Christoph Eschenbach dirigiert die Wiener Philharmoniker (Quelle Archivbild: dpa/picturedesk/Hans Punz)
Audio: Inforadio | 13.11.2017 | Maria Ossowski | Bild: dpa/picturedesk/Hans Punz

Neuer Dirigent am Konzerthausorchester Berlin - Christoph Eschenbach übernimmt den Taktstock

Nach Zürich, Chicago, Paris oder Washington lockt ihn nun Berlin: Der 77-jährige Dirigent und Pianist Christoph Eschenbach wird Nachfolger von Chefdirigent Ivan Fischer am Berliner Konzerthaus. Doch zuvor droht dem Haus eine Durststrecke.  

Christoph Eschenbach wird Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin. Eschenbach (77) wird ab der Saison 2019/20 Nachfolger von Ivan Fischer, wie das Konzerthausorchester am Montag mitteilte. Eschenbach, einer der international profiliertesten deutschen Dirigenten, übernimmt die Position für drei Jahre.

Er habe sich viele Gedanken gemacht, was man "aus einer Position wie der des Chefdirigenten des Konzerthauses machen könnte", sagte Eschenbach im rbb. Wenn er an Berlin denke, so Eschenbach, empfinde er diesen besonderen Zusammenhalt von Kunst, Ort und Geschichte. "Es ist eine Stadt, die sich weiterentwickelt, die voller Kreativität steckt und die symbiotisch alle Dinge verbindet", so Eschenbach weiter.

Nach Zürich, Chicago und Paris lockt nun Berlin

Der 1940 in Breslau geborene Eschenbach war unter anderem Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters Zürich, des NDR Sinfonieorchesters, des Orchestre de Paris und des Philadelphia Orchestra. Eschenberg war Schüler von Herbert von Karajan und George Szell. Nach Zürich, Chicago, Paris oder Washington lockt ihn nun Berlin. "Das Konzerthausorchester ist ein junges Orchester und damit ein Zukunftsorchester. Es hat einen wichtigen Stellenwert in der Stadt Berlin. Es hat ein eigenes Haus, was sehr sehr wichtig ist, um den eigenen Klang zu formen", so Eschenbach. "Und es verbindet sich mit Berlin - einer Stadt, die offen ist, die schrankenlos ist und die Innovation will.

Noch leitet Ivan Fischer das Haus

Der amtierende Dirigent Ivan Fischer leitet das Konzerthausorchester Berlin seit 2012. Er hatte seinen Rückzug zum Ende der laufenden Saison angekündigt, um mehr Zeit zum Komponieren zu haben. Ein Jahr lang wird die Position damit vakant bleiben, Fischer wird aber auch in der Zeit mehrere Konzerte in Berlin dirigieren.

Das 1952 als Berliner Sinfonie-Orchester (BSO) im Osten der Stadt gegründete Ensemble ist das offizielle Orchester des Konzerthauses am Gendarmenmarkt. 2006 änderte es seinen Namen.

Eschenbach übernimmt ab der Saison 2019/2020, zunächst für drei Jahre. Die Personalkommission und der Berliner Senat müssen der Personalie noch zustimmen.

Mit Informationen von Maria Ossowski

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Berliner Philharmoniker live in der Waldbühne 2018 - Mit Magdalena Kožená und Sir Simon Rattle (24.06.2018, 20:15)
rbb/EuroArts/Thomas Rosenthal

Berliner Philharmoniker in der Waldbühne - Goodbye, Sir Simon Rattle

Abschied nach 16 Jahren: Zum letzten Mal dirigiert Sir Simon Rattle am Sonntag als Chef die Philharmoniker. Zum Abschluss wird er gemeinsam mit seiner Frau, der Mezzosopranistin Magdalena Kozena, musizieren. Der rbb überträgt das Konzert in der Waldbühne live.