Archivbild: Wolfgang Völz. (Quelle: imago/Ducks)
Audio: Inforadio | 04.05.2018 | Reiner Veit | Bild: imago/Ducks

Mit 87 Jahren in Berlin gestorben - Schauspieler Wolfgang Völz ist tot

Der Schauspieler Wolfgang Völz ist tot. Wie die "Berliner Morgenpost" berichtet, starb Völz am Mittwoch im Alter von 87 Jahren in Berlin. Berühmt geworden war er durch seine Rollen in TV und Film und auch als Synchronsprecher, zuletzt von "Käpt'n Blaubär". 

Der beliebte Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Völz ist in Berlin im Alter von 87 Jahren gestorben. Das berichtete am Freitag die "Berliner Morgenpost" und berief sich dabei auf Völz' Familie. Die dpa bestätigte die Informationen, demnach starb Völz am Mittwoch.

Der beliebte Kino- und Fernsehschauspieler lebte zuletzt im Berliner Stadtteil Wilmersdorf. Seine Karriere hatte der 1930 in Danzig geborene Völz am Theater begonnen. Berühmt wurde er dann mit Rollen in Film und Fernsehen.

Sein Durchbruch und einer seiner ersten, großen Erfolge war Mitte der 1960er Jahre die ARD-Science-Fiction-Serie "Raumpatrouille Orion". Auch mit  "Stahlnetz" und dem Edgar-Wallace-Film "Der grüne Bogenschütze" wurde er dem deutschen Publikum bekannt. Ein weiterer Erfolg war seine Rolle des Dieners Johann in der ARD-Serie "Graf Yoster gibt sich die Ehre".

Synchronstimme von Peter Ustinov und "Käpt'n Blaubär"

Neben seinen vielen Auftritten in Serien und Filmen war Völz auch als Synchronsprecher aktiv und beliebt. Er war unter anderem die deutsche Stimme von Stars wie Walter Matthau, Peter Ustinov, Mel Brooks oder Peter Falk. Unvergessen ist er auch als Synchronstimme der Kinderfigur "Käpt'n Blaubär". Auch in Kinder-Hörspiel-Klassikern wie "Die drei ???" oder "TKKG" war er zu hören.

Insgesamt wirkte Völz bis in die 2000er-Jahre hinein in etwa 150 Filmen und über 600 Fernsehproduktionen mit.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, würdigt Völz am Freitag als überzeugenden "Volksschauspieler". "Völz konnte nämlich auch den typischen 'Ur-Berliner'  verkörpern, der unbekümmert, witzig und schlagfertig sofort alle Sympathien auf sich ziehen konnte. Diese Fähigkeit setzte er in seinem sozialen Engagement im Einsatz für andere ein und ist auch deshalb vielen Bürgerinnen und Bürgern unvergesslich."

Beitrag von Reiner Veit

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Ich habe seinen Vornamen von ihm bekommen.
    Er backte in Kirchhost - Stelle Ende 50er Brot bei der Bäckerei Kähne. Mein Bruder ein kleiner Stöpsel war oft in der
    Backstube in er Wolfgang Völz meinem Bruder kleine Geschichten erzählte.
    Als ich 1960 in Hannover geboren wurde bekam ich nach Wusch meines Bruders den Namen Wolfgang.

  2. 5.

    "Berühmt war er jewesen, weil er vielet jetan hatte." - Sollte der dritte Satz Eures Teaser nicht besser so heißen? ("Berühmt geworden war er durch...")

  3. 4.

    Ein sympathischer Mensch, ein unterschätzter Schauspieler, ein grandioser Komödiant, ein hervorragender (und vielbeschäftigter) Synchronsprecher, ein großer Berliner, ein verschmitztes Original.
    Besonders gern habe ich als Cineast gehört, wenn er gemeinsam mit seinen Kindern zu hören war (wie in "Batman", "Spaceballs" und "Die Fliege II").
    Vielen Dank Herr Völz.

  4. 3.

    Ein Großer ist gegangen. Danke

  5. 2.

    Von Beginn an habe ich Herrn Völz gemocht. Seine Stimme später als Käpt’n Blaubär ist und bleibt unvergessen. Mein aufrichtiges Beileid.

  6. 1.

    Ruhe in Frieden

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