Evan Christ, Generalmusikdirektor am Staatstheater Cottbus, dirigiert seine Musiker. (Quelle: imago/Rainer Weisflog)
Bild: imago/Rainer Weisflog

Staatstheater Cottbus - Vertrag mit Christ soll endgültig aufgelöst werden

Das lange Hinundher zwischen Dirigent, Orchester und Intendanz am Staatstheater in Cottbus nimmt ein Ende. Der Vertrag mit dem umstrittenen Generalmusikdirektor Evan Alexis Christ wird aufgelöst. Ihm war jahrelanges Mobbing vorgeworfen worden.

Der Vertrag mit dem Generalmusikdirektor des Cottbuser Staatstheaters, Evan Alexis Christ, soll endgültig aufgelöst werden. Die Entscheidung des Vorstandes wird vom Stiftungsrat der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt/Oder mitgetragen. Das hat der Rat am Nachmittag auf einer Sondersitzung in Cottbus beschlossen.

Beschluss ist einstimmig gefallen

Der Beschluss ist laut Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD), die auch Vorsitzende des Stiftungsrates ist, einstimmig gefallen. Mehr als vier Stunden hätten die Mitglieder mit Vertretern von Orchester, Sängern und Chor sowie mit Generalmusikdirektor Evan Alexis Christ und dem Vorstand der Stiftung gesprochen. Die Möglichkeit einer Einigung zwischen den zerstrittenen Parteien sehe der Rat nicht mehr, sagte Münch.

Künstler hatte weitere Zusammenarbeit abgelehnt

Die Künstler hatten Christ jahrelanges Mobbing und beleidigende Äußerungen vorgeworfen und eine weitere Zusammenarbeit abgelehnt. Der Stiftungsrat wolle sich in zwei Wochen mit Details der Vertragsauflösung befassen. Dabei geht es auch die Frage der Nachfolge - nicht nur von Christ, sondern auch von Intendant Martin Schüler, der in den Wirren um Christ und das Orchester kürzlich seinen Rücktritt zum Ende der Spielzeit erklärt hatte. Auswirkungen auf den laufenden Theaterbetrieb und das Programm der kommenden Spielzeit hätten die Personalien nicht, hieß es.

Sendung: Brandenburg aktuell, 07.05.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Den Chef-Repetitor hatte die Theaterleitung mit Billigung des sog. Stiftungsrates
    wegen vertrauensbrechender Indiskretion entlassen.
    Nach dem dem Intendanten der im Vollzug noch bevorstehende Rücktritt sehr (!) nahe gelegt wurde,
    hatte die Theaterleitung den Mann wieder eingestellt.
    Der Indiskretion musste die Kündigung folgen,jedoch
    mit der Rückversicherung des Gekündigten wieder eingestellt zu werden wenn sich der Pulverdampf verzogen hat.
    Der Herr Christ hatte keine Anzeichen seinen Vertrag nicht verlängert zu bekommen,so dass er sich auch nicht um eine neue Stelle bemüht hatte.
    Bei Vertragsverlängerung wird auch automatisch geprüft ob die Vertragsvoraussetzungen noch stimmen,was
    offenkundig Ende letzten Jahres noch der Fall war.
    Mithin ist klar was gespielt wird !

  2. 1.

    Wer hat eigentlich diesen Korrepititor rausgeschmissen, der jetzt wieder darf?
    Der kann auch gleich verschwinden!

    Ich habe da Erfahrungswerte!

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