist leider eine Konzertkritik, welche diesen Namen nicht verdient.
    Kein Wort über die Songs, den Sound (er war leider grauenhaft schlecht, die übersteuerten Bässe überdecken alles. Der Soundtechniker korrigierte das nicht!).
    Wozu einen Bericht über Nerds und Businesshemden?
    Was soll das?
    Ich erwarte bei einer Konzertkritik mehr Information zur Sache!

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