Kommissarischer Verwaltungsdirektor René Serge Mund bei einer Pressekonferenz zum Stadttheater Cottbus im Mai 2018 (Bild: dpa/Patrick Pleul)
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Intendantennachfolger in Cottbus - Übergangsdirektor Mund leitet für zwei Jahre das Staatstheater

Der Rat der Kulturstiftung hat den Übergangsintendanten des Cottbuser Staatstheaters, René Serge Mund, für zwei Jahre an die Spitze des Hauses berufen. Mund bereitet nun auch die Nachbesetzung vor.

Der derzeit geschäftsführende Direktor des Staatstheaters Cottbus, René Serge Mund, ist vom Stiftungsrat der Brandenburgischen Kulturstiftung auch für die kommenden zwei Jahre mit der Leitung des Hauses beauftragt worden. Das teilte der Rat am Mittwoch nach einer Sitzung in Potsdam mit.

Mund erhalte ab dem 1. August einen Vertrag für die Position des Verwaltungsdirektors und leite zudem auch die künstlerische Arbeit bis zur Verpflichtung einer neuen Intendanz, hieß es in der Mitteilung des Stiftungsrats.

Dem bis vor wenigen Wochen noch amtierenden Generalmusikdirektor Evan Alexis Christ war nach Kritik an seinem Führungsstil gekündigt worden. Der Streit um das Vorgehen der Gremien in diesem Fall und um dem Umgang mit Christ hatte auch dazu geführt, dass Intendant Martin Schüler zum Ende der Spielzeit gekündigt hatte.

Mund bereitet die Nachbesetzung vor

Nach Mitteilung des Stiftungsrates werde René Serge Mund nun damit beauftragt, das "Nachbesetzungsverfahren für die Intendanz des Staatstheaters kurzfristig vorzubereiten". Dabei solle die Intendanz auch künftig in Personalunion mit der Operndirektion ausgeübt werden. "Bei der Auswahl soll darauf geachtet werden, dass der/die künftige Intendant/Intendantin besondere Teamfähigkeit mitbringt und künftig in enger Abstimmung mit den unterschiedlichen Sparten agiert", hieß es in der Mitteilung des Gremiums.

Der gekündigte Generalmusikdirektor Christ hatte gegen seine Kündigung geklagt. Bei einer Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Cottbus am Montag war von den klagenden Parteien keine Einigung erzielt worden. Allerdings werde hier weiter nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht, hieß es. Im Gespräch sei ein Vergleich, bei dem die Höhe der Abfindung noch umstritten ist.

Sendung: Kulturradio, 04.07.2018, 21 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Sehr geehrte Redaktion,
    Sie können doch nicht in einem Artikel von GMD und Intendant Christ sprechen. Eine solche Personalunion hat es nie gegeben, wobei Ihr gekündigter Intendant Christ alias Schüler wohl von sich aus die Kündigung eingereicht hat (siehe zwei Absätze weiter oben). Fehler, die bei einer hinreichenden Qualitätssicherung auffalen sollten.

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