Ein Analyst der Deutschen bank lacht vor einer DAX-Kurve (Quelle: AP/Michael Probst)
Audio: rbb | 23.02.3018 | Anke Michel | Bild: AP/Michael Probst

Fester Standort in Berlin - "Museum des Kapitalismus" richtet sich in Kreuzberg ein

Der Kapitalismus kommt im 200. Geburtsjahr von Karl Marx endgültig ins Museum: Nach fünf Jahren Nomadentum und temporären Projekten eröffnet das Berliner "Museum des Kapitalismus" am Freitag erstmals eine Dauerausstellung am festen Standort.

In der 150 Quadratmeter großen interaktiven Schau in der Köpenicker Straße 172 in Berlin-Kreuzberg können Besucher erfahren und ausprobieren, wie Wirtschaft und Gesellschaft im Kapitalismus funktionieren, wie die Ausstellungsmacher am Dienstag ankündigten.

"Wir haben endlich einen Ort geschaffen, an dem wir uns mit allen Themen rund um den Kapitalismus auf zugängliche Weise beschäftigen", erklärte Mitorganisatorin Sylwia Rafinska. Die erste temporäre Ausstellung des "Museums des Kapitalismus" eröffnete 2014 im Rahmen des Kunst- und Kulturfestivals "48h Neukölln". Seitdem präsentierten die Ausstellungsmacher ihr Projekt wiederholt in wechselnden Räumen. Nach ihren Angaben ist das nun feste Museum das erste "Museum des Kapitalismus" weltweit.

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3 Kommentare

  1. 3.

    "Der Mensch ist ein Tier, das aus dünnwandigen Tassen trinkt" - TV-Drama Zitat über englische Bankerdynastie des 19.Jh. Leider bei aller zivilisatorischer Anstrengung und Industrialisierung seit dem, gilt dieser Gedanke. Kriege sind nicht zivil, das Militär immer noch der Gewalten-Brecher in allen Ländern. Die Gewalt und die Angst als Motor be- verhinderter Zwischenmenschlichkeit und on top: Die Eigentumsfrage, mit der die Kapitalisten den kapitallosen Mitmenschen die Illusion der Teilhabe per Kredit u. Aktienkäufen suggerieren. Die Entfremdung von Grundbedürfnissen und die Ausrichtung auf die "kaputten Eliten", Autor: Benedikt Herles, selbst aus der Branche der Nachwuchs-Manager, plaudert aus dem Nähkästchen, als echte "Leid-Kultur" birgt mehr (Selbst-)Destruktives als Konstruktives."Wir" aus allen Einkommensschichten, der Begriff ist heute zutreffender als Klassengesellschaft, könnten es besser machen als das alte Rom, ja wenn, wenn das Monokausales Denken u. Handeln " nicht wär'.

  2. 2.

    Das ist ein ganz tolles Projekt, und mal ehrlich, wo sonst, als ins Museum gehört diese Menschen verachtende Ordnung. Wer mal in der Schule bisschen aufgepasst hat weiß, der Kapitalismus basiert auf der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Gute Sache, natürlich immer abhängig davon, von welcher Seite aus man das betrachtet. Das was wir im Augenblick erleben sind die letzten Zuckungen eines sterbenden Systems, da brauchen wir uns nichts vor machen und auch nichts vormachen lassen. Selbst Menschen, die sich bisher als Gewinner sahen werden immer öfter zu Verlierern, denn die Gier des Kapitals hat jedes Maß verloren. Die Brocken, die für das "Proletariat" vom reich gedeckten Tisch der Fabrikanten und der in ihren Schleimspuren kriechenden Politikern auf den staubigen Boden fallen, werden immer kleiner und reichen immer öfter kaum zum Überleben. Wo das hin führt zeigt die Geschichte, nur gelernt hat daraus offensichtlich noch keiner.

  3. 1.

    Im Grunde genommen ist der Gegensatz der theor. erklärten Systeme eine reiche Spiegelfechterei. So, als wenn sich die "widrige Wirklichkeit" auf Geheiß nach einer Doktrin richten würde. Das tat sie weder im erklärten Realsozialismus noch im von außen so bezeichneten Kapitalismus, den nur die ganz Übereifrigen, die ideologisch geprägten Marktliberalen, selbst als Kapitalismus bezeichnen.

    Keine der beiden gegensätzlich formulierten Gesellschaftsentwürfe hat das Wollen und die Schöpferkraft des Individuums mit einer übergeordneten Gemeinschaft verbunden, ja, zu verbinden gesucht. Im einen erhebt sich das Individuum recht eigensüchtig über die Gemeinschaft und versucht, sie vor seine Kandarre zu spannen, im anderen wurde das Individuum als bloßer Erfüllungsgehilfe eines Gemeinwesens betrachtet.

    Tretet aus aus der Gegensätzlichkeit! Beides geht nur zusammen.

    Wäre das, was das Museum bietet, 100%ig in Reinform da, nicht einmal in 6 Wochen wäre das zusammengebrochen.

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