Das am 25.10.2017 vom FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum herausgegebene Foto zeigt die Ausstellung "Andere Heimaten - Herkunft und Migrationsrouten von Drogenverkäufern in Berliner Parks"
Video: Stilbruch | 19.11.2017 | Julia Riedhammer | Bild: FHXB FriedrichshainAC-Kreuzberg

Afrikanische Drogenverkäufer - Umstrittene Ausstellung über Dealer eröffnet in Kreuzberg

Eine schon vor der Eröffnung umstrittene Ausstellung über afrikanische Drogendealer in Berliner Parks ist von Mittwoch an im Friedrichshain-Kreuzberg Museum zu sehen.

Die Schau "Andere Heimaten" des US-amerikanischen Konzeptkünstlers Scott Holmquist macht sich auf die Suche nach der Heimat von Drogenverkäufern und zeigt die Wege auf, die sie von dort aus eingeschlagen haben. Zugleich solle damit die Diskussion um Drogendealer versachlicht werden, teilte das Museum zur Eröffnung am Dienstag mit.

Zu sehen sind unter anderem dreizehn Silhouetten von Personen, die als Ausstellungstafeln dienen. Darauf sind jeweils Karten, Illustrationen und Texte über die Herkunft und die individuelle Migrationsroute des jeweiligen afrikanisch-stämmigen Drogenverkäufers. Zudem können Ausstellungsbesucher in einem digitalen Portal ihre eigene Reise zu den entsprechenden Orten planen.

Holmquist widersprach dem Vorwurf, die Ausstellung glorifiziere Drogenhändler. Diese Kritik kam unter anderem von der CDU und FDP.

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9 Kommentare

  1. 9.

    So ganz stimme ich Ihnen nicht zu.Für Junkies wird schon was getan.Mir fällt da sofort die Beratung i.d.Bergmannstr.ein um hier nur eine zu benennen.Möglichkeiten haben diese Abhängigen zwar nicht zu genüge,doch so verpennt ist Berlin nicht.Wer will,dem kann geholfen werden.Aber viele wollen das gar nicht.Zum Film:"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"sei angeführt,das nach Ausstrahlung des Films es gerade vermehrt zum Heroingebrauch kam.Obwohl der Film abschreckend sein sollte.Da ging d.Schuß voll nach hinten los.

  2. 8.

    Die Drogenpolitik von CDU, SPD und Co ist total gescheitert. Aufwachen! Bahnhof Zoo mal gehört? Wird auch inszeniert: https://www.stern.de/kultur/kunst/-wir-kinder-vom-bahnhof-zoo--fixen--drogen--babystrich---die-angstlust-funktioniert-3669918.html Wer was zu den Junkies lesen möchte, hier ein Bericht vom Bahnhof ZOO: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/werbinich/drogenszene-bahnhof-zoo-ewige-endstation/1182164.html Passt natürlich gut zum Klischee die migrantisch geprägten Teile von Kreuzberg & Neukölln in den Fokus der Drogenberichterstattung zu rücken. Die polizeiliche Verdrängung der Szene von anderen Orten gerät dabei häufig aus dem Blickfeld.

  3. 7.

    <sarkasmus>
    An alles kann man nun wirklich nicht denken... reicht es nicht, das kriminelle Kids sich später einen Ausbildungsplatz bei der Polizei einklagen? Das ist doch schon mal ein guter Anfang, oder?
    </sarkasmus>

  4. 6.

    Warum bekommen denn die osteuropäischen Einbrecherbanden keine Ausstellung? Und die vielen armen Taschendiebe, die Autoknacker...

  5. 5.

    Zur Ausstellung nur soviel: Menschen, die sich aufmachen, von ihrem Heimatdorf aus, nach Europa zu kommen, mit Hilfe von Schleppern, die sie dann mit Drogengeldern bezahlen, ein Forum zu bieten, finde ich fragwürdig und buhlt nur um eine Entschuldigung für ihr widerwertig-kriminelles Handeln.
    Außerdem finde ich es immer spannend, wie hier einer, der mit ein paar Bilder und aufgestellten Pappen, zum "Künstler" gemacht wird.
    Aber, solcherlei Beschreibungen findet man ja in Berlin schnell. Ben Wadim oder dieser Chinese Ai Weiwei sind ja auch "Künstler".

  6. 4.

    was ist ein Konzeptkünsterler ?? und ein Amerikaner will uns die Welt erklären ? das ich nicht lache .
    und die Politik lässt ihn gewähren und die Medien bieten dem noch ein Plattform ...
    edle afrikanische Drogendealer

  7. 3.

    Am besten wäre es den Dealern noch ein Denkmal zu errichten mit allen Namen die Drogen verteilen.
    Als Inschrift:
    Wir sind die total vergessenen der Deutschen Wohlstandsgesellschaft.

  8. 2.

    Ohne die Ausstellung bisher gesehen zu haben,bin auch ich irritiert darüber was sich der Künstler wohl dabei gedacht hat.Zur Sachlichen Auseinandersetzung mit dem Stadtbekannten Drogenproblem führt das eher zu noch mehr Missverständnissen.Vergleichsweise fände ich das Benennen von aktuellen Konflikten i.d.jeweiligen Unterkünften für wünschenswert.

  9. 1.

    Sicher sind afrikanische Drogendealer das letzte Glied der Drogenmafia, allein das kann aber in keinster Weise eine Entschuldigung für kriminelles Handeln sein. Was soll die Ausstellung bewirken? Verständnis für afrikanische Flüchtlinge, die gezwungen sind, Drogen zu verticken? Kommt hier wieder der seit 2015 bei einem bestimmten Personenkreis vorherrschende Irrglaube zum Vorschein, dass Flüchtlinge durchweg gute Menschen sind? Der Kabarettist Serdar Somuncu nannte das einmal "positiven Rassismus"! Warum werden vom "Künstler" nicht die Herkunft und die Fluchtumstände von in Flüchtlingsunterkuenften missbrauchten Frauen thematisiert?

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