Sophie Rois; © picture alliance/Soeren Stache
Audio: Kulturadio | 11.12.2017 | Peter Claus | Bild: picture alliance/Soeren Stache

Nach Start der Dercon-Intendanz - Sophie Rois kündigt der Volksbühne

Eine der lautesten Stimmen, die warnten und mahnten, die Volksbühnen-Intendanzentscheidung für Chris Dercon noch einmal zu überdenken, war die der Darstellerin Sophie Rois. Nun hat Rois entschieden: Sie verlässt das Haus.

Nach einem Bericht des Hessischen Rundfunks hat die Schauspielerin Sophie Rois ihr Engagement bei der Berliner Volksbühne gekündigt. Für ihre Entscheidung habe sie sich rund ein Jahr Zeit gelassen, sagte die mehrfach ausgezeichnete Darstellerin in einem Interview mit dem Sender HR2.

Dabei habe sie lange "beobachtet, was da passiert", erklärte sie mit Bezug auf die Debatte um den Intendantenposten. Ihre Trennung von dem Haus sei aber längst "überfällig". In der vergangenen Woche habe sie die Kündigung nun versendet. Damit kehre sie der Volksbühne nach 25 Jahren Engagement dort den Rücken.

Rois begründete ihren Schritt mit der Verpflichtung des neuen Intendanten Chris Dercon und der Entscheidungsfindung im Senat unter dem damaligen Kulturstaatssekretär Tim Renner: "Ich halte einen Intendantenwechsel für absolut legitim, die Frage ist nur, unter welchen Bedingungen findet so etwas statt, und wie seriös ist diese Entscheidungsfindung abgelaufen." Anders als bei der Entscheidung über Dercon im vergangenen Jahr habe es bei dem Intendantenwechsel zuvor ein ganzes Gremium von Leuten gegeben, "die das entschieden und in der Öffentlichkeit diskutiert haben."

Ein neuer Chef mit Defiziten schon bei der Requisite

Ob Rois auch der neuen Volksbühne unter Dercon angehören würde, war lange unklar. Seit Dercons Amtsantritt war sie nicht mehr in der Volksbühne aufgetreten. Dercon hatte dies damit begründet, dass sie "Gastier-Urlaub" habe. Er hatte aber zugleich erklärt, dass sie zu den drei Schauspielerinnen und Schauspielern der alten Volksbühne gehören werde, mit der er weiter arbeiten wolle. Die anderen beiden sind Silvia Rieger und Sir John Henry.

Rois gehörte zu den Volksbühnen-Mitarbeitern und dort engagierten Künstlern, die ihrer Sorge um die Intendantenbesetzung unter anderem mit einem offenen Brief Ausdruck verliehen hatten. "Dieser Intendantenwechsel ist keine freundliche Übernahme", "eine irreversible Zäsur" und "ein Bruch in der jüngeren Theatergeschichte", hatte es darin geheißen.  

Rois erklärte nun dem HR, Dercon solle Verantwortung für 250 Mitarbeiter und ein Riesenpublikum tragen, wisse aber noch nicht einmal, "was eine Requisite" ist. "Das unterstelle ich ihm nicht, er hat das selbst gesagt", sagte Rois zur Begründung ihres nun sehr deutlichen Bruchs mit dem Haus.

Kommentar

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11 Kommentare

  1. 11.

    Sind Sie mit dem Finger ausgerutscht,oder was wollen Sie mit solch einem nichtsnutzigen Kommentar ausdrücken?Ach ja,Sie Stänkern gerne gegen andere.Verpufft nur schnell wie eine schlechte Seifenblase.

  2. 10.

    Man muss ja nun nicht alle bedeutungslosen Aktisen kennen.
    Aber schön, dass Sie Ihr "Wissen" hier so hemmungslos offenbaren dürfen.

  3. 9.

    Klar kommt eine solch gute Schauspielerin auch woanders unter.Meine Antwort auf @Klaus W. hat seine Wahl zu den beiden anderen beiden Spielstätten gegolten.

  4. 7.

    Folgen Sie mir schon wie ein Hund?Im übrigen immer schön erst die Kommentare richtig lesen,bevor Sie eine solche Bemerkung loslassen.Was könnte ich wohl gemeint haben?

  5. 5.

    Sophie Rois?
    Mal ehrlich, ich musste googlen, um zu wissen, wer das überhaupt ist.
    Das muss wohl an der neuen Zeit liegen, dass jeder Bedeutungsloser*innin mit noch Bedeutungsloserem in die Presse zwängt.
    Heute mitzuteilen, dass sie die Volksbühne verlässt, aus Eitelkeit und Unvermögen sich Neuem zu stellen, gepaart mit der Aditüde eines trotzigen Kleinkindes, ist nur peinlich.

  6. 4.

    Sophie Rois?
    Mal ehrlich, ich musste googlen, um zu wissen, wer das überhaupt ist.
    Das muss wohl an der neuen Zeit liegen, dass jeder Bedeutungsloser*innin mit noch Bedeutungsloserem in die Presse zwängt.
    Heute mitzuteilen, dass sie die Volksbühne verlässt, aus Eitelkeit und Unvermögen sich Neuem zu stellen, gepaart mit der Aditüde eines trotzigen Kleinkindes, ist nur peinlich.

  7. 2.

    Konsequent. Ein künstlerisch nachvollziehbarer Schritt. Ich habe mein Interesse an der langweiligen Derconbühne ebenfalls gekündigt und gehe jetzt ins BE und in die Schaubühne.

  8. 1.

    Die Zerstörung der vVolksbühne wird perfelkt und sein politisches Gedächtnis zerstört. Gell Renner und Dercon das wird die Scietologen freuen!

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