Guns N' Roses Sänger Axl Rose und Slash bei einem Konzert in den USA (Quelle: Imago/Alfred)
Audio: radio eins | 04.06.2018 | Bild: Imago/Alfred

Konzertkritik | Guns N' Roses wiedervereinigt in Berlin - Soundtechnisches Fiasko trotz durchschlagender Band

Es gibt Konzerte, bei denen beträgt die Wartezeit mehr als 20 Jahre. So war es auch beim Berliner Konzert von Guns N' Roses am Sonntag im Berliner Olympiastadion. Ein schmerzlicher Abend - nicht nur für Jule Kaden.

Pearl Jam, Lenny Kravitz, Alice In Chains und eben auch Guns N' Roses - alles Helden meiner Kindheit, die dieses Jahr in Berlin auf Tour gehen. Ich kann somit ausgiebig den Sommer meiner musikalischen Früherziehung zelebrieren. Zu verdanken habe ich die große Sympathie für die Töne, die etwas schwerer und rockiger um die Ecke rumpeln, meiner Mutter. Klar, dass sie beim Auftakt des Sommers mit dabei ist, am Tage, an dem Axl Rose und Slash zum ersten Mal wiedervereint in Berlin auf der Bühne stehen. Vor Jahren hatte Rose noch "Not In This Lifetime" gesagt: "Nicht in diesem Leben" werde sich Guns N' Roses wiedervereinigen. Jetzt sind sie seit 2016 in teils alter Besetzung auf "Not In This Lifetime"-Tour. Schön.

Fans auf dem Guns'N'Roses-Konzert im Berliner Olympiastadion 2018 (Quelle: rbb/Jule Kaden)
Das haben Guns N' Roses en masse: Fans mit Multi-Merch-Artikeln | Bild: rbb/Jule Kaden

Eine Aura. Wie damals.

Das rote Axl-Rose-Gedächtnis-Bandana lasse ich zu Hause, meine Erwartungen versuche ich möglichst niedrig zu halten. Immerhin hat die Band mehr als zwei Jahrzehnte und ziemlich viele Drogen hinter sich gebracht seit den Musik-Videos und Live-Auftritten, die ich auf MTV jahrelang konsumierte und nachtanzte. Ähnlich oldschool wie die damaligen Videos sind auch die animierten Clips, die auf der Videoleinwand ablaufen: Windows 95 lässt grüßen, wenn Panzer über den Screen rollen und Patronen jagen.

Kurz nach 19 Uhr betritt Axl Rose gut gestrafft die Bühne, in zerschlissener Jeans, Shirt mit Riesenprint - welches im Laufe des Konzerts noch fünf Mal durch ein neues ersetzt wird - mit übergroßer schwarzer Pilotenbrille - und mit mächtigem Gehänge: grobgliedrige Silberarmreifen, diamantbestückte-Bling-Bling-Kreuze um den Hals, fette Klunker an den Fingern und Cowboyboots. Dieser Mann muss einiges wiegen, nicht nur durch seinen Schmuck - zumindest im Vergleich zum blassen, dünnen Jungen, der er damals war.

Ab der ersten Sekunde hat er die für ihn typische Haltung: Schultern nach hinten, Kopf und das schnurlose Mikro nach vorn und dabei diesen "Könnt ihr mich alle hören"-Ausdruck im Gesicht. Eine Aura. Wie damals.

Generationshighlight: Guns'N'Roses im Olympiastadion (Quelle: rbb/Jule Kaden)
Luca mit seinen Eltern: richtige Gunners. | Bild: rbb/Jule Kaden

"Welcome To The Jungle" - ohne lautes Geschrei

Es geht los, die Ränge sind nun langsam gut gefüllt, reichlich Platz ist oben dennoch, während es bei uns im Front Of Stage langsam kuschelig wird. Die ersten drei Lieder tüdeln los, meine Mutter wippt gut gelaunt zur Musik, mit Fluppe im rechten Mundwinkel - so wie Slash, als er noch Kettenraucher war. Ich stehe noch etwas kalt daneben. Habe wohl doch schon einige Lieder vergessen.

Dann endlich, Lied Nummer vier: "Welcome To The Jungle." Schon beim Anstimmen des Slash-getriebenen Anfangs kreischen einige mit mir auf. Nur Axl irgendwie nicht. Zwar hüpft und flitzt er ähnlich wie damals über die riesige Bühne - die Hüfte schwingt nicht mehr ganz so geschmeidig, aber breitbeinig Posen geht noch - doch seine Stimme, dieses jaulende Krächzen, auf das ich mich so gefreut habe, dringt irgendwie nicht durch. Weder jetzt noch in den anderen der insgesamt fast 25 Titeln.

Die Videoleinwand sagt mir: Er krächzt und schreit, sein Kopf wird rot, die Ader an der Schläfe pulsiert, der Schweiß rinnt. Doch von dieser optisch sehr wohl wahrnehmbaren Anstrengung höre ich nur fragmentarisch etwas. Den Leuten um uns herum fällt das auch schon auf. Achselzucken. Vielleicht ist der Tonmischer Kaffee holen oder er ist - wie jemand auf Twitter mutmaßt - ein Praktikant, oder aber das Mikro hat einen Wackler. Bestimmt. Vielleicht helfen noch ein Bier und eine Kippe - für Mutter und mich. Status: Sie vergnügt, ich verstimmt.

Was ist das Konzert der Guns N' Roses wert, wenn ich die Stimme nicht höre? Aber da gibt es ja auch noch Slash. Gitarrengott Slash, der zum Glück gefühlt alle zwei Lieder die Möglichkeit hat, das soundtechnische Fiasko etwas zu richten, indem er wie ein Irrer seine Finger an wahlweise einem oder zwei Gitarrenhälsen hoch und runter tänzeln lässt, entweder ganz allein oder mit Unterstützung der Rhythmusgruppe um Bassist Duff McKagan.

Optisch sieht man Slash das Älterwerden nicht ganz so an wie Axl, zumindest sieht Slash noch natürlich aus, nicht mehr ganz so knackig wie damals, aber die schwarze Lockenmatte sitzt unter seinem Hut genauso wie vor 25 Jahren. Seinen Oberkörper samt Tattoos zeigt er auch noch gern.

Die Songs zünden - vermutlich aufgrund der Akustik - beim Publikum auch nicht so richtig. Die 60.000 Leute stehen hier zwar überwiegend in bester und kompletter Guns-N'-Roses-Fanmontur da und sehen so aus, als könnten sie jeden Text mitsingen. Aber nur bei den wirklichen Hits wie "November Rain" - bei dem Rose nicht auf einem Klavierschemel hockt, sondern im Rockerstyle auf einem ans Klavier montierten Motorrad - oder Songs wie "Sweet Child O' Mine", "Knocking On Heaven's Door" und "Live And Let Die" zappeln die Leute etwas mehr, versuchen mitzusingen und reißen schlagartig ihre Smartphones nach oben, um das Internet mit verwackelten Videoschnipseln und Fotos zu befüllen. In diesen Momenten, mit geschlossenen Augen, fühle ich mich in meine Kindheit versetzt - und es fühlt sich richtig an, da zu sein.

"Slash show some balls."

Um mich nicht die ganze Zeit auf den schlechten Sound zu versteifen, beobachte ich aufmerksam das Miteinander der Bandmiglieder und überprüfe, ob noch etwas alter Streit zu spüren ist. Axl und Slash posen immer mal wieder nebeneinander, ein Miteinander ist es aber nicht. Ein Fan hält gegen Ende ein kleines Banner nach oben: "Slash show some balls." Der Zylindermann solle sich ein paar Eier besorgen - und Axl hält das Banner grinsend in die Höhe, gut zu sehen auf der Videoleinwand. Hach, wie früher.

Doch der schlechte Sound bleibt bis zum Ende - und das geht nicht nur uns so. Etliche Besucher sollen das Konzert verlassen haben. Auf Twitter wird nun schon mit Kanonen und langstieligen Rosen samt Dornen gegen die Tontechniker geschossen: "Eine Katastrophe für die Ohren. [...] Nur: Lärm. Krach.Brei. Kein einziger Song zu erkennen. Der Tontechniker war wohl besoffen."

Feuerwerk und Glitzergewitter beim Abschluss des Guns'N'Roses Konzerts im Berliner Olympiastadion 2018 (Quelle: rbb/Jule Kaden)
Nach 25 Lieder gibt es Konfettiregen und ein dickes Feuerwerk. | Bild: rbb/ Jule Kaden

Besoffen wäre ich am Ende des Konzerts auch gern oder zumindest hätte ich gern einen Schnaps. Meine Mutter braucht keinen. Sie gehört wohl zu den Hardcore-Fans, die auch nach der Show völlig euphorisiert sind und Dinge sagen wie "Dreckig, rockig, cool. Die Jungs haben es einfach raus." Davon treffe ich noch einige - selbsternannte Fangirls, jedes Konzert mitnehmende-Menschen, glückselige Altrocker oder die, die sich einen "Jugendtraum erfüllt haben".

Aber ich treffe auch ganz viele, denen es so geht wie mir: die sich ärgern über den Sound bei Axl, aber glücklich sind, dass es eine ordentlich durchschlagende Band mit und um Slash gab. Vielleicht sieht es in Leipzig besser aus. Da versuche ich es noch einmal.

Ergänzung vom 05.06.2018: In einer früheren Version dieses Textes hatte es irrtümlich geheißen: "Slash get some balls". Korrekt ist die Formulierung "Slash show some balls." Wir haben dies geändert.

Beitrag von Jule Kaden

Kommentar

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21 Kommentare

  1. 21.

    Stimme deinem Kommentar zu. Das Konzert war Klasse. Der Inhalt zählt und nicht die Verpackung. Außerdem sollten Handys bei solchen Veranstaltungen verboten werden.

  2. 20.

    Hallo RBB,
    wenn sich Autoren, gerade auch vor dem Hintergrund stattfindender Sexusmusdebatten, persönlich, d.h. abwertend über Künstler bezüglich deren Gewicht oder „gestrafften“ Äußeren zu Wort melden und auf der anderen Seite nicht in der Lage sind hochgehaltene Schilder exakt wiederzugeben noch deren Inhalt richtig zu übersetzten (ganz nebenbei: Dazu gibt es eine Story in der Bandgeschichte und bedeutet gerade NICHT, dass Slash sich Eier besorgen soll. Die hat er.), dann zeigt es ganz deutlich, dass Ihrer Autorin der Bezug zur Band fehlt, sie schlecht recherchiert hat (bzw. gar nicht) und sich an Populismus beteiligt (58 000 Menschen haben nicht unterschrieben). Vielleicht zeigt es aber auch den Ärger der Redaktion darüber, dass Ihnen Axl Rose kein Interview gibt. Tja, warum wohl nicht...? Nettiquette gild auch für Autoren. Und die wurde hier durch Ihre Autorin gegen den Sänger verletzt. Sexismus hätte ich beim RBB nicht erwartet. Gerade, wo Sie bei sich selbst so empfindlich sind.

  3. 19.

    Hallo Schan, unsere Netiquette gilt auch für Beiträge unserer Autoren. Sie können gerne Ihren persönlichen Eindruck des Konzerts schildern, aber bleiben Sie dabei bitte fair und sachlich, ohne unsere Autorin persönlich zu beleidigen.
    Fakt ist: Es gab sehr viele Leute, die sich über den Sound beschwert haben. Unter anderem haben Besucher eine Petition gestartet, um ihr Geld zurückzubekommen (https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2018/06/petition-tickets-guns-n-roses-konzert-berlin-olympiastadion.html). Mittlerweile haben 2.000 Menschen unterschrieben.
    Auch wenn Sie mit dem Konzert zufrieden waren, ist das kein Grund, anderen eine andere Meinung abzusprechen. Beste Grüße aus der Redaktion!

  4. 18.

    Lieber Gifhorner, wenn es "wenigstens da" besser gewesen wäre. Ich stand sowohl im normalen Stehplatzbereich als auch im Front-of-Stag-2 (überwiegend), in dem die Karten 150 Euro gekostet haben. Dort war der Sound wie beschrieben. Beste Grüße und einen guten Abend. Jule Kaden

  5. 17.

    Dem stimme ich zu. Wir haben uns lange darauf gefreut, diese Band nochmal live sehen zu können.
    Und sie war gut. Axl hatte beim ersten Song noch ein paar Wackler, danach klang es wie früher!
    Dieses ständige Handygefilme und Posings für Bilder lässt auch nicht viel Stimmung zu, man muss ja auf das Display starren, und nicht die lebenden Legenden vorn auf der Bühne. :)

    Die Probleme mit dem Sound im hinteren Bereich sind natürlich ein anderes Thema, dass sollte man allerdings nicht an der Band festmachen.

  6. 16.

    Ich wohne in direkter Stadionnähe und war schon etwas von den den vielen nervigen Soundchecks genervt.

    01.06. 15 Uhr - 18 Uhr
    02.06. 09 Uhr - 13 Uhr, 15 Uhr - 16 Uhr, 17 Uhr - 20 Uhr
    03.06. 09 Uhr - 13 Uhr

    Was haben die da nur rumgefriemelt, wenn es nachher trotzdem so übel war?

    Anfang der 90er war ich selber bei der Band im Stadion und war auch sehr enttäuscht von der schlechten Akkustik. Hatte erst überlegt mir auch für dieses Konzert eine Karte zu kaufen, mich dann aber fürs Fensteröffnen entschieden. War wohl besser so ;-)

    Ansonsten empfehle ich:
    https://www.youtube.com/watch?v=9zKPjJgfIss

  7. 15.

    soso .. Berlin ist Schuld wenn der Veranstalter (Live Nation) am Soundsystem spart ... ??
    Ihre Aussage ist genauso unfassbar wie der Sound vom Konzert.Live Nation ist das nicht zum ersten Mal passiert. !!
    ! Auch bei Bon Jovi in Schweden gab es solche Beschwerden.

  8. 14.

    ...da fliegt mir doch das Blech weg , würde Spliff jetzt dazu sagen. Zu erst möchte erwähnen das Ich schon viele Konzerte und Festivals erlebt habe . Bin Bj. 66 und mit Bands wie Judas Priest , Iron Maidon , Saxon etc. groß geworden die teilweise heute noch zu hören und zu sehen sind.
    Was ich aber so noch nicht erlebt habe ist eine so sinn freie Kritik . Seit wann gibt es denn bei einem Konzert Areas wo es nach der Tonqualität geht. Muss oder oder soll man Tickets für 180 € für der FOS Bereich kaufen nur um einen besonders guten Sound zu erleben ??? Ich glaube jeder im Stadion hat ein Anrecht auf gute Tonqualität . Ich habe mich auch auf die Band gefreut und als es los ging habe ich mich gefragt was da los ist. Ich finde die Kritik von Frau Kaden angemessen und passend.

  9. 13.

    Ja oberflächlich ist die Jule, was hat das äußere eines Menschen mit der Technik oder dem Gesang zu tun. Gelebte Diskriminierung ist in diesem Bericht bestens erkennbar. Aber wehe die Nichtwissende wird aufgrund von äußeren Merkmalen herabgewürdigt. Unglaublich ......

  10. 12.

    Klasse dein Kommentar, dem kann ich nur zustimmen. Warum fährt Frau Jule nach Leipzig, wenn sie doch Null Ahnung und Interesse hat, anscheinend Sensationslüstern und abwertend oberflächlich in ihrer Meinungsäußerung,und verurteilt die Band anhand ihres äußeren und setzt Lügengeschichten in Umlauf, ich sage nur Balls.

  11. 11.

    Am Stadion lag es ganz sicher nicht. Genesis oder Roger Waters zum Beispiel haben im selben Stadion glasklaren Sound abgeliefert. Da wollte jemand ganz offensichtlich viel Geld sparen und hat auf viel teure Technik verzichtet. Ob das nun die Band war oder, meine Vermutung, der nicht zuletzt Dank Lollapalooza bislang eher nicht als sonderlich besucherfreundlich aufgefallene Veranstalter "Live Nation", werden wir wohl nie erfahren.

  12. 10.

    Leute, mal janz tief durchatmen hier, wa? Versuchts doch einfach mal wie früher, so ganz analog und old school: früher hatten die Fans noch Spaß bei Konzerten: Da ist man zwischen Vorband und Hauptact aufs Klo gegangen und Getränke holen, um ja keinen Song zu verpassen. Kein Dauergewusel wie heute. Und man hat sich gefreut, wenn die Band noch 1-2 Zugaben gespielt hat, was dann auch eingefordert wurde(auch das gehörte früher mal zum Spiel dazu). Man ist bis zum Schluss geblieben, also ganz bis zum Schluss, hat der Band mal Respekt gezollt, wenn sie sich verbeugt und verabschiedet hat und erst wenn die Lichter angingen und ganz klar war, dass definitiv nun keine Zugabe mehr kommt, erst dann ist man glückselig heimgegangen. Ihr habt es selbst in der Hand, ob ihr da wieder hinkommen wollt. Setzt voraus, dass man während des Konzerts das Handy mal ignoriert und die darauf stattfindenden Shitstorms und Meinungen anderer und das Konzert genießt. Sound hin oder her: Die Band war gut!

  13. 9.

    Einen ähnlichen Artikel hätte ich mir auch vor zwei Jahren nach dem Konzert von Bruce Springsteen im Olympiastadion gewünscht: Ein wirklich übler Sound bei Eintrittspreisen von 120.- Euro. Es sind einfach zu viele gierige alte Männer unterwegs.

  14. 8.

    Als Guns n Roses das letzte Mal im Olympiastadion gespielt haben, war danach auch zu lesen „Die gefährlichste Band der Welt verpufft im Olympiastadion“. Die Soundprobleme dieser Lokation sind also schon lange und bspw. auch vom Fußball her bekannt. Aber anstatt sich zu fragen, warum die Stadt Berlin hier bisher nicht für Abhilfe gesorgt hat und ihren einzigen Ort für Großveranstaltungen dieser Art auf Vordermann zu bringen, wird erstmal kräftig an Guns n Roses rumgenörgelt und in typisch deutscher Art alles schlecht gemacht. Und wenn einen dann gar nichts mehr einfällt, dann wiegt der Sänger zu allem Überfluss auch noch viel... Lächerlich! Sowas passiert in keinem anderen Land und hier besonders häufig in Berlin. Da schreibt lieber jeder „Journalist“ vom anderen ab, bevor er auch nur ein gutes Wort verliert. Diese Artikel ähneln sich alle unglaublich. Ich persönlich hätte Guns n Roses auch lieber in der Waldbühne gesehen, aber ganz ehrlich... Das ist eine amerikanische Rockband. Soll es jetzt deren Schuld sein, wenn das Provinznest Berlin nicht für eine bessere Soundanlage sorgen kann?

  15. 7.

    ...ich hatte mich so viele Jahre auf das Konzert gefreut. Wenn Slash nicht gewesen wäre und somit einen Hauch der Band spüren konnte, wäre ich gegangen.
    Sound unterirdisch schlecht. Schon bei der zweiten Vorband hat man es rausgehört das sich die Stimme immer überschrieen hat.
    Die Stimme von Axel dann gar nicht zu hören oder immer nur hohe Kreischspitzen war total erniedrigend.

    Olympiastadion, spiel dein Fußball der von unseren Steuergeldern teilfinanziert wird, aber bitte keine Konzerzte mehr!!!

  16. 6.

    Es mag sein, daß der Sound im FOS Bereich gut war, allerdings gehört zu einer adäquaten Beschallung eines Stadions auch der Rest. Und dieser Rest wurde katastrophal beschallt. Das gesamte Tonkonzept war nur auf den Innenraum ausgelegt und die beiden Lautsprechertürme waren bei weitem nicht ausreichend um die Ränge differenziert zu beschallen oder zu erreichen auf Grund der Distanz. Hier wurde Geld auf Kosten der Besucher gespart. Es war totechnisch das schlechteste Konzert was ich je im Olympiastadion gehört habe. Es kam keine Stimmung auf und auf den Rängen stand bis zu Sweet Child o mine niemand. Danach sind wir gegangen. Selbst meinem 8-jährigen Sohn ist aufgefallen, wie schlecht der Ton war.

  17. 5.

    zu Kommentar Nr. 2 und Nr. 3:
    in meinen Augen unangemessene, vermessene und inhaltlose Kritik an einem objektiven Konzertbericht, dessen Verfasserin offenbar keine rosarote und alles hinnehmende Fan-Brille getragen hat.
    Sie haben den Artikel offenbar falsch verstanden, der Bericht kritisiert nicht die Band, sondern die Tontechnik.
    Ich habe von vielen Konzertbesuchern ähnliches gehört/gelesen, was die Soundprobleme bei der Gesangs-Tonspur angeht.
    Nr. 2: oberflächlich ist etwas anderes, nämlich vor Ehrfurcht erstarrt oder aber mit Scheuklappen ausgestattet sämtliche soundtechnischen Unzulänglichkeiten euphorisch hinzunehmen und nicht die kleinste objektive Kritik zuzulassen!
    Bei diesen Konzertpreisen und einer Band, von der man angesichts ihrer Klasse und Bedeutung durchaus erwarten darf, dass die Tontechniker ihr Handwerk mindestens genau so gut beherrschen wie die Musiker auf der Bühne, muss auch Kritik erlaubt sein.

  18. 4.

    Und das ist natürlich gleich ein Grund ausfällig zu werden und der Autorin (deren Artikel gut geschrieben und lesenswert war) jegliche Kompetenz abzusprechen? Das Rock-Fans immer gleich so empfindlich auf alles reagieren müssen, wenn es um ihre Lieblingsbands geht.

  19. 3.

    So „gehaltvolle“ Beiträge werden immer von Leuten geschrieben, die von ihrer Redaktion zu Bands geschickt werden, zu denen sie keinen Bezug haben. Wenn man zu den Hochzeiten erst in Babyalter war, kann man nicht wissen, wovon man spricht. Die Autorin ist der Band doch gar nicht gewachsen. Schlimm...

  20. 2.

    An Jule Kaden: Ich war gestern da. Stand in der ersten Reihe und es war der Hammer. Ich finde es unerträglich, wenn irgendwelche Möchte-Gern-Schreiber hier, nur um auch mal etwas Aufmerksam zu bekommen, versuchen, die Band schlecht zu schreiben. Was in Gottes Namen spielt Axls Gewicht oder Ihre anderen Äußerungen für eine Rolle? Auf welchem Niveau bewegt sich Ihre Tätigkeit? Wie oberflächlich kann man sein? Vielleicht zeigen Sie sich auch mal, damit auch ich hier was zu werten habe. Solche Argumente bringen immer nur Leute, die sonst keinen Schimmer haben... Vielleicht war der Sound für Sie auch so schlecht, weil Ihr Platz nicht der beste war? Andernfalls hätten Sie das Schild besser lesen können, dass Axl aufgehoben und hochgehalten hat. Da stand nämlich: „Slash show some Balls“.
    Meinen Sie wirklich, dass diese Band Ihre bestenfalls drittklassige Einschätzung nötig hat, oder deren Fans? Lieber RBB: Bitte verschonen Sie Ihre Leser in Zukunft mit Geschichten irgendwelcher Möchtegerns, die in Wirklichkeit nur ganz kleine Lichter sind. Alle die ich kenne, die dabei waren, waren gestern begeistert.

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