Palais Barberini, Foto: Antenne Brandenburg
Audio: Inforadio | 26.12.2017 | Magdalena Bienert | Bild: Antenne Brandenburg

Mehr als eine halbe Million Besucher im ersten Jahr - Museum Barberini macht Potsdam zum attraktiven Reiseziel

Das neue Potsdamer Museum Barberini lockte 2017 mehr als 500.000 Besucher, viele auch aus anderen Bundesländern. Im neuen Jahr werden drei große Ausstellungen gezeigt, den Anfang machen Werke von Max Beckmann.

Mit mehr als einer halben Million Besuchern hat das neue Potsdamer Museum Barberini bereits im ersten Jahr einen hohen Zulauf verzeichnet. Besonders erfreulich sei der große Zuspruch von Kunstinteressierten aus Berlin, sagte Direktorin Ortrud Westheider im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben aber auch viele Besucher aus anderen Bundesländern, die das Museum Barberini zum Anlass nehmen, Potsdam zu besuchen", betonte Westheider. Im nächsten Jahr wolle das Museum mit drei großen Ausstellungen Interesse wecken, so sollten ab Februar Werke des Malers Max Beckmann (1884 bis 1950) zu sehen sein.

"Da erwarten wir bedeutende Werke, wie das "Schauspieler-Triptychon" aus dem Fogg Art Museum in Cambridge. Es ist das zentrale Gemälde zum Thema des "Welttheaters", deshalb hing von dieser Leihgabe sehr viel ab. Aber auch die Tate Gallery in London, die National Gallery in Washington und viele deutsche Museen und Sammler unterstützen uns, darunter die Enkelin des Künstlers", sagte Westheider.

Im Juni werden Bilder von Gerhard Richter gezeigt, darunter auch ganz neue

Ende Juni gebe es dann eine Gerhard-Richter-Ausstellung. Sie werde sich zum ersten Mal dem Thema der Abstraktion in seinem Werk von den 1960er Jahren bis heute widmen. "Da können wir auch ganz neue Bilder von Richter zeigen. Wir sind gerade dabei, zusammen mit dem Künstler die Auswahl abzuschließen", sagte die Direktorin.

Dann gehe es weiter mit Henri-Edmond Cross. "Ein Neoimpressionist, der in der Generation zwischen Monet und Matisse eine wichtige Rolle gespielt hat. Er hat Saint-Tropez und den Süden Frankreichs für die Malerei entdeckt. Künstler wie Picasso sind ihm nachgefolgt und haben an der Cote d'Azur gemalt", erläuterte Westheider.

Das Museum Barberini war Ende Januar in Potsdams Historischer Mitte eröffnet worden. Der Wiederaufbau des alten Palais Barberini als Museum hatte 2013 begonnen, dahinter stehen der Mäzen und Software-Milliardär Hasso Plattner und dessen Stiftung.

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1 Kommentar

  1. 1.

    Nun ist es gesellschaftlich ein "beliebtes Spielchen", Aussagen verbal umzudrehen, um sie absurd erscheinen zu lassen. Daran will ich mich nicht beteiligen. Selbstverständlich war Potsdam auch schon vorher ein attraktives Reiseziel und die Eröffnung des Barberini hat die Attraktivität noch weiter gesteigert. So formuliert, würde ich es sehen. Das macht die Betitelung des RBB nicht falsch, richtig wird die Betitelung dadurch allerdings erst recht nicht.

    Das Barberini rundet ab. Wo bisher das "Zentrum-Süd" verortet wurde, eine eher technokratische Bezeichnung, beginnt sich urbanes Leben zu entwickeln. Wohnen kommt und Läden werden auch kommen. Dann gilt nicht nur 500 Meter Fußgängerbereich als Stadtmitte, sondern das selbe Maß kommt noch einmal hinzu. In Richtung Wasser, wo jede Stadt und mithin auch Potsdam entstanden ist.

    Von daher ist die Lage des Barberini ideal und nicht nur der Ausstellungen wegen habe ich mir selbstverständlich eine Jahreskarte besorgt.





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