Symbolbild/Collage rbb24: Zwei Influencer posieren vor der Kamera (Quelle: dpa/Ralf Mueller/citypress24)
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Werbung ohne ausreichende Kennzeichnung - Medienanstalt rügt Berliner Influencer

Der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat erstmals Inhalte eines Influencers beanstandet. Der Anbieter aus Berlin bewirbt auf Youtube, Facebook und Instagram sowohl seinen persönlichen Shop als auch fremde Produkte ohne ausreichende Werbekennzeichnung. Er berichtet laut Angaben des Medienrats über Bart- und Haarpflege sowie Lifestyle und vermischt dabei redaktionelle Themen und Werbung - ohne zu unterscheiden oder zu kennzeichnen. Bezahlte Kooperationen seien somit für die Nutzer nicht klar erkennbar. Für den Medienrat ist das ein Verstoß gegen geltende Kennzeichnungsvorschriften.

Verbreitung in der jetztigen Form untersagt

Trotz mehrerer Hinweise und Fristverlängerungen habe der gerügte Anbieter kaum Änderungen an seinen Angeboten vorgenommen, teilte die Medienanstalt am Donnerstag in Berlin mit. Der Medienrat habe deshalb die weitere Verbreitung der Inhalte in der jetzigen Form untersagt.

Der Influencer hat ab Zustellung des Bescheids 14 Tage Zeit, die Inhalte nachzubessern. Tut er das nicht, wird ein Bußgeld fällig: Pro produziertem Beitrag (pro URL) werden in diesem Fall 500 Euro angedroht. Beanstandet wurden neun URLs.

Bereits mehrere Beanstandungen in diesem Jahr

Als Aufsichtsbehörde hat die Medienanstalt nach eigenen Angaben in diesem Jahr bereits eine Reihe von Influencern über Verstöße informiert. "In der Regel sind die Anbieter bereit, Inhalte korrekt zu kennzeichnen", erklärt Anja Zimmer, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. "Häufig besteht jedoch Unsicherheit darüber, was bei korrekter Kennzeichnung zu beachten ist."

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Muss man jetzt jedem Dummen erklären was geworben wird? Werbung ist ja auch für Insider.

  2. 1.

    Gut das es keine weiteren Probleme gibt.....

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