Der schwedische Filmregisseur Ruben Östlund ist am 09.12.2017 beim Europäischen Filmpreis in Berlin gleich mehrfach für seine Satire "The Square" ausgezeichnet worden. (Quelle: dpa/AFP-Pool/Tobias Schwarz)
Video: Abendschau | 09.12.2017 | Arndt Breitfeld | Bild: dpa/AFP-POOL/Tobias Schwarz

Europäischer Filmpreis in Berlin - Schwedische Satire räumt ab

Eine schwedische Satire war der Gewinner des Abends beim Europäischen Filmpreis, der am Samstag in Berlin gefeiert wurde. Die Berlinerin Paula Beer ging leer aus, in der Kategorie beste Schauspielerin gewann eine Tschechin.

Die schwedische Satire "The Square" ist beim Europäischen Filmpreis der große Gewinner des Abends geworden. Insgesamt sechs Auszeichnungen räumte der Film von Ruben Östlund ab, darunter der begehrte Preis als bester europäischer Film des Jahres.

Hauptdarsteller Claes Bang wurde von der Europäischen Filmakademie zudem als bester Schauspieler ausgezeichnet. Die Kunstbetrieb-Satire bekam die auch Trophäe für die beste Komödie, der Preis für das beste europäische Drehbuch und der Regiepreis gingen an den Regisseur und Autor, Ruben Östlund. Zudem wurde "The Square" als beste Komödie geehrt und Josefin Asberg bekam eine Auszeichnung für das Szenenbild. Die Satire wurde unter anderem vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

Kein Preis für Paula Beer

Alexandra Borbély ist als beste europäische Schauspielerin ausgezeichnet worden. Die Tschechin wurde von der Europäischen Filmakademie für ihre Rolle in dem ungarischen Berlinale-Gewinner "Körper und Seele" geehrt. Die ebenfalls in der Kategorie Beste Schauspielerin nominierte deutsche Darstellerin Paula Beer ("Frantz") aus Berlin ging leer aus.

Die deutsche Schauspielerin und Filmregisseurin Maria Schrader hält am 09.12.2017 in Berlin nach der Verleihung der 30. European Film Awards den Publikumspreis für ihren Film «Vor der Morgenröte» in Händen. (Quelle: dpa/Maurizio Gambarini)
Bild: dpa/Maurizio Gambarini

Maria Schrader gewinnt Publikumspreis

Maria Schrader gewann den Publikumspreis für den Stefan-Zweig-Film "Vor der Morgenröte". Die französisch-amerikanische Schauspielerin Julie Delpy (47) ist für ihren "Europäischen Beitrag zum Weltkino" ausgezeichnet worden. Regisseur Volker Schlöndorff, der mit Delpy "Homo Faber" drehte, überreichte ihr die Auszeichnung. 

"Loving Vincent" von Dorota Kobiela und Hugh Welchman wurde als bester Animationsfilm geehrt. Der beste Debütfilm wurde "Lady Macbeth" von dem Briten William Oldroyd. Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an "Kommunion" von Anna Zamecka aus Polen.

Zu der Gala im Haus der Berliner Festspiele kamen zahlreiche Schauspieler, Regisseure und andere Filmschaffende. Darunter waren Juliette Binoche, Volker Schlöndorff, Detlev Buck, Josef Hader, Peter Simonischek, Wim Wenders, Ai Weiwei und Ulrich Matthes. Durch die Show führte der Comedian Thomas Hermanns. Im vergangenen Jahr hatte Maren Ades Drama "Toni Erdmann" den Hauptpreis gewonnen.

Europas Antwort auf den Oscar

Der Europäische Filmpreis gilt als Europas Antwort auf den Oscar. Über die Sieger in den einzelnen Kategorien stimmen die mehr als 3.000 Mitglieder der Europäischen Filmakademie ab. Der Preis wird abwechselnd in Berlin und einer anderen Stadt in Europa verliehen - 2018 in Sevilla.

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