Auf dem Kopf stehende Figuren im Zentralen Kunstgutdepot (ZED) in Potsdam. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Video: rbb aktuell | 09.05.2018 | Bild: dpa/Christoph Soeder

Neues Depot für Kunst in Potsdam übergeben - Möbel aus preußischen Schlössern auf zwei Etagen

Kommoden, Spiegel, Gemälde: Rund 28.000 Kunstgüter aus der Sammlung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg haben einen zentralen Lagerstandort bekommen. Am Mittwoch wurde die Zentrale Kunstgutdepot in Potsdam offiziell übergeben.

Generaldirektor Dorgerloh nahm den 5.000 Quadratmeter großen Neubau in Potsdam symbolisch in Empfang. Zehn Jahre habe man auf den Umzug hingearbeitet. "Das war ein personeller und finanzieller Kraftakt", sagte Dogerloh. Knapp zwei Jahre wurde an dem Kunstgutdepot gebaut. Die Baukosten betrugen etwa zwölf Millionen Euro.

Kulturministerin Martina Münch spricht bei der offiziellen Übergabe des Zentralen Kunstgutdepots in Potsdam. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Wir müssen Kunstgüter "für kommende Generation erhalten", sagte Kulturministerin Münch. | Bild: dpa/Christoph Soeder

"Das hier ist wie im Lokal die Speisekammer"

Hier werden bis November nun die Kunstgüter der Stiftung untergebracht, die gerade nicht in den Schlössern zu sehen sind. Sie waren bisher auf sieben Depot-Standorte verteilt. "Der Umzug ist in vollem Gange", sagte Staatssekretär Torsten Wöhlert. Die Hälfte sei so gut wie geschafft.

Für Kulturministerin Münch ist mit dem Depot ein großer Fortschritt für die Kunstgüter erreicht worden. "Wir müssen das, was wir bekommen haben, bewahren und für kommende Generationen erhalten", sagte Münch. Der Neubau bietet optimale Bedingungen für die Lagerung der Kunstwerke. Für Forschungsarbeiten und die Konservierung gibt es jetzt zudem spezielle Räume.

Auf insgesamt zwei Etagen lagern die Objekte, aufgeteilt nach Materialgruppen. "Wir haben ein regalweise ausgetüfteltes Lagerungssystem", sagte Dorgerloh. Alle Objekte seien digital katalogisiert und damit schnell auffindbar. Für die Öffentlichkeit wird das Depot nicht zugänglich sein, nur Fachleute sollen Zutritt haben. "Das hier ist wie im Lokal die Speisekammer", sagte Dorgerloh.

Sendung: Brandenburg aktuell, 09.05.2018, 19.30 Uhr

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