Adam Gusowski am 11.01.2018 am Rande einer Pressekonferenz zur Neugründung der Polnischen Partei Deutschlands. (Quelle: rbb/Abendschau)
Bild: rbb/Abendschau

"Club der Polnischen Versager" - Polnische Partei Deutschlands will keine Spaßpartei sein

Der "Club der Polnischen Versager" in Berlin will nun auch Politik machen. Dafür will das Kunstkollektiv eine eigene Partei gründen. Eine Spaßpartei soll die Polnische Partei Deutschlands (PPD) nicht sein, wie Initiator Adam Gusowksi am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz dem rbb sagte.

Es gebe noch keinen konkreten Inhalt, so Gusowski weiter. Aber es gebe Richtlinien, die mit einem Parteiprogramm gefüllt werden sollen. "Die Richtlinien sind pro-europäisch, pro-demokratisch und vor allem gegen populistische Tendenzen in Europa, in Deutschland und in der Welt", erklärte Gusowski.

Das Programm soll innerhalb eines Jahres unter anderem in Expertenrunden, am Stammtisch und bei Satireshows entstehen. Geplant ist, eine Plattform für deutsch-polnischen Austausch zu schaffen und Politikbegeisterung zu wecken. Gusowski zufolge haben insbesondere die nationalistischen und antidemokratischen Tendenzen in Polen und anderen europäischen Ländern die Künstler und Kulturschaffenden zu dem Schritt bewegt.

PPD hat "erste Peinlichkeit" schon hinter sich

Eine Facebook-Seite zur PPD gibt es seit einigen Tagen. Auf der wurde bereits eine "erste Peinlichkeit" eingeräumt: Die Einladung für die Pressekonferenz zur Gründung der PPD am Donnerstag wurde versehentlich auf den 11.11. um 11 Uhr datiert - statt auf den 11.1..

Der "Club der Polnischen Versager" wurde 2001 von in Berlin lebenden polnischen Künstlern gegründet. Im vergangenen Jahr wurde der Club für sein pro-europäisches Engagement mit dem Preis Blauer Bär geehrt, der gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem Berliner Senat verliehen wird.

Sendung: Abendschau, 11.01.2018, 19.30 Uhr

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