Inés de Castro, Direktorin des Stuttgarter Linden-Museums (Quelle: dpa/Gollnow)
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Rückzieher der gewählten Sammlungsleiterin - Inés de Castro sagt dem Humboldt-Forum ab

Die Stuttgarter Museumsmanagerin Inés de Castro wird doch nicht Sammlungsleiterin des Berliner Humboldt-Forums. Die verantwortliche Stiftung Preußischer Kulturbesitz teilte am Dienstag mit, Castro habe sich anders entschieden.

Stiftungspräsident Hermann Parzinger erklärte, er bedauere die Absage. Man werde bald eine neue Leitung präsentieren.

Der Stiftungsrat hatte die bisherige Leiterin des Stuttgarter Linden-Museums bereits gewählt. Sie selbst hatte sich eine Stellungnahme aber bis zum Ende der Verhandlungen vorbehalten.

Gründe nicht bekannt

De Castro hätte im Humboldt-Forum ab 2019 die Verantwortung für die Sammlungen der Stiftung übernehmen sollen. Zugleich sollte sie Chefin des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst werden, von denen die Ausstellungsobjekte stammen. Gründe für ihre Absage wurden nicht bekannt.

Inés de Castro wurde 1968 in Buenos Aires geboren. Die Ethnologin promovierte an der Universität Bonn und forschte vor allem über die Kulturen Meso-Amerikas. Zunächst arbeitete sie sich am Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim bis zur stellvertretenden Direktorin hoch, ehe sie 2010 nach Stuttgart ans Linden-Museum wechselte. Es gehört zu den größten Völkerkundemuseen Europas.

Sendung: Abendschau, 13.02.2018, 19.30 Uhr

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