Der Schauspieler Mark Hamill in einem der frühe Star Wars-Filmen und heute (Quelle: dpa/ZUMA Press/empics | Montage: rbb)
Audio: Inforadio | 14.12.2017 | Alexander Soyez | Bild: dpa/ZUMA Press/empics

Mark Hamill alias Luke Skywalker über "Star Wars" - "Ich hätte nie geglaubt, dass man sich an mich erinnert"

"Star Wars" ist undenkbar ohne Luke Skywalker alias Mark Hamill. 40 Jahre nach der ersten Episode stand Hamill auch für die neueste Folge vor der Kamera, die jetzt anläuft. Im Gespräch mit Alexander Soyez verrät er, was man nicht zu "Star-Wars"-Fans sagen sollte.

Der letzte Jedi-Ritter ist zurück. Oder gibt es doch noch andere als den von Mark Hamill gespielten Luke Skywalker? Diese und ein paar andere Fragen werden ab jetzt in den Kinos mit dem neusten "Star Wars"-Abenteuer "Die letzten Jedi" beantwortet.

Nicht einmal Mark Hamill selbst durfte vor dem Kinostart auch nur das kleinste Geheimnis verraten. rbb-Reporter Alexander Soyez hat ihn trotzdem getroffen und mit ihm über sein Skywalker-Comeback und über das "Star Wars"-Phänomen gesprochen. Und wenn einer weiß, wie es ist, echten "Star Wars"-Fans zu begegnen, dann ist er es, wie er lachend preisgibt: "Eins darf man nicht sagen, wenn man so einer Fan-Menge gegenübersteht: 'Das ist doch nur ein Film.' Das ist, als wenn man dem Papst ins Gesicht spucken würde."

"Ich hätte nie geglaubt, dass man sich an mich erinnert"

Dabei hat sogar "Star Wars" Erfinder George Lucas genau das am Set von "Krieg der Sterne" vor über 40 Jahren immer wieder gesagt. Genutzt hat es nichts. "Star Wars" ist buchstäblich eine Religion geworden - und Mark Hamill wurde zur Luke Skywalker-Ikone. "Die Leute fragen immer wieder, ob es mich nicht ärgert, dass man sich nur darüber an mich erinnert", sagt Hamill. "Ich allerdings hätte nie geglaubt, dass man sich überhaupt wegen irgendetwas an mich erinnert." Eine Win-Win-Situation sei das also: "Jedenfalls bin ich froh, dass man mich wenigstens mit so einer positiven Figur in Verbindung bringt und nicht, weil ich Charles Manson gespielt hätte."

"Carrie Fisher sagte sofort 'Ich bin dabei'"

Carrie Fishers Tod vor knapp einem Jahr überschattete die Dreharbeiten zu "Die letzten Jedi". Mark Hamill, der mit ihr eine gute Freundin verlor, kann immer noch nicht fassen, dass sie nicht mehr da ist. "Ich möchte gerne glauben, dass es ein gigantischer Streich ist, und sie irgendwo auf einer griechischen Insel lebt und über uns alle lacht" , sagt er.

Carrie Fisher war und ist Prinzessin Leia und im Gegensatz zu Mark Hamill zögerte sie nicht, als bei einem Essen mit George Lucas die Möglichkeit auf den Tisch kam, dass es für Luke, Han und Leia auf der großen Leinwand nochmal weiter geht. "Nicht einmal zehn Sekunden später hatte Carrie schon gesagt: 'Ich bin dabei'", erzählt Hamill. "Sie hätte ein bisschen pokern sollen, sagte ich ihr danach, aber sie fragte mich nur trocken wie viele Rollen es denn für Frauen über 50 in Hollywood gäbe. Recht hatte sie natürlich. Was mich angeht, mir war das im ersten Moment fast eine Nummer zu groß."

Eine Kampfszene aus Star Wars. Finn und Captain kämpfen. (Bildquelle: Lucasfilm Ltd.)

"Ich habe mir vorgestellt, es sei ein kleiner Arthouse-Film"

Für den jetzt 66jährigen waren die neuen "Star Wars"-Filme tatsächlich die Rückkehr in eine Liga, mit der er Jahrzehnte lang nichts mehr zu tun hatte. Off und On Broadway war er zu sehen und seit den 90ern extrem erfolgreich als Stimme des Jokers in der Batman-Trickserie. Wirklich groß auf der Leinwand allerdings war er seit den 80er Jahren nicht mehr.

Doch so sehr er sein Comeback als Luke Skywalker jetzt genießt, so viel Spaß er damit auch hat - so seltsam sei es für ihn am Anfang gewesen, erneut auf die gewaltige "Star Wars"-Maschine aufzuspringen: "Wenn ich mir dieses Ausmaß wirklich bewusst machen würde, dann läge ich jetzt irgendwo wie ein Nervenbündel zusammengekauert in Fötushaltung in einer Ecke. Also habe ich mir bei den Dreharbeiten einfach vorgestellt, dass das ein kleiner Arthouse-Film ist, den Kritiker lieben und die Zuschauer nicht bemerken werden."

Beitrag von Alexander Soyez

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1 Kommentar

  1. 1.

    Für BILD-Zeitungsniveau bezahle ich GEZ?

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