Besucher der Streetart-Ausstellung "Wandelism" stehen in der ehemaligen Autowerkstatt in Berlin-Wilmersdorf. (Quelle: rbb/Abendschau)
Video: Abendschau | 31.03.2018 | Petra Gute | Bild: rbb

Streetart-Projekt in Berlin-Wilmersdorf - Kurze Wiederbelebung von "Wandelism"?

Eigentlich sollte nach acht Tagen Schluss sein mit der Streetart in einem Wilmersdorfer Abrissgebäude. Doch dann kamen so viele Besucher, dass das Projekt bis Ende März verlängert wurde. Und vielleicht gibt es sogar noch eine Chance für einen Besuch.

Die Streetart-Ausstellung "Wandelism" in einer früheren Autowerkstatt in Berlin-Wilmersdorf könnte nach ihrer Schließung noch einmal ein kurzzeitiges Comeback erleben. Derzeit werde überlegt, die Ausstellung zum "Gallery Weekend" Ende April noch einmal "für ein oder zwei Tage" aufzumachen, sagte Alexander Wolf vom Projekt "Außergewöhnlich Berlin" am Samstagabend im rbb.

Wolf betonte die Bedeutung der Kultur für Berlin: "Kultur ist das einzige, was diese Stadt hat. Das ist unser internationaler Ruf, das ist der Grund, weshalb die ganzen Start-ups hierher kommen." Er hoffe, dass noch mehr Immobilien-Entwickler Flächen zur Verfügung stellen. Auch der Streetart-Künstler Senor Schnu, der an dem Projekt "Wandelism" mitgewirkt hat, hofft, dass mehr Leerstand genutzt wird, es gebe viel zu wenig Atelierflächen. "Wir beleben einen Platz wie die Wilhelmsaue in Wilmersdorf, wo eigentlich noch niemand war, der hierhergekommen ist", so der Künstler.

Nach zwei Wochen ist jetzt Schluss

Dutzende Künstler zeigen seit zwei Wochen ihre Werke in einer ehemaligen Autowerkstatt, die demnächst abgerissen werden soll. Wegen des großen Andrangs wurde die Ausstellung schon verlängert. Sie soll aber in der Nacht zum Ostersonntag endgültig schließen. Neben den Street-Objekten gehörten DJs, Tänzer und Konzerte zum Programm.

Ein Mann sitzt in einer Werkstatt (Quelle: rbb/Tom Garus)
Der Streetart-Künstler Senor Schnu | Bild: rbb/Tom Garus

Statt Eintritt zu zahlen, sollten die Besucher spenden. Davon gehen 30 Prozent an ein soziales Projekt, mit dem Streetart-Künstler Berliner Kitas verschönern. Der Rest wird unter den Künstlern und den ehrenamtlichen Helfern aufgeteilt. Ein Immobilien-Projektentwickler hatte das Gebäude  in der Wilhelmsaue zur Verfügung gestellt und sogar den Abrisstermin verschoben. Ab dem Sommer sollen hier 50 Eigentumswohnungen entstehen.

Das Netzwerk „Außergewöhnlich Berlin“ hatte bereits die temporäre Streetart-Aktion "The Haus" unterstützt. Im Frühjahr des vergangenen Jahres hatten Künstler die Räume eines ehemaligen Bankgebäudes gestaltet.

 

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