Evan Christ, Generalmusikdirektor am Staatstheater Cottbus, dirigiert seine Musiker. (Quelle: imago/Rainer Weisflog)
Audio: Antenne Brandenburg | 25.04.2018 | O-Ton Holger Kelch | Bild: imago/Rainer Weisflog

Streit um Generalmusikdirektor am Staatstheater - Cottbuser Oberbürgermeister rät zu Trennung von Christ

Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) hat sich am Mittwoch vor den Stadtverordneten für eine Trennung vom umstrittenen Generalmusikdirektor des Staatstheaters Cottbus, Evan Christ, ausgesprochen. 

Kelch ist stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Brandenburgischen Kulturstiftung.

Am Montagabend hatte sich der Cottbuser Oberbürgermeister wegen des Konflikts im Staatstheater mit Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) getroffen, die Vorsitzende des Stiftungsrats ist. Der Rat soll darüber entscheiden, wie es mit dem Generalmusikdirektor weitergeht.

Stiftungsrat soll entscheiden

In der vergangenen Woche hatten die 80 Musikerinnen und Musiker des Staatstheaters Cottbus Evan Christ gebeten, zurückzutreten. Als Grund wurde ein cholerischer Führungsstil angegeben. Bereits seit längerem beschweren sich die Musiker über Christ. Sie werfen dem Generalmusikdirektor vor, in seinem Bestreben, Orchester und Sänger zu herausragenden Leistungen zu bringen, überzogen zu haben. Sie sprachen unter anderem von verbalen Entgleisungen.

Auch Christ selbst erwägt offenbar eine vorzeitige Vertragsauflösung. Das teilte das Staatstheater in einer Pressemitteilung mit. Einen Vorschlag, bis zum Ende dieser Spielzeit eine Pause einzulegen, soll er abgelehnt haben. Christ ist seit zehn Jahren Generalmusikdirektor in Cottbus, sein Vertrag am Staatstheater läuft noch bis 2024.

 

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Und was wird aus der Kündigung von Frank Bernard. Er hat das Thema zu Recht an die Öffentlichkeit gebracht. Er hat sich für seine Kollegen eingesetzt. Auch hierzu hätte ich erwartet, dass sich die Verantwortlichen mal äußern.

  2. 1.

    Er ist ein Opfer vom Hexenjagd.....

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